MyMz
Anzeige

Verkehr

Lkw sollen raus aus Wörth

Mithilfe von 1055 Unterschriften wollen Bürger die Politiker wachrütteln. Das Thema brennt vielen auf den Nägeln.
von Peter Luft und Walter Schiessl

  • Wenn die Autobahn gesperrt ist, geht es in der Wörther Ortsdurchfahrt eng zu. „Das muss ein Ende haben“, sagen viele Anwohner. Foto: Meyritz
  • Eng geht es ohnehin immer zu in der Straubinger Straße. Foto: ws

Wörth.Die Wörther haben von den Verkehrsproblemen in der engen Ortsdurchfahrt die Nase gestrichen voll. Denn nahezu bei jedem der vielen Unfälle auf der Autobahn in Richtung Regensburg schlängelt sich der Verkehr durch die Straubinger Straße, die ohnehin für Pkw-Lenker schon zu knapp bemessen ist. Dieser Zustand muss geändert werden, sagten sich Bernhard Meyritz und Josef Eidenschink, die unmittelbar an der Trasse wohnen. Sie sammelten über 1000 Unterschriften, die sie an Bürgermeister Anton Rothfischer zu Beginn der Stadtratssitzung übergaben. Mit diesen Signaturen soll die Politik auf die Wörther Problematik aufmerksam gemacht werden.

„Da wäre viel geholfen“

„Wir haben jetzt in drei Wochen 1055 Unterschriften gesammelt. Wir brächten noch mehr zusammen. Die Verkehrssituation in der Stadt hat sich dramatisch verschlechtert. Hier muss was geschehen“, sagte Bernhard Meyritz. Er machte Vorschläge, wie man die Überbelastung vor allem durch den Schwerlastverkehr abbauen könnte, unter anderem durch eine großflächige Umfahrung ab Kirchroth. In der Stadt gebe es Häuser ohne Fundamente, die aber den Erschütterungen Stand halten müssen. „Die Polizeiinspektion Wörth ist mit Beamten unterbesetzt“, sagte der Wörther, der forderte, das Bußgeld zu erhöhen und die Kontrollen zu verschärfen. Die Verbotsbeschilderung müsse auf alle Turbo-Internet für 300 weitere HaushalteFälle ergänzt werden. „Es muss doch eine Lösung geben, den Schwerlastverkehr aus der Stadt zu vertreiben“, sagte Meyritz.

Der Innenverkehr häuft sich. Da muss eine Entlastung her. Sonst vertreiben wir unsere Bürger aus der Stadt. Dann gibt es auch noch die Raser. Das tut uns Anliegern alles weh“, sagte der Schwiegervater von Meyritz, der ehemalige Wörther 2. Bürgermeister Sepp Eidenschink.

Bernhard Meyritz übergab an die beiden Bürgermeister Anton Rothfischer und Josef Schütz die Unterschriftenliste samt seinen Anregungen. Rothfischer dankte für die Initiative und versprach, die Liste an Landkreis und Staatsregierung weiterzugeben. „Wenn wir den Schwerlastverkehr rauskriegen, wäre uns schon geholfen“, sagte 3. Bürgermeister Gerhard Schmautz.

Der Stadtrat beschloss mit 16:0 die Billigung des Entwurfs zum Bebauungsplan „Alter Bahnhof“ als Vorgabe des Einzelhandelsentwicklungskonzepts. Ferner billigte der Stadtrat die Entwicklung eines allgemeinen Wohngebietes „An der Bayerwaldstraße“ mit Abschluss einer städtebaulichen Grundvereinbarung mit Änderung des Bebauungsplanes. Für das Vorhaben von Ernst Aumer, mehrere Wohnhäuser am nördlichen Ende der Bayerwaldstraße zu errichten, werden jetzt die Stellungnahmen der Behörden und Fachstellen eingeholt. „Wir haben jetzt erfreulich seit Langem einen tollen Investor“, sagte Bürgermeister Anton Rothfischer.

Gefallen fand auch ein Antrag auf Neubau von 59 seniorengerechten Wohneinheiten in drei Vollgeschossen mit vier Gewerbeeinheiten, Hallenbad Carportanlage für dreißig Autos und 42 Stellplätzen in Oberachdorf. Antragsteller ist die BEKA GmbH. Sachbearbeiter Daniel Reichl legte die umfangreiche Planung vor. „Ich finde das Vorhaben super“, sagte Ulrike Riedel-Waas. „Die Lage ist hier ideal. Man sollte das schon unterstützen“, sagte Hildegard Schindler. „Ist das ein Präzedenzfall mit den drei Vollgeschossen“, fragte Johannes Weig. „Das ist eine Einzelfallentscheidung“, erwiderte der Bürgermeister.

Zur Erweiterung der Zone 30 für die Umgehungsstraße in Hofdorf und die Anbringung eines Verkehrsspiegels schloss sich der Stadtrat der Empfehlung und Vorgabe der Polizei bei der Verkehrsschau an. Die Zone wird bis zum Point 12 erweitert. An eine Straßenbeleuchtung ist vorerst noch nicht gedacht. Andrea von Liefen gab für die StadTurbo-Internet für 300 weitere Haushaltetbücherei die Neuerungen zur Genehmigung der überarbeitenden Benutzungsordnung bekannt.

Der Stadtrat beschloss auch die Vereinbarung mit der Laber-Naab Infrastruktur GmbH über die Koordination der Entwicklung der Breitbandinfrastruktur im Stadtgebiet. „Eigentlich sind wir hier in dieser Sache Breitband ein bisschen zu spät dran“, sagte Harald Dietlmeier. „Es ist nie zu spät. Veränderungen gibt es immer wieder“, sagte der Bürgermeister. Zweiter Bürgermeister Josef Schütz unterstrich die dringende Notwendigkeit des Breitbandausbaus.

5000 Euro für eine Grube

Als Vorsitzender im Umweltausschuss berichtete Josef Schütz aus der Arbeit beim Umweltausschuss mit Empfehlungen bei Maßnahmen zum Landschaftsplan und Ausgleichsflächen sowie zu den neuen Erkenntnissen bei Tennet für die Stromtrasse. Zur Abwasserbeseitigung beim Tennisheim im Gschwelltal mit Errichtung einer abflusslosen Grube teilte Anton Rothfischer die Kostenteilung mit dem Verein mit. Im Haushalt sind dafür 5000 Euro eingeplant.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht