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Kirche

Neuer Seelsorger für zwei Pfarreien

Pater Johnson Varakaparambil verlässt Ende Juli Hohenschambach und Aichkirchen. Sein Nachfolger ist Manfred Seidl.
Von Alfons Beil

Pater Johnson Varakaparambil und sein Nachfolger Manfred Seidl freuen sich auf ihre neuen Aufgaben. Foto: Beil
Pater Johnson Varakaparambil und sein Nachfolger Manfred Seidl freuen sich auf ihre neuen Aufgaben. Foto: Beil

Hohenschambach.Am 30. Juli verlässt Pater Johnson Varakaparambil die Pfarreien Hohenschambach und Aichkirchen. Er wurde zurück nach Indien berufen. Auch sein Nachfolger wurde bereits bestimmt. Pfarrer Manfred Seidl ist ab 1. September Seelsorger für die beiden Pfarreien.

Die Mittelbayerische sprach mit den beiden Geistlichen, die sich vor kurzem mit den Kirchenvorständen und Pfarrgemeinderäten beider Pfarreien trafen. Pater Johnson Varakaparambil trat mit 15 Jahren in das Kloster Hl. Theresia vom Kinde Jesu in Indien in Kerala ein. Nach dem Abitur und dem Noviziat studierte er drei Jahre lang Philosophie und dreieinhalb Jahre Theologie an der Universität. Nach einem weiteren Jahr Praktikum erfolgte 1999 die Priesterweihe im Kloster.

Zeit in Deutschland

Pater Johnson war dann drei Jahre als Priester in Indien tätig. Nach dieser Zeit kam er ins Bistum Augsburg und erhielt nach seiner Kaplanzeit eine Pfarrstelle. In diesem Bistum wirkte er elf Jahre lang. Die letzte Pfarrstelle war Aitrang bei Kaufbeuren.

Im September 2015 übernahm er dann die Pfarreien Aichkirchen und Hohenschambach. Zum 30. Juli verlässt nun Pater Johnson die beiden Pfarreien mit etwas Wehmut, denn er wurde in Hohenschambach und Aichkirchen herzlichst aufgenommen.

Bis 2015 war Harald Schäfer Pfarrer in Aichkirchen.  Foto: Beil
Bis 2015 war Harald Schäfer Pfarrer in Aichkirchen. Foto: Beil

Beide Gremien Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung der beiden Pfarreien haben während der drei Jahre gut mit gearbeitet und es hat alles wunderbar geklappt, sagte Pater Johnson. Auch an der Schule in Hemau hielt Pater Johnson Religionsunterricht.

Seine Ordensgemeinschaft in Indien hat 400 Priester, die weltweit tätig sind. Die Organisation dafür ist in vier Provinzen eingeteilt. Ende Februar war die Provinzwahl, wo alle drei Jahre die Provinzials gewählt werden. Bei dieser Wahl wurde Pater Johnson von seinen Brüdern zum Vize-Provinzial gewählt. Er hat nun die Aufgabe der Verwaltung in einer der vier Provinzen zu übernehmen.

Schwerpunkt dabei ist die Mission und pastorale Betreuung der Priester die in verschiedenen Ländern, wie zum Beispiel in Papa-Neuguinea, Tansania, Kenia, Nordindien, Deutschland, Frankreich und in der Schweiz tätig sind. Er übernimmt nun eine ganz andere Aufgabe als bisher, und wird künftig viel in der Welt unterwegs sein. Welche Aufgabe auf ihn nach ablauf der dreijährigen Amtszeit wartet, steht erst danach fest. Ob er wieder nach Deutschland kommt, ist dabei ebenfalls offen.

Am 1. September 2018 kommt Pfarrer Manfred Seidl als neuer Seelsorger für die Pfarreien Hohenschambach und Aichkirchen auf den Tangrintel. Er ist in Ingolstadt geboren und wuchs in Winden am Aign in der Gemeinde Reichertshofen auf. Nach den Schulabschlüssen studierte er zunächst Elektrotechnik an der Technischen Universität in München. Da ihn der Priesterberuf schon immer fasziniert hat, begann er das Theologiestudium an der Universität in Regensburg. Die Priesterweihe erhielt er dann 1998 im Dom zu Regensburg.

Wechsel in die Pfarrei

Vier Jahre war Pfarrer Manfred Seidl Kaplan in Neustadt an der Donau, bevor er für weitere zwei Jahre nach Landshut St. Nikola wechselte. Im September 2004 übernahm er die Pfarrstelle St. Josef in Mietraching mit der Expositur Greising. Beide Orte sind Stadtteile von Deggendorf. Mietraching gehört zum Dekanat Deggendorf-Plattling ebenfalls im Bistum Regensburg. Nun zum 1. September wechselt er nach 14 Jahren und übernimmt die Seelsorger der Pfarreien Hohenschambach und Aichkirchen.

Er freue sich schon auf die neue Aufgabe und wünsche sich eine konstruktive Zusammenarbeit mit den Gremien beider Pfarreien. Pfarrer Manfred Seidl will eventuell sein Klavierspielen wieder beleben, so weit es ihm die Zeit erlaubt.

Das sagen die Kirchenpfleger

  • Andreas Ehrl, Kirchenpfleger Aichkirchen:

    „Ich und die ganze Pfarrei bedauern und finden es sehr schade das Pater Johnson zurück nach Indien zu seinem Orden muss. Seit seinen Amtsantritt vor drei Jahren war er immer Ansprechpartner für die ganzen Pfarrangehörigen, die ihn alle sehr schätzen. In der Verwaltungsarbeit der Pfarrei war er immer präsent und hatte ein offenes Ohr für alle Belange. Als Kirchenpfleger hatte ich noch nie so einen humorvollen, freundlichen, positiven und christlichen Menschen kennengelernt.

  • Johann Pöllinger, Kirchenpfleger Hohenschambach:

    Vor drei Jahren waren wir überrascht, dass wir so schnell wieder einen Seelsorger erhalten haben. So manche Skeptiker wurden eines besseren belehrt, denn zwischenzeitlich ist Pater Johnson sehr beliebt in der Pfarrei. Auch am Vereinsleben zeigt er großes Interesse und kommt gerne zu den Veranstaltungen. Wir hätten keinen besseren Pfarrer bekommen können. Wir freuen uns auf seinen Nachfolger, Pfarrer Manfred Seidl, und wünschen uns eine gute Zusammenarbeit.

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