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Aktion

Offene Gartentüren in Wiesent

Inspiration aus der Natur: Sieben Gärten und der Schulpark stehen am Sonntag, 24. Juni, allen Besuchern offen.
Von Theresia Luft

Die stellvertretende OGV-Kreisvorsitzende und Wiesents Bürgermeisterin Elisabeth Kerscher, Maria Stadler, OGV-Kreisgeschäftsführerin Stephanie Fleiner, und Wiesents OGV-Vorsitzender Konrad Seilbeck (von links)Foto: Theresia Luft
Die stellvertretende OGV-Kreisvorsitzende und Wiesents Bürgermeisterin Elisabeth Kerscher, Maria Stadler, OGV-Kreisgeschäftsführerin Stephanie Fleiner, und Wiesents OGV-Vorsitzender Konrad Seilbeck (von links)Foto: Theresia Luft

Wiesent.Den Tag der offenen Gartentür richtet am Sonntag in Wiesent der OGV Kreisverband Regensburg in Zusammenarbeit mit dem OGV Wiesent aus. Es ist ausdrücklich erwünscht, in den Gärten zu flanieren, sich zu unterhalten und auch Fachgespräche zu führen. Die Besucher sollen sich inspirieren lassen und eventuell Anregungen für den eigenen Garten mit nach Hause nehmen.

Die Gärten strahlen die unterschiedlichsten Reize aus. Vom klassischen Bauern-Garten mit Gemüsebeeten, über wunderschöne Baumbestände, integrierte Wasserläufe oder kleine Teiche bis hin zum Garten mit toskanischem Flair können die Besucher vieles erleben und entdecken. Jeder Garten strahlt sein persönliches Flair aus und ist von seinen Besitzern mit liebevollen Details zu dem gediehen, was am Sonntag den Gartenliebhabern gezeigt wird.

Fleiner: „Wahre Kleinode“

Bereits seit 20 Jahren bietet der Kreisverband Regensburg in Kooperation mit jeweils einem örtlichen OGV diese Aktion an. Immer am letzten Juni-Sonntag laden sie zum Tag der offenen Gartentür, heuer bereits zum 21. Mal, wie Kreisgeschäftsführerin Stephanie Fleiner erklärte. Sie freut sich, dass die einzelnen Gartenbesitzer sich bereiterklärten, am Tag der offenen Gartentür ihre Gärten für alle zu öffnen.

„Es sind wahre Kleinode, die zu sehen sind. Jeder Garten ist für sich ein Höhepunkt und wieder ganz anders als im vergangenen Jahr in Sinzing. Da gab es eher stadtnahe Gärten zu bewundern und in Wiesent ist heuer der dörfliche Charakter vorrangig“, wie die Gartenfachfrau sagte.

Diese Gärten in der Region haben am Sonntag geöffnet:

Sieben Gärten und der Schulpark laden dazu ein. Der OGV Wiesent mit seinem Vorsitzenden Konrad Salbeck hat mit dem Kreisverband einen Rundweg erarbeitet. Die Infostation mit Mitgliedern des OGV Wiesent steht am Schlossplatz, dort beantwortet man den Besuchern gerne Fragen zum Thema Garten und gibt auch weitere Infos. Darüber hinaus bietet der Wiesenter OGV eine Foto-Ausstellung im Bürgerhaus an der Bahnhofstraße an und präsentiert seine Aktivitäten der vergangenen Jahre.

Bereits seit 1907 gibt es in der Gemeinde Wiesent den OGV, er ist mittlerweile auf 300 Mitglieder angewachsen. Wichtig ist den Wiesenter Mitgliedern die Erhaltung eines intakten Naturhaushalts, der sich in ihren Gärten und öffentlichen Flächen widerspiegelt. Aber auch der dörfliche Charakter der Gemeinde soll erhalten bleiben. Zudem ist der OGV fest ins Dorfleben integriert und bietet für alle ein vielfältiges Jahresprogramm an.

Mit Vorträgen, Führungen und Kursen zu den Themen Garten, Natur und Pflanzen sowie Kinderaktionen und Vereinsausflügen mit fachlichen Hintergrund ist der OGV breit aufgestellt. Daneben kümmern sich die Mitglieder um zwei Streuobstwiesen und verleihen Gartengeräte, wie Vorsitzender Seilbeck erklärte, der sehr stolz ist, den Aktionstag nach Wiesent geholt zu haben. Vorab besuchte Elisabeth Kerscher, stellvertretende Kreisvorsitzende und Wiesenter Bürgermeisterin, die einzelnen Gartenbesitzer und übergab jeweils ein Gästebuch, in dem sich die Gartenbesucher eintragen können, sowie ein Hinweis-Schild für die Gartentür. Außerdem sicherte sie bei Bedarf die Unterstützung der Gemeinde zu.

Der erste Garten von Maria und Franz Stadler gehört zum gewachsenen Ortskern von Wiesent, wie Kerscher erklärte. „Wir präsentieren Gärten, die im gewachsenen Ortskern liegen, genauso wie in Neubausiedlungen oder Siedlungen, die bereits vor über 30 Jahren entstanden. Jedes Gebiet und jeder Garten hat seinen eigenen Charakter“, so Kerscher.

Den Garten bewundert

Für Maria Stadler ist es eine Ehre, ihre Gartentür zu öffnen. Sie freut sich jedes Mal, wenn jemand vorbei geht und über den Gartenzaun ihren Garten bewundert. „Es macht mir unbändig Spaß, im Garten zu arbeiten. Mein Mann hilft gerne mit und unsere Jungen genießen mit ihren Kindern den Garten. Wir machen es einfach, wie es uns gefällt, haben ein schönes Schattenplätzchen zum Hinsetzen und für die Kinder einen Spielbereich. Und die Blumen gehen jedes Jahr von selber auf“, beschreibt die Gartenliebhaberin ihr Kleinod, das mit viel Liebe zum Detail gestaltet wurde.

Bei Familie Mirbauer ist für Fachgespräche der Mann zuständig, wie seine Frau schmunzelnd sagte. Beide freuten sich über das Lob von Kerscher für die Pflege der öffentlichen Flächen vor ihrem Anwesen. Und extra für die Gartenbesitzer, die ihre Gärten für die Allgemeinheit öffnen, bietet der OGV-Vorsitzende einen Abend an, an dem sie dann die Gärten der anderen besichtigen können, da sie ja am Sonntag nicht die Möglichkeit haben.

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