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Soziales

Nachbarschaftsprojekt dient der Inklusion

Ein Bewohner aus dem Haus Bernhardswald mäht für ein älteres Ehepaar Rasen. Den Dienst vermittelten die „Helfenden Hände“.
Von Ralf Strasser

Günther Habermann, Bewohner im Haus Bernhardswald der Barmherzigen Brüder, mäht im Rahmen des Ehrenamtsprojekts „Helfende Hände“ den Rasen bei einem älteren Ehepaar. Foto: Ralf Strasser
Günther Habermann, Bewohner im Haus Bernhardswald der Barmherzigen Brüder, mäht im Rahmen des Ehrenamtsprojekts „Helfende Hände“ den Rasen bei einem älteren Ehepaar. Foto: Ralf Strasser

BERNHARDSWALD.Seit vielen Jahren gibt es das Ehrenamtsprojekt „ZeitGeschenke“ bei den Barmherzigen Brüdern in Reichenbach. Dabei ist es mittlerweile für viele Leute außerhalb der Einrichtung selbstverständlich, Unterstützung in den unterschiedlichsten Angelegenheiten und Aktivitäten des Alltags anzubieten und dadurch die Bewohner der Einrichtung zu unterstützen.

Auch das Haus Bernhardswald, das sich seit 2011 als Wohnheim für Menschen mit Behinderungen in der Vorwaldgemeinde etabliert hat und im Begriff ist, dort ein Wohnheim für Menschen mit Autismus entstehen zu lassen, griff diesen Gedanken vor Ort auf. Die Einrichtung kooperiert mit der Nachbarschaftshilfe „Helfende Hände“, einem Projekt der Gemeinde und der Pfarreiengemeinschaft in Bernhardswald.

Alle Bürger können sich dort melden und Hilfe bei den unterschiedlichsten Dingen des Alltags anbieten. Hilfesuchende wenden sich dann an die Gemeinde, die gegebenenfalls einen Helfer vermittelt. Günther Habermann, Bewohner von Haus Bernhardswald, hat sich dort angemeldet – ganz selbstverständlich und selbstbewusst. Als Hilfsangebot nannte er Tätigkeiten Rund um den Garten. Tatsächlich flatterte jetzt der erste Auftrag ins Haus.

Die Gemeinde fragte per Mail bei ihm an, ob er das Mähen des Rasens bei einem älteren Ehepaar übernehmen könnte. „Ja natürlich“, war seine spontane Reaktion. Kontaktdaten wurden ausgetauscht, ein Termin mit dem Hilfesuchenden wurde von den Betreuern vereinbart. Erster Schritt: Kennenlernen des „Einsatzorts“, der Gerätschaften und Kontakt mit den Hilfesuchenden. „Aus Altersgründen schaffen wir das Rasenmähen nicht mehr alleine“, bedauerte das ältere Ehepaar.

Also rückten Günter Habermann und sein Mitbewohner und Freund Johann Schötz („Zu zweit geht’s bestimmt schneller“) in Begleitung eines Mitarbeiters der Barmherzigen Brüdern mit Rasenmäher, Rechen und viel Motivation an und machten sich ans Werk. Innerhalb einer Stunde glänzte der Rasen im fachmännisch geschorenen neuen Kleid.

Nach getaner Arbeit waren Günther und Johann sichtlich stolz und fragten bei der Hausherrin nach, ob alles passt. „Wir waren ja froh, dass sich jemand gefunden hat, der uns bei dieser Arbeit hilft“, bedankte sie sich bei beiden und bat noch zum Schluss: „Ich würde mich freuen, wenn ihr uns mal wieder helfen könntet.“ Ihr Dank ging auch an die Gemeinde, die den Kontakt hergestellt hat.

Ansprechpartner

Kontakt: Erreichbar ist die Nachbarschaftshilfe „Helfende Hände“ unter Tel. (09407) 9406 20, über das Pfarrbüro Bernhardswald unter Tel. (09407) 2121, Lambertsneukirchen Tel. (09463) 205, Pettenreuth Tel. (09463), 81 21 40, Kürn Tel. (09407) 90148, oder bei der evang. Gemeinde unter Tel. (0941) 38197788.

Internet: ZeitGeschenke: www.barmherzige-reichenbach.de

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