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Samstag, 23. Juni 2018 18° 4

Segnung

Neue Turnhalle begeistert alle

Lang hat’s gedauert – jetzt ist die Schulturnhalle eingeweiht. Die Schüler gestalteten ein abwechslungsreiches Programm.
Von Martina Neu

Matthias Strießl hatte für die Mitglieder des Schulverbandes Bälle mit dabei. Foto: Neu
Matthias Strießl hatte für die Mitglieder des Schulverbandes Bälle mit dabei. Foto: Neu

KALLMÜNZ. „Und wie gefällt Euch Eure neue Turnhalle?,“ fragte Landrätin Tanja Schweiger die Schüler der Johann-Baptist-Lassleben Grund- und Mittelschule. Lautstark kam die Antwort: gut, hervorragend und bestens. Das freute die Landrätin sichtlich, denn schließlich habe dieses Bauwerk alle Beteiligten die letzten Jahre immer wieder beschäftigt. Es war kein einfacher Weg für die Mitgliedsgemeinden des Schulverbandes Duggendorf, Holzheim, Kallmünz und Wolfsegg, eine so große Investition zu tätigen und die Übergangszeit zu organisieren. Geschäftsführer Matthias Strießl vom Architekturbüro Haneder & Kraus, das für die Planung und Bauüberwachung zuständig war, ließ die Bauzeit aus sportlicher Sicht mittels eines Fußballspiels Revue passieren. Er erzählte vom ersten Foul, das kurz nach Anpfiff erfolgte: Die alte Dachkonstruktion musste aufwendig zurückgebaut werden. Das 1:0 waren der Einbau der Außenelemente und die Fertigstellung des Daches im Mai 2017. Bald folgte mit der Installation der Haustechnik das 2:0. Im August war dann mit dem Anstrich der Außenfassade das 3:0 fällig. Das 3:1 folgte prompt im September: Die Luftfeuchtigkeit in der Halle war für den Einbau des Bodens zu hoch. Nachdem diese Hürde geschafft war, konnte man an die Trockenbau-, Maler- und Fliesenarbeiten gehen. Die Außenzugänge und der Einbau der Sportgeräte führten zum Endstand von 4:1 und die Halle konnte für den Sport freigegeben werden. Als Geschenk hatte Strießl Bälle dabei und bedankte sich bei den Beteiligten für die Zusammenarbeit und, dass dieses Projekt unfallfrei über die Bühne ging.

Wertschätzung für Region

Schulamtsdirektor Klaus Dierl sagte, dass Baumaßnahmen im Schulbereich immer auch Ausdruck von großer Wertschätzung seien und zugleich auch Gradmesser für den Stellenwert von Bildung, die der Schule entgegengebracht werden. Mit dieser Investition für diese neue Turnhalle wurden Zeichen in Richtung Zukunft gesetzt. Zum einen für die Stärkung der ländlichen Gemeinde, denn die Schule am Ort ist auch ein Standortfaktor. Sie bedeutet mit ihren kurzen Wegen Geborgenheit, Nähe und Vertrautheit für die Kinder. Zum anderen trägt die Turnhalle zur Stärkung von Sport und Bewegung und damit der Gesunderhaltung der Bewohner bei. Mit der feierlichen Inbetriebnahme der neuen Halle erfährt die Kallmünzer Schule eine kräftige Stärkung, die deutlich in die Zukunft weist. Schulverbandsvorsitzender und Kallmünz‘ Bürgermeister Ulrich Brey erinnerte an die Zeit, als die Turnhalle als kälteste Halle der Oberpfalz bekannt war und ein Schul- und Vereinssport unmöglich war.

Das Programm

  • Musik:

    Musikalisch wurden die Gäste mit „Rock me“ auf bairisch von Sandra Stadlbauer und den Schülern eingestimmt.

  • Tanz:

    Tanzvorführungen lockerten die Einweihung auf.

  • Gliederung:

    Als „Nummerngirls“ fungierten die Erstklässler.

  • Reaktion:

    Die Gäste waren begeistert und spendeten viel Applaus.

  • Einweihungsfeier

Bereits im Mai 2013 beschloss das Gremium, ein Sanierungskonzept erarbeiten zu lassen. Es standen mehrere Varianten zur Auswahl von der Sanierung über den Abriss mit Neubau hin zur Sanierung mit Erweiterung. Nachdem die Genehmigungsbehörde feststellte, dass aufgrund der Schülerzahlen nur eine Einfachturnhalle förderfähig sei, beschloss man, auch nur diese zu sanieren und an der Größe der bestehenden Halle festzuhalten. Herausgekommen ist eine Halle, die dem Stand der Technik entspricht und alle Voraussetzungen für den Schul- und Vereinssport mitbringt. Die Halle schlug mit rund 3,1 Millionen Euro zu Buche.

Halle bietet viele Möglichkeiten

Schulleiter Dr. Josef Igl blickte nicht zurück, sondern nach vorne. Diese Halle biete für die Schule, Vereine und Kommunen ein riesiges Potenzial. Man könne hier Theaterveranstaltungen, Konzerte, Selbstbehauptungskurse, Rückenschule und vieles mehr anbieten. Der Vereinssport könne zum Beispiel durch Rollschuhfahren erweitert werden. Die zusätzlichen Räume könnten zur Mittags-, Hausaufgaben-, Nachmittags- oder Ferienbetreuung genutzt werden. Mit dem Ensemble Turnhalle, Sportaußengelände, Pausenhofwiese, Tischtennisfläche und Großschachfeld wäre auch ein Sportcamp denkbar. Die Geistlichen Pfarrer Andreas Giehrl und Pfarrer Gottfried Troebs erteilten dem Bauwerk den kirchlichen Segen. Nach der offiziellen Zeremonie konnten die Gäste die Turnhalle in Augenschein nehmen.

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