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Verwaltung

Rathaus Sinzing: Anbau ist eröffnet

Die Gemeinde ist ihrem Ziel, den Bürgern eine funktionelle Rathausanlage zu bieten, einen Schritt näher gekommen.
Von Gertraud Pilz

Landrätin Tanja Schweiger, Bürgermeister Patrick Großmann (Mitte) und Architekt Manfred Blasch durchschneiden das Band am neuen Erweiterungsbau. Die Geistlichen Bernhard Reber (links) und Dr. Manfred Müller sehen zu. Foto: Pilz
Landrätin Tanja Schweiger, Bürgermeister Patrick Großmann (Mitte) und Architekt Manfred Blasch durchschneiden das Band am neuen Erweiterungsbau. Die Geistlichen Bernhard Reber (links) und Dr. Manfred Müller sehen zu. Foto: Pilz

Sinzing.Nach dem Motto: „Erstes Etappenziel erreicht“ verlief die Segnung und offizielle Inbetriebnahme des Erweiterungsbaus des Sinzinger Rathauses. Die Feierstunde eröffnete mit kräftigen Blasmusikklängen die Blaskapelle Viehhausen, bevor Bürgermeister Patrick Großmann den Werdegang des Neubaus und die neu entstehende Rathausanlage erläuterte.

Die ab dem Spatenstich im September 2016 über den Zeitraum von drei Jahren geplante Baumaßnahme Rathaus Sinzing – Errichtung eines Neubaus und Renovierung des Bestandsgebäudes – sichere der aufstrebenden Gemeinde den erhöhten Bedarf an gut ausgestatteten und funktionellen Verwaltungsflächen, schaffe mit dem Bürgerbüro eine zentrale Anlaufstelle zur schnellen Erledigung von Anfragen der Bürger und bringe gleichzeitig das zuletzt vor über fünfzig Jahren renovierte alte Rathaus wieder in einen bau- und haustechnisch aktuellen Stand, erläuterte Großmann.

Erste Überlegungen 2005

Bereits im Jahre 2005 habe es Überlegungen zu einem Neu-, bzw. Erweiterungsbau des Rathauses gegeben, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden. Das Rathaus ist in einem ehemaligen Schulhaus aus dem Jahre 1905 untergebracht.

Der neue Erweiterungsbau Foto: Pilz
Der neue Erweiterungsbau Foto: Pilz

Die Verwaltung, die im Mai komplett in den Neubau mit seinen rund 650 Quadratmeter Nutzfläche umzog, muss dort übergangsweise bis zur Fertigstellung der Rathaus-Gesamtanlage – die Sanierung des Bestandsgebäudes soll im Februar 2019 abgeschlossen sein – allerdings unter etwas beengten Verhältnissen arbeiten, sagte Großmann. Er selber arbeite übergangsweise im neuen Besprechungszimmer.

Der moderne Neubau fügt sich mit seiner dunkelgrünen Fassade harmonisch in das Grün der umgebenden Großbäume ein. Man wolle für die Beschäftigten und die Rathausbesucher eine angenehme naturverbundene Atmosphäre schaffen, erläuterte Architekt Blasch das Bauwerk. Das geschosshohe, über die ganze Gebäudebreite verlaufende Schriftband mit den jeweiligen Namen der zur Großgemeinde gehörenden Ortsteile wirke sehr repräsentativ. Es soll für Bewohner, Besucher und Zugpassagiere ansprechend und interessant sein, und mache hoffentlich neugierig auf die attraktive Stadtrandgemeinde machen, führte der Architekt weiter aus.

Das Innere des neuen Verwaltungsgebäudes ist lichtdurchflutet und wirkt dadurch sehr freundlich.

Große Glasflächen beziehen die im Außenbereich umgebenden Baumkronen optisch ein und sollen so eine angenehme Raumatmosphäre schaffen.

Der Neubau wird energetisch nachhaltig über eine Grundwasser-Wärmepumpe beheizt. Das über eine Fußbodenheizung laufende System ermöglicht im Sommer gleichzeitig auch eine kühlende Temperierung der Büroflächen. Durch eine moderne Aufzugsanlage im Neubau werden alle Raumflächen im Neu- und Altbaubereich barrierefrei und rollstuhlgerecht erschlossen. Ein Blindenleitsystem im Eingangsbereich erleichtert die Orientierung für Sehbehinderte, ein Induktionssystem im neuen Sitzungssaal unterstützt hörbehinderte Besucher des Rathauses.

Innerhalb des Neubaus ist der große Sitzungssaal im Dachgeschoss ein besonderes bauliches Highlight. „Die Aussicht ins Labertal mit Panoramablick über den Ortskern darf hier übergangsweise die Bauabteilung genießen, bevor der Gemeinderat hier ab März 2019, inspiriert von der wunderbaren Aussicht, hoffentlich weiterhin zu guten Entscheidungen kommt“, sagte Großmann.

Verbund von Alt- und Neubau

Mittlerweile haben auch die Renovierungsarbeiten am alten Rathausgebäude begonnen. „Altbau und Neubau werden über ein filigranes Stahl-Glas-Bauwerk miteinander verbunden“, sagte Architekt Blasch.

Ab März 2019, dem Zeitpunkt der geplanten Fertigstellung der Gesamtanlage, stehen der Verwaltung dann insgesamt 1030 Quadratmeter Büroflächen zur Verfügung.

Durch das Zusammenspiel moderner Architektur mit dem behutsam renovierten historischen Rathausgebäude will man dem Image einer modernen, zukunftsorientierten Gemeinde gerecht werden, die Tradition und Moderne achtet. „Die Verwaltungsanlage soll auch dafür stehen, dass weiterhin dass Alt und Neu, das Zusammenwachsen von Alt- und Neubürgern, gut funktioniert“, sagte Großmann.

Landrätin Tanja Schweiger beglückwünschte die Gemeinde und dankte für den Mut zur Umsetzung dieser viereinhalb Millionen Euro umfassenden Gesamtinvestition. „Möge dieses Gebäude beseelt vom einem guten Geist des Miteinanders sein, der für die Bürger und Hilfesuchenden als eine vertrauensvolle Anlaufstelle geprägt von gegenseitigem Respekt wahrgenommen wird“, sagten der katholische Pfarrer Bernhard Reber und der evangelische Geistliche Dr. Manfred Müller beim Segnungsakt.

Daten und Fakten

  • November 2013:

    Der Gemeinderat beschließt, das Rathaus zu erweitern, und zwar im Rahmen eines Ideenwettbewerbs auf Basis eines Organisatonsgutachtens der KPV. Ein Architektenwettbewerb wird durchgeführt.

  • März 2014:

    Der Entwurf des Regensburger Architekturbüros Blasch Architekten wird ausgewählt.

  • August 2016:

    Der Neubau beginnt.

  • April/Mai 2018:

    Der Neubau wird fertiggestellt. Im Mai beginnen die Renovierungen am Altbau.

  • Baukosten:

    Die Kosten, inklusive der Erschließungskosten, belaufen sich für die Erweiterung auf 2,7 Millionen Euro Brutto, für die Renovierung am Bestandsgebäude auf zirka 1,1 Millionen Euro Brutto. Die Gesamtkosten inklusive der Baunebenkosten betragen etwa 4,4 Millionen Euro Brutto.

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