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Kommunalpolitik

Ökostrom ist Pfakofen vorerst zu teuer

Gemeinderat stimmte für Gründung einer interkommunalen „Gigabitgesellschaft“ zur Verbesserung des Breitbandausbaus.

Ökostrom aus regenerativen Energiequellen mag der Gemeinderat Pfakofen vorerst nicht beziehen. Foto: Stefan Sauer/dpa

Pfakofen.Klimawandel hin oder her – Pfakofen will keinen Ökostrom. Mit 8:3 Stimmen entschied sich der Gemeinderat in der Dezember-Sitzung dafür, in den nächsten Jahren weiterhin herkömmlich produzierten Strom zu beziehen. Die nun folgende Ausschreibung für die Strombeschaffung gilt für die Lieferjahre 2020 bis 2022.

Laut Monika Gmeinwieser, Leiterin der VG-Geschäftsstelle in Alteglofsheim verbrauchte die Gemeinde im vergangenen Jahr rund 300 000 Kilowattstunden Strom für rund 56 000 Euro. Der größte Verbrauch fiel für die Kläranlage an mit rund 140 000 Kilowattstunden, die Straßenbeleuchtung schlug mit rund 80 000 Kilowattstunden zu Buche.

Ein Umstieg auf Ökostrom, also Strom aus regenerativen Energien, hätte die Kommune laut Gmeinwieser Mehrkosten von rund 900 Euro beschert – im Jahr. Lediglich Bürgermeister Reinhold Winter, eine Gemeinderätin und ein Gemeinderat sprachen sich für die umweltfreundlichere Variante aus.

Neben einigen privaten Bauangele-genheiten befasste sich der Gemeinderat außerdem mit der Idee einer noch zu gründenden interkommunalen „Gigabitgesellschaft“, die auf Landkreisebene den Ausbau des Breitbandnetzes und die Verbesserung des Mobilfunknetzes besser vorantreiben könnte als die einzelnen Gemeinden für sich genommen. Der bisherige Breitbandausbau habe gewisse strukturelle Probleme offenbart, so Bürgermeister Winter. So hätten beispielsweise die Glasfaser-Verlegearbeiten nicht ausreichend überwacht werden können, so dass auch viele Straßenschäden entstanden seien. „Und zum Nachbessern bringt man keinen her“, beklagte sich Winter.

Eine fachkundige Unterstützung der Gemeinde sei daher wünschenswert, um den bevorstehenden Herausforderungen beim weiteren Ausbau der Netze adäquat begegnen zu können. Der Gemeinderat folgte dieser Argumentation und bezeugte einstimmiges Interesse an der Gründung einer interkommunalen „Gigabitgesellschaft“. (lms)

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