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Lari-Fari: Gabes hört 2019 auf

Der Chef der Diesenbacher Faschingsgesellschaft will nach 16 Jahren kürzertreten. Die Saisonbilanz ist tadellos.

Jörg Gabes ist seit 16 Jahren Präsident der Faschingsgesellschaft Lari-Fari Diesenbach. Archivfoto: Ralf Strasser
Jörg Gabes ist seit 16 Jahren Präsident der Faschingsgesellschaft Lari-Fari Diesenbach. Archivfoto: Ralf Strasser

Diesenbach.„Bestens zufrieden kann man damit sein, was in der vergangenen kurzen Faschingssaison erreicht wurde“, so lautete das Resümee von Jörg Gabes, Präsident der Faschingsgesellschaft Lari-Fari Diesenbach, bei der Jahresversammlung. Die zwölf Abteilungen blickten auf neun eigene Veranstaltungen und rund 150 Auftritte zurück. Die Tanzsportabteilungen verzeichnen durchwegs einen guten Zulauf.

Trotz dieser Bilanz gibt es einen Wermuttropfen: Der Chef hört auf. Nach 23 Jahren Arbeit in der Vorstandschaft – davon 16 Jahre als Präsident – wird Jörg Gabes bei den Neuwahlen 2019 nicht mehr für ein Amt in der Vorstandschaft kandidieren. In Zukunft wolle er mehr Zeit in Familie, Freunde und Karriere investieren, was durch das sehr zeitintensive Ehrenamt sehr schwierig gewesen wäre. Es sei an der Zeit, Platz zu machen für die nächste Generation. Ganz ohne sein „Lebenswerk“ gehe es natürlich nicht, er werde in die zweite oder dritte Reihe zurücktreten und weiterhin zur Seite stehen. Gabes appellierte zugleich an die Versammlung, mögliche Nachfolger für eine Kandidatur zu ermutigen.

In seinem Rückblick sagte der Präsident, „mittlerweile ist es schwierig, Highlights zu nennen“. Eigene Veranstaltungen wie der Haus- und Hofball, der Weiberfasching und Kinderfasching seien stets sehr gut besucht oder ausverkauft gewesen, letzterer trotz einer großen Gegenveranstaltung – dem Ostbayerischen Faschingszug in Regensburg.

Mittlerweile ist es schwierig, Highlights zu nennen.“

Jörg Gabes, Lari-Fari-Präsident

Sehr zufrieden sei man auch mit den Auftrittszahlen. „In der sehr kurzen Faschingssaison hieß es 151-mal Bühne frei für Lari-Fari Diesenbach“, berichtete Oberhofmarschallin Sina Gabes. Die sechs Tanzsportabteilungen zeigten bei ihren Auftritten tolle Darbietungen zum Motto „Einmal um die ganze Welt“. Schatzmeisterin Manuela Beer berichtete über eine wirtschaftlich komfortable Situation. Weiterhin gelte es sinnvoll zu wirtschaften, denn den Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden, Kartenverkäufen und Inseraten stünden große Ausgaben gegenüber. Nicht unwesentlich seien dabei die Kosten für GEMA, Hallenmiete, Ausstattung der Garden und Gagen für Bands.

Der neue Kehraus kam gut an

Sina Gabes rief zur Ordensverleihung auf Foto: Petra Schmid
Sina Gabes rief zur Ordensverleihung auf Foto: Petra Schmid

Mit dem Kehraus in der Jahnhalle, der in Kooperation mit dem Burschenverein Diesenbach und der Wirtsfamilie Treml organisiert wurde, belebte man einen alten Brauch in der Marktgemeinde Regenstauf wieder. „Das ist uns ganz gut gelungen“, findet Jörg Gabes und ist sich sicher, dass eine Wiederauflage folgen wird. Auch „Rock den Bock“, das Starkbierfest in der Fastenzeit, war wieder gut besucht.

Die in Kraft getretene neue Datenschutzgrundverordnung macht auch vor der Faschingsgesellschaft nicht halt, daher belehrte Jörg Gabes seine Mitglieder über die notwendigen Maßnahmen zur Einhaltung, die bereits in einer separaten Sitzung erarbeitet wurden. Die Anforderungen hinsichtlich Verarbeitungsverzeichnis, ADV-Verträgen und die SSL-Verschlüsselung der Homepage würden von der Faschingsgesellschaft vorbildlich erfüllt.

Beim Diesenbacher Faschingszug stellte Lari-Fari einen Rückgang von Teilnehmergruppen mit Wagen fest. „Wir durften uns – trotz schlechten Wetters – auch heuer wieder über eine hohe Teilnehmerzahl mit vielen Fußgruppen freuen. Leider waren es weniger Wagen“, sagte Gabes. Mit den Faschingswagen gehe ein hoher Zeitaufwand einher, Auflagen müssten eingehalten werden. Dass der Bau eines solchen Wagens dennoch nicht unmöglich ist, zeigten jedes Jahr aufs Neue Stammteilnehmer wie der Burschenverein Diesenbach, der wieder mit einem eindrucksvollen Gefährt begeistert hätte. Nun hofft die Faschingsgesellschaft auf eine Neuauflage und viele weitere Wagen von anderen Vereinen im kommenden Jahr.

Die Tanzabteilungen boomen

Für die kommende Faschingssaison sind die Aktiven bereits kräftig im Einsatz: Es haben Feedbackrunden stattgefunden, Trainer und Betreuer wurden bestätigt und das neue Motto festgelegt. Die Tanzsportabteilungen, die sich über regen Zuwachs freuen, haben bereits im April den Trainingsbetrieb wieder aufgenommen. „Vor allem im Jugendbereich ist die Anzahl der neuen Tänzerinnen und Tänzer sehr groß, man könne gar nicht alle aufnehmen“, erklärt Eva Dost, Abteilungsleitung der Bambinis.

Die neue Faschingssaison

  • Auftakt:

    Am 11. November 2018 ist Proklamation, am 24. November Inthroball.

  • Bälle:

    Am 27. Januar 2019 findet die Prunksitzung statt. Der Haus- und Hofball folgt am 2. Februar.

  • Kinder/Frauen:

    Der Kinderfasching von Lari-Fari findet am 17. Februar 2019 statt, der Weiberfasching am 22. Februar.

  • Faschingszug:

    Er steigt am 3. März, der Kehraus folgt am 5. März.

  • Buchen:

    Kindergarde, Bambinis, Jugendgarde, Prinzengarde, Showtanzteam, Männerballett und Krampfadergeschwader können bei Sina Gabes, Tel. (01 75) 5 41 67 43, oder hofmarschall@fg-lari-fari.de gebucht werden.

3. Bürgermeister Josef Schindler lobte die Leistungen der Aktiven. Auch nach dem Fasching sei Lari-Fari auf Festen im Markt vertreten und engagiere sich für das Leben in der Gemeinde, zum Beispiel durch das Betreiben der Marktplatzbühne am Regenstaufer Bürgerfest. Schindler hob besonders die gute Jugendarbeit der Faschingsgesellschaft hervor, denn Lari-Fari gehöre zu den wenigen Vereinen im Marktbereich, die keine Nachwuchssorgen zu beklagen hätten.

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