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Mittwoch, 18. Juli 2018 29° 6

Laaber/Großetzenberg

Michael Jobst ist 40 Jahre Vorsitzender

.Die Jagdgenossenschaft Großetzenberg zeichnet ihren Vorsitzenden aus, der Durchhaltevermögen und Verantwortungsgefühl hat.

Michael Jobst (links) wird von seinem Stellvertreter Erwin Weigert geehrt. Foto: Neuhoff
Michael Jobst (links) wird von seinem Stellvertreter Erwin Weigert geehrt. Foto: Neuhoff

Laaber.Wenn jemand mehrere Jahre oder sogar Jahrzehnte ein Ehrenamt ausübt, dann kann man sagen, dass er oder sie Durchhaltevermögen und Verantwortungsgefühl in sich vereinigt. Eine solche Persönlichkeit hat die Jagdgenossenschaft Großetzenberg im Markt Laaber mit Michael Jobst in ihren Reihen. Jobst ist seit 45 Jahren Mitglied in der Vorstandschaft der Vereinigung der dortigen Jagdgenossen, und seit 40 Jahren hat der Polzhausener das Amt des 1. Vorsitzenden inne.

Die Jagdgenossenschaft hat Michael Jobst für seine Verdienste um die Gemeinschaft in der letzten Versammlung geehrt. Auch Forstdirektor Erwin Engeßer, als Vertreter des Amts für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten, Regensburg, würdigte die Leistungen von Michael Jobst.

Zweiter Vorsitzender Erwin Weigert beschrieb in einer Laudatio das Lebenswerk des ersten Jagdgenossen. Weigert stellte dabei heraus, dass Michael Jobst das Amt nicht nur „auf dem Papier ausübte“, sondern dass es ihm immer eine Herzensangelegenheit war, sich für die Belange der Waldbesitzer und Landwirte einzusetzen. Diese sähen sich schon lange vor die schwere Aufgabe gestellt, ihren Wald sachgemäß und zukunftsorientiert zu bewirtschaften.

Michael Jobst habe in Verantwortung für den Wald immer versucht, die gesetzliche Vorgabe „Wald vor Wild“ in die Tat umzusetzen, was ihm so manche harsche Reaktion von verschiedenen Seiten eingebracht hat. Als Ergebnis der Bemühungen des 1. Vorsitzenden könne man in den Wäldern im Bereich der Jagdgenossenschaft sagen, dass man Wald und Wild erreicht habe, so Weigert.

Weiter führte der Laudator aus, dass die Trockenperioden der letzten Jahre mit entsprechendem Borkenkäferbefall in den Fichtenwäldern eindringlich vor Augen geführt hätten, wie wichtig Mischwald ist, welcher sich aber nur bei angepasstem Wildbestand herausbilden kann. „Wenn die Naturverjüngung stimmt, stimmt auch der Wildbestand“, so Weigert.

Besonders hob Weigert noch heraus, dass Michael Jobst trotz Kritik sich nie „verbiegen“ habe lassen und immer ehrlich und sachlich gehandelt hätte. Mit „unser Vorsitzender hat dafür unser aller Hochachtung gewonnen“, schloss Weigert seine Rede und überreichte Michael Jobst Präsente.

Tage vorher hatten Jagdgenossen zu Ehren des Vorsitzenden am Höhenweg über dem Labertal eine Tafel aufgestellt und mit folgender Widmung versehen: „Unserem Jagdvorsteher Michael Jobst. Vergelt`s Gott für vier Jahrzehnte unermüdlichen Einsatz für den Wald.“

Auch Erwin Engeßer schlug in dies Kerbe und bestätigte Jobst, dass „durch seinen langen Atem im Revier Großetzenberg eine neue Waldgeneration entstanden sei, die ohne Zaun groß werden kann.“ (lpn)

Ehrung

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