mz_logo

Landkreis
Sonntag, 19. August 2018 32° 2

Entwicklung

Neubaugebiet: Thalmassing will wachsen

Ein neues Baugebiet mit Supermarkt und Pflegewohnheim soll zur besseren Versorgung der Gemeinde beitragen.
Von Julia Falk

Das neue Baugebiet soll an der Hausingerstraße Richtung Neueglofsheim auf der rechten Seite entstehen.  Foto: Julia Falk
Das neue Baugebiet soll an der Hausingerstraße Richtung Neueglofsheim auf der rechten Seite entstehen. Foto: Julia Falk

Thalmassing.Die Gemeinde Thalmassing soll wachsen. Die Firma Helu Immobilien GmbH entwickelte einen Bebauungsplan für das Baugebiet an der Hausingerstraße Richtung Neueglofsheim. In der letzten Gemeinderatssitzung erläuterte Geschäftsführer Ludwig Hetzenegger seinen Entwurf ausführlich. Für Diskussion sorgte der Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses.

„Eine gute Basis für das Projekt“

Hetzenegger stellte sein Projekt Baugebiet Thalmassing mit Supermarkt und betreutem Wohnen öffentlich vor, denn Bürgermeister Helmut Haase war es wichtig, die Bürgerinnen und Bürger auf dem Laufenden zu halten. Viele Menschen in der Gemeinde wünschen sich eine Einkaufsmöglichkeit am Ort, die bei diesem Projekt mit einer Bäckerei und einem Café verwirklicht werden soll. Gegenüberliegend wird die Möglichkeit für Praxen oder Kanzleien geboten.

Des Weiteren werden vier Gebäudeblocks, je 400 Quadratmeter, gebaut, die einem Pflegewohnheim mit betreutem Wohnen dienen sollen. Helu plant zehn Doppelhaushälften ein, die privat vermietet werden können. Die zusätzliche Fläche ist für eine lockere Bebauung von Einfamilienhäusern vorgesehen. Auf die Frage des Freien Wählers Raffael Parzefall, was das nächste Vorgehen sei, antwortete Haase: „Ziel ist es, erst mal den Flächennutzungsplan zu erstellen. Der Wille ist auf jeden Fall im Gemeinderat da und das ist eine gute Basis, das Projekt vorwärtszubringen.“ Auch Aktiver Bürger Richard Wild wollte mehr über das betreute Wohnen wissen. Es werden vier Gebäude errichtet und jeweils zwei davon sind zusammengeschlossen.

Ein Block soll ein betreutes Wohnen und der andere eine Fest-/Tagespflegeeinrichtung, die zusammenarbeitet mit dem betreuten Wohnen, werden. Aktiver Bürger Hans Biener bemängelte allerdings, dass laut Entwurfsplan das Pflegeheim direkt neben der Straße läge. Hetzenegger erklärte, dass leider ein anderer Ort dafür nicht möglich sei, denn man würde das Nachbarsgrundstück benötigen und dies stehe gerade noch nicht zur Verfügung.

Die Wahl des Standortes zum Neubau eines Feuerwehrgerätehauses führte zu Diskussionen. Der Bürgermeister zeigte eine Präsentation des Architekten, der eine Standortanalyse durchführte. Es wurden zwei potenzielle Standorte untersucht, die jetzige Feuerwehr und der Bauhof. Jeweils wurden weitere Varianten vorgestellt, ob ein Teilabriss oder ein kompletter Neubau sinnvoll wäre. Die Gemeinderäte hatten sich bereits zuvor mit den Varianten auseinandergesetzt und sind zu dem Entschluss gekommen, dass, wenn man das Projekt startet, nur die Variante eines kompletten Abrisses des Bauhofes mit einem Neubau möglich sei.

Gerätehaus wird teurer

Die Feuerwehr könne während des Neubaus auf ihrem jetzigen Grundstück bleiben. Freier Wähler Dietmar Breu äußerte große Sorgen zwecks der gestiegenen Kosten: „An der Willensfrage scheitert es nicht, aber wir haben auch die Verpflichtung, als Gemeinderat zu haushalten.“ Ursprünglich waren 1,4 Millionen Euro für das Gerätehaus vorgesehen und jetzt sei man bereits bei 2,1 Millionen Euro. Der Gemeinderat beschloss, mit der Variante des Neubaus am Bauhofgrundstück fortzufahren, allerdings erst, wenn der erforderliche Kostenrahmen feststehe und die Finanzierung gesichert sei.

Weitere Beschlüsse

  • E-Car:

    Der Gemeinderat stimmte für eine Errichtung einer Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Die Rewag lieferte hierzu ein kostenloses Angebot für zwei Jahre, wobei die Gemeinde ca. 1000 Euro für die Anbringung zusteuern muss. Der Standort, wo die beiden Parkplätze hinkämen, wird je nach Kostenaufwand festgelegt.

  • Zuschuss:

    Wolkering stellte einen Zuschussantrag von 3200 Euro zur Anschaffung eines Beförderungsfahrzeuges. Haase schlug vor, 1900 Euro beizusteuern. Parzefall hingegen stellte einen Antrag von 2500 Euro, da man karitative Zwecke unterstützen sollte. Der Antrag wurde abgelehnt und somit tritt Haases Vorschlag in Kraft.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht