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PFATTER

Nachwuchs für den weißen Sport begeistern

Wie animiert man Kinder und Jugendliche zum Tennisspielen?

Emilian macht erste Erfahrungen mit dem Tennis.  Foto: lbb
Emilian macht erste Erfahrungen mit dem Tennis. Foto: lbb

PFATTER.Diese Frage beschäftigt Tennis-Abteilungsleiterin Petra Fuchs vom SV Pfatter seit geraumer Zeit. „Wir haben zwar 40 Mitglieder in der Abteilung, von denen ungefähr 25 regelmäßig Tennisspielen, aber so gut wie keinen Nachwuchs in unseren Reihen. Das Durchschnittsalter steigt deshalb jedes Jahr kontinuierlich an, weil wir keine Kinder für diese Sportart begeistern können“, sagt sie.

Damit man in ein paar Jahren nicht vor der Tatsache steht, die Abteilung auflösen zu müssen, wurde sie jetzt aktiv. „Wir versuchen, die Kinder und Jugendlichen mit einem jungen und attraktiven Tennis-Trainer und einem Schnuppertraining zu motivieren“, erklärt Petra Fuchs im Gespräch mit dem Wörther Anzeiger.

Große Hoffnungen setzt man deshalb auf Andy Prechtl, Trainer mit C-Lizenz. Der gebürtige Burglengenfelder bringt viel aktive Spielerfahrung in der Landesliga und in der zweiten Bundesliga bei den Vereinen in Weiden, Wernberg-Köblitz, Burglengenfeld und Nürnberg mit. „Ich habe selbst im Alter von sechs Jahren mit dem Tennisspielen begonnen und kann mich gut in die Kinder hineinversetzen“, versichert der Sportler. Während seines Studiums, bei dem er immer wieder in der Tennisschule Breakpoint in Kümmersbruck als Trainer mitgewirkt hatte, sammelte er zudem bei mehreren Tennis-Camps mit Kindern und Jugendlichen viel Erfahrung. Er berücksichtigt, dass es bei Kleinkindern noch gar nicht auf das eigentliche Tennisspielen ankommt.

„Es ist ganz wichtig, ihnen die Augen-Hand-Koordination durch motorische Übungen bei Koordinationsläufen in einem kleinen Parcours zu lernen. Hier eignet sich eine Koordinationsleiter beim Warmmachen oder das Zielschießen des Balls durch kleine Tore“, erklärt der Trainer. Erst nach etwa zwei Jahren fängt das eigentliche Tennisspielen an. Erst später rückt die Technik in den Fokus. Andy Prechtl nutzt spezielle Bälle.

Die siebenjährige Emma und der neunjährige Emilian rollen schon gekonnt und konzentriert die Bälle mit ihren Schlägern durch einen Parcours, um diesen beim Zielrollen durch ein Tor zu treffen. Nach der Trainingseinheit mit den Jüngsten freuen sich schon die fünf jugendlichen Mädchen, mit dem Profi Schlagtechniken zu üben. „Versucht, die Bälle zuerst alle mit der Vorhand der Linie entlang zu schlagen“, gibt er Tipps.

Mit einem ähnlichen Konzept wie es der SV Pfatter jetzt angeht, brachte bereits der TV Geisling wieder viele Kinder zum Tennisspielen. (lbb)

Tennis

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