mz_logo

Landkreis
Mittwoch, 25. April 2018 22° 3

Bildung

Manege frei für Irlbacher Grundschüler

Die Kinder ließen eine Woche lang den Zirkus lebendig werden. So machte der Unterricht den Kleinen großen Spaß.

Das Zirkusspielen machte den Kindern in Irlbach Spaß. Foto: Strasser

Wenzenbach.So macht Unterricht noch mehr Spaß. Eine Woche lang hieß es in der Grundschule Irlbach: „Manege frei“. Fünf Tage lang gastierte der Mitmachzirkus Flipflop an der Grundschule und alle Kinder durften für eine Woche in die geheimnisvolle Welt des Zirkus eintauchen und sich von der einmaligen Atmosphäre mitreißen lassen. Für eine Woche war an der Grundschule in Irlbach alles anders: Zirkus war angesagt! Aber nicht nur ein wenig zum Zuschauen oder in der grauen Theorie, sondern als Artist in einem richtigen Zirkuszelt, das auf dem Sportplatz in Wenzenbach aufgestellt war.

Das Konzept ist pädagogisch und doch mitreißend: In der Gruppe durch gemeinsames Handeln voneinander und miteinander lernen. Respektvolle Zusammenarbeit sowie Verantwortung für sich und andere übernehmen, so die Idee des Mitmachens in der Arena. Alles eingebettet im Spaß in der Manege. Doch um Gemeinsam in einem „waschechten“ Zirkus zu bestehen und sich vor Publikum den Applaus zu verdienen, braucht es für die jungen Zirkusartisten allerhand Übung. Dabei verwandelte sich der Zirkusdirektor Daniel Spindler in einen Lehrer der besonderen Art und unterrichtete seine neuen Schüler in der hohen Kunst der Zirkusdarstellung. Immer drei Klassen übten an zwei Schulvormittagen mit dem Zirkusdirektor und seinen zwei Artisten.

Durch die Kombination von Spaß und Aufmerksamkeit wurden kognitive und motorische Talente verfeinert, Reaktionsfähigkeit und Gleichgewicht unterstützt. „Artistisches Training bietet Möglichkeiten, damit Kraft, Ausdauer, Disziplin und Geschicklichkeit wachsen können“, erklärt Daniel Spindler. Herausgekommen ist ein Erfolgserlebnis: Die Gruppen konnten bei einer Galavorstellung ihre eingeübten Kunststücke zeigen und zum Abschluss mit allen Künstlern eine große Vorstellung absolvieren.

Schülerinnen und Schüler tobten als Clowns lustig durch die Manege, in einer Bodenakrobatik stellten sie ihre künstlerischen Talente unter Beweis, zeigten beim Gewichtheben, wie stark sie sind, demonstrierten als Cowboys ihre Treffsicherheit und stachen als Piraten mit langen Schwertern in eine Kiste, aus der der Piratenkapitän dennoch unversehrt ausstieg. Sie jonglierten mit Tellern und Ringen, tanzten Hulahup, schwangen Tücher und zeigten ihren geschickten Umgang beim Dressieren von Ziegen und Tauben. Unter den Zuschauern war auch die Rektorin der Grundschule, Susanne Weinzierl. „Mit der Zirkuspädagogik erlangen die Kinder auf ganz spielerische Art und Weise jede Menge sozialer, kognitiver und motorischer Kompetenzen“, freute sich die Schulleiterin. „Der Zirkus bereichert die Schulfamilie in vielerlei Hinsicht und wirkt sich positiv auf alle Kinder aus. Die Schüler erfahren hier Aufmerksamkeit und Anerkennung und dürfen Spaß und Abenteuer in einem echten Zirkuszelt erleben. Die Angebote im Zirkusprojekt sind sehr vielfältig und das Probieren der Möglichkeiten macht große Freude.“ Die Stimmung im Zelt war zu jeder Veranstaltung sehr gut und begeistert feuerte das Publikum die kleinen Stars an. Jedes Kunststück wurde mit kräftigem Applaus belohnt. Die Kinder blühten auf und ihre Augen leuchteten, denn schließlich kommt es nicht alle Tage vor, dass es heißt: „Manege frei!“ (msr)

Förderung und Konzept: Durch Kombination von Spaß und Aufmerksamkeit werden kognitive und motorische Talente verfeinert, Reaktionsfähigkeit und Gleichgewicht unterstützt. Artistisches Training bietet Möglichkeiten, damit Kraft, Ausdauer, Disziplin und Geschicklichkeit wachsen können. Ein Erfolgserlebnis für die kleinen Zirkusartisten ist der Applaus während der Vorstellung. Mit diesem Konzept bietet der Zirkus Flip Flop eine Projektwoche der besonderen Art für jede Klassenstufe an.

Persönlichkeiten: An das Alter angepasste Übungen ermöglichen es, eigene Grenzen zu erfahren und zu erweitern. Dies erlaubt, die eigene Persönlichkeit zu entdecken, anzunehmen und zu entfalten, um Mut für den Auftritt zu bekommen. Beim Umgang mit Tieren werden anfängliche Ängste überwunden und Selbstvertrauen aufgebaut. Tiere sind für die Schüler ein Ruhepol während der Aufführung (msr)

Weitere Nachrichten und Berichte aus dem Landkreis Regensburg lesen Sie hier.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht