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Jubiläum

Regentalfest: Ein Gag zum 50.

Am Wochenende wird das „gmiatlichste Volksfest der Welt“ gefeiert. Festwirt Jürgen Karl holt die „Lauser“ aus Kärnten.
Von Petra Schmid

Man sollte Hunger mitbringen zum Regentalfest. Fotos: Petra Schmid/Archiv, Blechblosn, Peter Riedler, Ernst Semmelmann, Gewekiner Buam
Man sollte Hunger mitbringen zum Regentalfest. Fotos: Petra Schmid/Archiv, Blechblosn, Peter Riedler, Ernst Semmelmann, Gewekiner Buam

Ramspau. Jetzt beginnt die heiße Phase – die letzten Vorbereitungen laufen auf Hochtouren für das Regentalfest in Ramspau. Die Verantwortlichen um Festwirt Jürgen Karl feilen an den letzten Details. Schließlich steht heuer ein Jubiläum an, nämlich die 50. Ausgabe des Regentalfestes, das traditionell an Pfingsten stattfindet. Gefeiert wird heuer vom 18. bis 21. Mai. Hier könne man wahrlich von Tradition sprechen, denn das Regentalfest und das malerische Ramspau seien seit jeher fest miteinander verwurzelt, schwärmt der Festwirt. Nun zum 50. Mal lädt das prämierte „Golddorf“ der Oberpfalz immer zu Pfingsten zum wahrscheinlich gmiatlichsten Volksfest der Welt, erklärt Jürgen Karl.

Das Fest sei mittlerweile weit über die Ortsgrenzen hinaus im Landkreis bekannt und sei in dieser Form nur durch die rund 100 Ehrenamtlichen möglich, betonte er.

Erfolgsrezept seit 50 Jahren

Die Rahmenbedingungen wie Musik, süffiges Bier und gutes Essen würden sich wohl auch zum Jubiläum nicht verändern. Denn was sich so simpel anhört, ist etwas ganz Besonderes, nämlich das Erfolgsrezept, das sich seit 50 Jahren bewährt hat. Allerdings stecke auch immer noch viel Vorarbeit darin.

„Das höchste Gut, dass ich als Festwirt und die weiteren Verantwortlichen bei unserem Regentalfest haben, sind unsere geschätzten Gäste, die uns 50 Jahre die Treue halten, und unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter“, erklärt er das Konzept. Denn es nütze das schönste Bierzelt nichts, wenn keine Gäste kommen würden. Ausschlaggebend sei freilich immer das Wetter. Beispielsweise vor drei Jahren, als beim Fest die Eisheiligen zuschlugen“, haben man den Gästen ein beheizbares Bierzelt angeboten und diese hätten es dankend angenommen, blickte er zurück.

Auch das Engagement jedes einzelnen ehrenamtlichen Mitarbeiters suche im Landkreis Regensburg seinesgleichen, lobte er die vielen Helfer, die an den vier Festtagen und beim Auf- und Abbau mitarbeiten. Man habe sich schon lange im Vorfeld mit der Vorbereitung des Jubelfestes beschäftigt und sei auch auf die Anregungen und Wünsche der Gäste in den vergangenen Jahren eingegangen. Als kulinarisches Schmankerl werde ein ganzer Ochs am Spieß am Sonntag gebraten, wie im Oktoberfest angeboten, verriet der Festwirt und vergleicht: „A Bierzelt, a frische Maß Bier und a Ochsenbraten gehören einfach in Bayern zusammen, wie die Rauten ins Wappen.“ Außerdem wolle man das Bierzelt in einem besonderen Licht präsentieren und den überdachten Biergarten am Weizenstand farblich in Szene setzen. Vom Festplatz aus habe man einen wunderbaren Blick auf die Wahrzeichen Ramspaus, wie Kirche, Schloss und Brücke, erklären die Verantwortlichen.

E-Gitarre und Oberkrainer

Auch bei der Musik habe sich der Festwirt, der übrigens selbst auch ein kleines Jubiläum feiern kann (vor zehn Jahren löste er nämlich seinen Vater ab) etwas Besonderes einfallen lassen, sagen die Organisatoren stolz. Ein besonderer musikalischer Höhepunkt komme am Samstag ins Regental: die „Lauser“ aus Kärnten-Österreich, bekannt aus Fernsehen und Radio. Der besondere Gag: Sie sind bekleidet mit Schottenröcken, frei nach dem Motto „Wild in Kilt“. „Hier trifft E-Gitarre auf Oberkrainer Klänge“, erklärt Karl. Es werde wohl nicht nur das weibliche Publikum entzückt sein, auch für die Ohren der Männer sei viel geboten, sagt er mit einem Augenzwinkern. Warum er die Lauser verpflichtet habe? Ganz einfach, die größten Erfolge habe in den 1980ern und 90ern sein Vater Johann mit Musikern aus der Alpenrepublik Österreich erzielt. Die „Gerlos Buam“ und die „Kapruner Spatzen“ seien hier Beispiele.

„Ich wollte nicht auf den Zug aufspringen und wieder „nur“ eine der üblichen Showkapellen verpflichten, die schon jeder kennt, sondern wollte back to the roots wieder einen Kracher aus Österreich bringen, hebt Karl hervor. Das einzige Konzert/Bierzeltauftritt der „Lauser“ in Deutschland sei beim Regentalfest, sagt Karl stolz. Man könne sagen, das Regentalfest sei wieder einmal Vorreiter, was ausgezeichnete Musikdarbietungen im Bierzelt anbelangte, wie schon seit 50 Jahren.

Er hoffe, der Wettergott spiele mit und schenke dem Fest Sonnenschein und angenehme Temperaturen, sagte Karl abschließend.

Das bietet das Regentalfest

  • Freitag, 18 Mai:

    Um 19 Uhr Bieranstich durch Schirmherrn und Bürgermeister Siegried Böhringer. Danach spielt „Blechblosn“ auf. Sie seien nicht nur Blaskapelle, sondern die frechste, urigste und vielseitigste Band mit wahnwitzigen Showelementen, heißt es.

  • Sonntag, 20. Mai:

    Um 9 Uhr Messe im Festzelt. Ab 10 Uhr Preisschafkopf-Turnier im Festzelt, Frühschoppen mit den Züchmühler Musikanten. Nachmittags spielt die Luisss Leit‘n Musi aus Niederbayern, ab 19 Uhr der Froschhaxn Express.

  • Samstag, 19. Mai:

    Zeltbetrieb ab 19 Uhr. Die Besucher erwartet ein unterhaltsamer Abend im Regental. Ab 19.30 Uhr stehen „Die Lauser“ auf der Bühne. Der Musikexport aus Österreich/Kärnten steht mit Schottenröcken auf der Bühne. Hier trifft E-Gitarre auf Oberkrainer Klänge.

  • Montag, 21. Mai:

    Um 9 Uhr Festgottesdienst in der Laurentius. Ab 10 Uhr beginnt der Frühschoppen, dazu spielen die „Gewekiner Buam“ auf. Um 17 Uhr findet das Regentalfest mit der Trachtenkapelle Ramspau einen würdigen Festausklang..

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