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Hemau

Lesepaten unterstützen Schüler

„Wir haben das große Glück, dass in unserer Schule mittlerweile sieben Lesepaten ehrenamtlich tätig

Horst Behrendt, Gisela Metzner, Edeltraud Weber, Cilly-Huber-Mendl und Barbara Fischer (v. l.) Foto: lbp
Horst Behrendt, Gisela Metzner, Edeltraud Weber, Cilly-Huber-Mendl und Barbara Fischer (v. l.) Foto: lbp

Hemau.sind“, sagte Lehrerin Maren Müller bei einem Treffen mit den Lesepaten am Sonderpädagogischen Förderzentrum in Hemau. Bei Kaffee und Kuchen bedankte sich Müller im Namen der Lehrerschaft bei den Lesepaten für ihr Engagement. „Für uns Lehrer und für die Schüler sind sie unersetzbar“ sagte Müller, die das Projekt ins Leben gerufen hat und als Ansprechpartnerin für Schüler und Lehrkräfte fungiert. „Die Lesepaten lesen aber nicht nur mit den Schülern, sondern sie dürfen auch mitentscheiden, welche Bücher besonders gut ankommen“, sagte Müller. „Lesen mit den Kindern macht mir Spaß und ich komme gerne“, sagte Cilly Huber-Mendl, die bereits das dritte Schuljahr in Folge zweimal in der Woche mit den Kindern liest.

Die Idee der Lesepatenschaft entstand, als festgestellt wurde, dass in vielen Familien nur noch wenig oder gar nicht gelesen oder vorgelesen wird. So besteht die Befürchtung, dass manchem Kind die Welt des Lesens und insbesondere die der Bücher fremd bleiben wird. Die USA spielten eine Vorreiterrolle bei der Idee von Lesepatenschaft.

Schon das Wort „Lesepate“ weist auf eine schöne Aufgabe hin. Ein Lesepate hat eine Beziehung zu einem Kind, die über das Lesen läuft. Man schaut miteinander in ein Buch und erlebt miteinander das immer neue Wunder: „Die schwarzen Buchstabenfolgen ergeben einen Sinn und beginnen zu leben“, sagt Müller. „Die Fähigkeit zu lesen und das Gelesene zu verstehen ist eine grundlegende und wesentliche Kulturtechnik unserer heutigen Welt. Lesen wird als Voraussetzung für Bildung und eine erfolgreiche Teilhabe am Berufsleben und gesellschaftlichen Prozessen angesehen“, sind sich die Lehrer am Förderzentrum einig.

Die Kinder lassen sich helfen, sie nehmen Ratschläge an und nehmen auch mal ein empfohlenes Buch zum Lesen mit nach Hause. Eine ganze Welt zwischen zwei Buchdeckeln: „Einem Kind zum Leseerlebnis verholfen zu haben, das ist mit das Schönste, was ein Lesepate erleben kann“, sagte Barbara Fischer. Seit zwei Jahren macht sie sich einmal in der Woche für zwei Stunden von Klingen aus auf den Weg zum Sonderpädagogischen Förderzentrum. Eine Freundin hatte ihr von diesem Ehrenamt erzählt. „Es ist schön, dass es eine enge Zusammenarbeit zwischen Klassenlehrer und Schüler gibt“, versichert auch Edeltraud Weber, die erst seid ein paar Monaten Lesepatin ist. „Bei den Lesestunden werde nicht nur das Lesen als solches geübt, sondern auch mit den Schülern über die Inhalte der gelesenen Texte gesprochen“ so die Lesepatin. Auch der Schüler Konrad sammelt in seiner Lesestunde mit seiner Lesepatin wertvolle Erfahrungen, wie er selbst versichert.

Lesepaten wollen die Freude am Lesen wecken und die Lesefähigkeit erhöhen. Die Förderschule freut sich über jeden Lesepaten oder Lesepatin. Wer Interesse hat, einfach anrufen unter der Telefonnummer (0 94 91) 9 52 35 10. Die Lesezeiten können dabei variabel auf den Lesepaten abgestimmt werden. (lbp)

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