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Dienstag, 25. September 2018 15° 1

Nittendorf

Markt Nittendorf bald schuldenfrei

Finanziell gesehen schwebt der Markt Nittendorf auf „Wolke sieben“.
von Paul Neuhoff

So sieht der Kindergartenneubau aus. Foto: Neu
So sieht der Kindergartenneubau aus. Foto: Neu

Nittendorf.Der Marktrat konnte in seiner letzten Sitzung eine Haushaltssatzung für 2018 beschließen, die für das Ende des Jahres die komplette Schuldentilgung vorsieht. Ob dieser Aussichten konnte Bürgermeister Helmut Sammüller den Räten zu Beginn der Sitzung gut gelaunt die Eckdaten des Haushaltsplanes vorstellen. Mit der vollständigen Rückzahlung eines zinsbelasteten Darlehens am Ende des Jahres wird der Markt insoweit keine Zahlungsverpflichtungen mehr haben. Die „Pro-Kopf-Verschuldung“ wird im Markt dann die „traumhafte“ Null-Marke erreichen. Um bei attraktiven Grundstücksangeboten zugreifen zu können, wurde vorsorglich trotzdem eine Kreditaufnahme von 1,5 Millionen Euro in den Plan eingestellt.

Wie Sammüller weiter erläuterte, beinhaltet der Vermögenshaushalt erhebliche Aufwendungen in den Bereichen Kindergartenneubau, Straßenbau, Straßensanierung, Ausstattung der Feuerwehren, Grunderwerb und Breitbandausbau. Bei den Personalkosten, die mit etwa 2,6 Millionen zu Buche schlagen, liegt Nittendorf noch im Durchschnitt. Die gute Finanzlage sei auch der sprudelnden Einkommensteuer geschuldet, die für 2018 auf knapp sechs Millionen Euro geschätzt wird und einen neuen Höchststand darstellt. Wie Sammüller weiter anmerkte, sei bei den Gewerbesteuereinnahmen ein gewisser Stillstand zu verzeichnen. Deshalb sollte man für die Zukunft weiterhin ein Augenmerk auf die Ansiedlung von Betrieben richten.

Zum Haushaltsplan gab es seitens der Räte keinerlei Diskussion. Traditionsgemäß äußerten sich die Fraktionssprecher aber zum Zahlenwerk. So war Hans Neumann von der SPD-Fraktion voll des Lobes für die Kämmerei und die Rathausspitze. Ein Haushaltsvolumen von über 24 Millionen Euro und die positive Schuldensituation zeigen, dass man gut gewirtschaftet und der Marktrat die richtigen Akzente gesetzt habe. „Es gibt nicht viele Gemeinden, die schuldenfrei sind“, so Neumann. Positiv sieht der Fraktionschef auch, dass der Markt die Vereine weiterhin großzügig unterstützen könne und mit den sozialen Einrichtungen einen hohen Standard erreicht habe. „Wir sind eine familienfreundliche Gemeinde“, ergänzte Neumann und dankte abschließend dem Kämmerer ausdrücklich für die hervorragende Arbeit.

Josef Bauer, zweiter Bürgermeister und Sprecher der FW-UWG-Fraktion, schloss sich den positiven Ausführungen seines Vorredners an, warnte aber davor, allen Begehrlichkeiten zu Ausgaben unkritisch nachzugeben. „Wir müssen in die Zukunft blicken, es warten noch große Aufgaben auf uns“, mahnte Bauer und dankte ebenfalls der Verwaltung und dem Bürgermeister für das „Vorzeigewerk“. Heiner Promberger, der für die CSU/FWU-Fraktion sprach, zeigte sich ebenfalls sehr erfreut über die sehr positiven Haushaltszahlen und merkte noch an, dass der Markt den Schulstandort Nittendorf unbedingt erhalten solle und man die diesbezügliche Weiterentwicklung noch höher bewerten müsse.

Bei der abschließenden Abstimmung sprachen sich alle Räte für den Haushaltsplan mit Stellen-, Finanz- und Investitionsplan aus. (lpn)

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