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Projekt

Neue Attraktion am Hermannsberg

In Wiesent wurde der Franziskusweg eingeweiht. Fünf Künstler spüren dort dem Leben des Heiligen nach.
Von Theresia Luft

Segnung des Franziskuswegs: der evangelische Pfarrer Hasso von Winning, sein katholischer Kollege Franz Matok und die geladenen Ehrengäste am Herrmannsberg in Wiesent. Foto Theresia Luft
Segnung des Franziskuswegs: der evangelische Pfarrer Hasso von Winning, sein katholischer Kollege Franz Matok und die geladenen Ehrengäste am Herrmannsberg in Wiesent. Foto Theresia Luft

Wiesent.Das Bildungshaus Hermannsberg der Katholischen Jugendfürsorge (KJF) in Wiesent, hoch über dem Donautal gelegen, ist um eine Attraktion reicher: Der neu gestaltete und im Kernbereich barrierefreie Franziskusweg erhielt den kirchlichen Segen und wurde offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Das Projekt, es besteht aus fünf unterschiedlichen Kunstwerken, die den Sonnengesang und die Schöpfung des heiligen Franziskus zum Thema haben, wurde durch das EU-Förderprogramm Leader plus ermöglicht und erhielt 50 Prozent Förderung. Bereits der Bau der Begegnungsstätte auf dem Hermannsberg im Jahr 2006, die Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung bietet, wurde durch das Leader-Programm gefördert.

Kunst aus Metall, Glas und Holz

Fünf moderne Kunstwerke aus Metall, Glas und Holz wurden von den Künstlern Tone Schmid, Ursula Merker, Tom Kristen, Andreas Kuhnlein (er war bei der Einweihung nicht vor Ort) und Helmut Wolf geschaffen. Bei der Eröffnungsrede betonte KJF-Direktor Michael Eibl, dass man keinen besseren Ort als auf dem Hermannsberg in Wiesent für den Franziskusweg hätte finden können. „Es ist uns wichtig, einen Ort des gelebten Glaubens geschaffen zu haben, dessen Werte weiterzugeben und auch zum Nachdenken anzuregen“, so Eibl, der dem Landkreis für die professionelle Unterstützung dankte.

Die Künstler und ihre Kunstwerke (klicken oder tippen Sie auf das Bild und erfahren Sie mehr!):

Für Direktor Eibl bietet der Franziskusweg eine besondere Spiritualität. Eine Jury wählte vor gut einem Jahr, im Juli 2017, die Kunstwerke aus. Eigentlich waren nur vier verschiedene Stationen angedacht, aber da alle fünf eingereichten Vorschläge die Jurymitglieder begeisterten, wurde entschieden, fünf Kunstwerke in den Franziskusweg einzufügen. Dazu gehört ein Rundweg mit eben vier Stationen in der Nähe des Bildungshauses mit einem Pavillon, der zum Verweilen einlädt. Mit etwas Abstand, 300 Meter bergab Richtung Wiesent, steht die fünfte Skulptur. Außerdem gibt es eine Infotafel zu den Kunstwerken – zusätzlich in einfacher Sprache.

Die Künstler trafen sich am Hermannsberg, suchten die Plätze für ihre Werke aus und hatten sich untereinander abgestimmt. Es entstanden fantastische Werke, geriet Eibl ins Schwärmen. Weitere Unterstützung gab es vom Rotary Club Straubing. Er spendete eine Baumallee, die am Franziskusweg gepflanzt wurde. Damit wurde ein besonderes Flair geschaffen und die Gäste der Bildungsstätte können beispielsweise in der Pause einen Rundgang durch den Franziskusweg machen, der Inspiration nachspüren und ihn als Besinnungsweg nutzen, um sich in die Spiritualität des heiligen Franziskus, der die Schöpfung in seinen Sonnengesang pries, einzufühlen.

Hans Horn, Geschäftsführer der KJF-Werkstätten ging auf die Talente der Künstler und die der Menschen mit Behinderung, die am Hermannsberg einen Arbeitsplatz gefunden haben und dadurch ebenso ihre Talente einsetzen können, ein: zum Beispiel in der Hauswirtschaft im Bildungshaus oder in der angegliederten Landwirtschaft.

Besondere Atmosphäre am Berg

Hans Dechant, stellvertretender Landrat zeigte sich von der gelebten Inklusion, dem neu gestalteten Franziskusweg und der besonderen Atmosphäre am Hermannsberg beeindruckt. „Gerade in unserer getakteten Zeit ist es wichtig, sich eine Auszeit zu nehmen und das ist mit dem Franziskusweg recht gut gelungen“, so Dechant. Des Weiteren erläuterte er das Leaderprogramm und sprach von 3 Millionen Euro Förderungen, die in 55 Projekten investiert wurden.

Im Anschluss daran segneten Pfarrer Franz Xaver Matok, katholischer Pfarrer der Gemeinde Wiesent und Hasso von Winning, evangelischer Pfarrer, den Franziskusweg. Herbert Tausendpfung, Mitarbeiter der KJF und Aufsichtsrat der Werkstatt GmbH findet, dass der Franziskusweg toll geworden ist und die Franziskus-Figur aus Holz am beeindruckendsten. „Es ist bemerkenswert wie aus einem Eichenstamm vom Künstler mit der Motorsäge die Gesichtszüge so gut ausgearbeitet werden können“.

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