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Montag, 18. Juni 2018 26° 3

GEISLING

Liederkranz intonierte Marienlieder

Berührende Lieder und Worte, die zum Nachdenken anregten.
von Hans Biederer

Der Liederkranz Geisling lud zum Marienkonzert in die Pfarrkirche Mariae Geburt.  Foto: H. Biederer
Der Liederkranz Geisling lud zum Marienkonzert in die Pfarrkirche Mariae Geburt. Foto: H. Biederer

GEISLING.So könnte man das Marienkonzert des Liederkranzes in der Pfarrkirche Mariae Geburt kurz umschreiben. Mit dem Kanon „Ave Maria“ zogen die Sängerinnen und Sänger stimmgewaltig in das Gotteshaus ein und beeindruckten bereits da gewaltig. Begleitet von Jean-Pierre Gilson am Klavier, begann der Chor den Raum zu füllen.

„Marienlieder werden besonders gerne in Bayern gesungen. Wenn die Lieder einen musikalisch oft mehr ansprechen als textlich, werden sie doch heiß und innig geliebt. Ihren Überschwang an poetischen Bildern, bei dem sich die Herzen mehr ansprechen lassen, als den Verstand, nehmen wir immer wieder gerne in Kauf und finden es wunderschön“, begrüßte der Organisator und Chorleiter Theodor Stadler die Besucher.

„Sie hören heute eine kleine Auswahl aus dieser unendlichen Fülle an Marienliedern. Alleine vom Ave Maria-Text gibt es über 1500 Vertonungen. Daraus wollen wir ihnen einige darbieten“, führte Theodor Stadler in das Konzert ein.

Bewegt horchte das Publikum der Sopranistin Dorothea Daschner bei der bayerischen Spätbarock-Arie „O Maria, sei gegrüßt“ aus der Feder des Oberpfälzer Frater Marianus Königsperger zu. Alleine vier Fassungen des „Ave Maria“ waren zu hören. Die Version des polnischen Filmkomponisten Michal Lorenc interpretierte die Solistin Heidi Schmalhofer. Für einen Schauer der Ergriffenheit sorgte die romantische Weise „Mariä Wiegenlied“ von Max Reger. „Hold ist dein Lächeln, holder deines Schlummers Lust, leg dein müdes Köpfchen fest an deiner Mutter Brust! Schlaf, Kindlein, süße, schlaf nun ein!“ intonierte der Chor und stellte bei vielen weiteren Liedern seinen Anspruch unter Beweis.

Hanna Niemann verband die Lieder mit berührend dramatischer Poesie. Mit den Worten „Maria, die Rose ohne Dornen, der helle Stern, die Jungfrau zart und rein, die herzliebste Mutter und Fürbitterin in der letzten Stunde. Du bist ein Zeichen der Hoffung für uns, Maria. In dir wird die Hoffnung der Menschen wahr“, führte sie zu „Sancta Maria“, einem eigentlich für einen Männerchor geschriebenen Lied. Nach der Neu-Verfassung eignet sich das Stück des Domkapellmeisters und Komponisten Johannes Joseph Schweitzer auch für einen gemischten Chor. Solisten waren die Sopranistinnen Dorothea Daschner und Heidi Schmalhofer.

Chorleiter Theodor Stadler gab seinen Gästen mit zwei Marienliedern und dem traditionellen Altöttinger Wallfahrtslied „Madonna, holde Madonna“ die Möglichkeit zum kräftigen Mitsingen.

Nach der besinnlichen Stunde bewirteten die Chormitglieder die Zuhörer im angrenzenden Gemeinschaftshaus, um Gelegenheit zu geben, das Konzert im wahrsten Sinn des Wortes bei guten Gesprächen und einem harmonischem Miteinander ausklingen zu lassen.

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