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Donnerstag, 22. Februar 2018 4

Kommunen

Nachdenkliche Töne von Maly

Beim Neujahrsempfang in Donaustauf ist Nürnbergs OB Ehrengast. Er spricht die Zukunftssorgen der Menschen an.
Von Petra Schmid

Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly war heuer der Ehrengast beim Neujahrsempfang des Marktes Donaustauf. Foto: Schmid

Donaustauf.Der Neujahrsempfang des Markts Donaustauf ist seit Jahren eine feste Einrichtung zu Jahresbeginn in der Walhalla-Gemeinde. Heuer feierte er ein kleines Jubiläum: Der Empfang fand nämlich zum zehnten Mal statt. „Ich freue mich, Sie heute wieder zum Neujahrsempfang des Marktes Donaustauf begrüßen zu können“, eröffnete Bürgermeister Jürgen Sommer (SPD) die Veranstaltung. Er sage dies mit einer gewissen Genugtuung, wenn er sich vergegenwärtige, welche „Grummeleien“ der erste Neujahrsempfang in Donaustauf hervorgerufen habe. Der Bürgermeister erinnerte damit an die Querelen mit dem CSU-Ortsverband, die es wegen der Terminierung des ersten Empfangs gegeben hatte. Bis ins Jahr 2009 hatte nämlich nur der CSU-Neujahrsempfang in der Marktgemeinde stattgefunden.

Schön sei, dass der Neujahrsempfang des Marktes mittlerweile über alle Parteigrenzen hinweg anerkannt sei, erklärte der Bürgermeister. So habe man bereits eine Reihe bekannter Redner gewinnen können, beispielsweise Landtagspräsidentin Barbara Stamm, IHK-Präsident Peter Esser, Bischof Rudolf Voderholzer oder den Politexperten Prof. Dr. Heinrich Oberreuter im vergangenen Jahr. Auch in diesem Jahr sei es gelungen, einen hochkarätigen Festredner und Kommunalexperten zu gewinnen – Dr. Ulrich Maly, Oberbürgermeister von Nürnberg und Vize-Präsident des Deutschen Städtetages, kündigte Sommer den Ehrengast an.

Zukunftssorgen Ernst nehmen

In seiner Rede beschäftigte sich der Gast zunächst mit dem Ergebnis der Bundestagswahl. Seit der Finanzkrise würden alle Parameter dafür sprechen, dass es Deutschland gut gehe. Die Konsumlaune der Deutschen sei gut und zusammen mit den Chinesen sei Deutschland Export-Weltmeister. Eigentlich habe man bei der Wahl von einem Selbstläufer ausgehen können, aber der Ausgang sei ja bekannt, so Maly. Nun müsse man die Gründe für die Unzufriedenheit der Bürger in den Blick nehmem. Zwar seien die Menschen laut einer Umfrage allgemein zufrieden, jedoch findet jeder Zweite, dass die Güter ungerecht verteilt seien, hob er hervor. Wie passe es zusammen, dass man zwar im Wohlstand lebe, aber die Welt als immer ungerechter empfinde, fragte er. Die Menschen plage die Sorge um die Zukunft ihrer Kinder und Enkel, machte er deutlich. Er selbst sei relativ sorglos aufgewachsen, erklärte Maly. „Die Welt unserer Kinder ist bei weitem nicht mehr so sorglos wie unsere“, betonte er. „Die Menschen wollen sich in ihrer Heimat wohlfühlen“, hob er hervor. Abschließend wünschte der Festredner Glück, Gesundheit und Optimismus. Der Optimist habe zwar auch nicht immer Recht, aber er lebe glücklicher, sagte er augenzwinkernd.

Parteien arbeiten gut zusammen

Regensburgs Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer und der stellvertretende Landrat Willi Hogger lobten die Zusammenarbeit des Marktes Donaustauf mit der Stadt Regensburg und dem Landkreis. Zuvor hatte Bürgermeister Sommer in seiner Neujahrsansprache auf die Ereignisse des Jahres 2017 zurückgeblickt und hervorgehoben, dass durch die Zusammenarbeit aller drei Parteien im Marktrat eine ganze Menge geschafft worden sei. Abschließend richtete er seinen Blick auf die Aufgaben 2018. Unter anderem sind dies der Anbau an die Kinderkrippe, Planungen für die Sanierung der Alten Schule sowie der Neubau eines Mehrzweckgebäudes des SVD.

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