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Wahl

Riesenjubel für die neue Miss Feuerwehr

Veronika ist aktive Feuerwehrfrau in Regenstauf und Steinsberg. Ab sofort repräsentiert sie alle Wehren im Kreis Regensburg.
Von Daniel Steffen

Veronika Lautenschlager (vorne) bewies bei den Disziplinen das größte Geschick. Das zahlte sich am Ende aus. Foto: Steffen
Veronika Lautenschlager (vorne) bewies bei den Disziplinen das größte Geschick. Das zahlte sich am Ende aus. Foto: Steffen

Mintraching.Mit „Germany’s Next Topmodel“ hatte die Misswahl, die während des Gründungsjubiläums der Freiwilligen Feuerwehr Mintraching über die Bühne ging, nichts zu tun. Statt neckischer Posen vor einer Kamera war Schlagkräftigkeit vor hunderten jubelnden Besuchern im Festzelt gefragt. Am Ende brandete dort Riesenjubel auf, als Veronika Lautenschlager – aktives Mitglied der Feuerwehren in Steinsberg und Regenstauf – zur neuen Miss Feuerwehr gekürt worden war. 15 Jahre lang hatten die Feuerwehren im Landkreis keine solche Repräsentantin mehr. Jetzt hat sich Lautenschlager in einem knallharten Wettbewerb gegen neun Mitbewerberinnen durchgesetzt.

Bevor die 19-Jährige nach vier sportlich-pfiffigen Disziplinen gekürt wurde, machte es Gong-FM-Moderator Pierre van Hooven noch einmal richtig spannend. Er holte Lautenschlager gemeinsam mit Magdalena Röckl (Feuerwehr Aufhausen) und Stefanie Sperl (Feuerwehr Geisling) auf die Bühne.

Magdalena Röckl auf Platz zwei

Zu dem Zeitpunkt war bereits klar, dass eine der drei jungen Damen den Titel holen wird. Nachdem Stefanie Sperl einen tüchtigen Applaus für ihren dritten Platz bekommen hatte, rief van Hooven den Namen der Siegerin durchs Festzelt: Lautenschlager siegte vor Magdalena Röckl, der neuen Vize-Miss-Feuerwehr. Doch auch die anderen Kandidatinnen strahlten: Alle, darunter Lokalmatadorin Patricia Allmeier von den Mintrachinger Floriansjüngern, bekamen Preise überreicht.

Impressionen vom Abend der Wahl sehen Sie hier:

Veronika Lautenschlager ist Miss Feuerwehr 2018

In den vier Runden hatten die Kandidatinnen allerhand Aufgaben zu meistern. Während eines Frage-Antwort-Spiels legten sie offen, warum sie bei ihrer Freiwilligen Feuerwehr aktiv sind. In Runde zwei ging es dann ans Eingemachte: So schnell wie möglich mussten die jungen Feuerwehrfrauen ihre Schutzanzüge anziehen und vom Verteiler bis zum „Brandherd“ eine Schlauchleitung legen.

In Runde drei ging es um das Bier. Foto: Daniel Steffen
In Runde drei ging es um das Bier. Foto: Daniel Steffen

Die dritte Runde hatte eher festlichen Charakter: Die Kandidatinnen schlüpften aus der Einsatzkluft in ihr Dirndl und zapften dann Bier vom Fass ab – so viel, wie sie persönlich für einen Liter hielten. Der Clou dabei: Jede der zehn Kandidatinnen bekam ein anderes Gefäß bereitgestellt, was die Einschätzung der Bier-Menge freilich erschwerte. Da die Gefäße deutlich größer waren als ein Maßkrug, verschätzten sich mehrere Kandidatinnen deutlich, wie sich beim anschließenden „Umschütten“ in einen handelsüblichen Maßkrug zeigte. Doch unter dem Strich schlugen sich die Mädchen auch in dieser Disziplin wacker.

In der vierten und letzten Runde ging es darum, ähnlich wie bei der bekannten TV-Show „Ruck Zuck“ Begriffe aus dem Feuerwehrwesen zu erraten. Dabei war eine rasche Auffassungsgabe gefragt.

Am Jurytisch saßen Angelika Ritt-Frank, die Bürgermeisterin von Mintraching und Schirmherrin des Feuerwehrfests, Kreisbrandmeister Manuel Odwody, Kreisbrandrat Wolfgang Scheuerer, Kreisbrandinspektor Willi Hausler und Kreisfrauenbeauftragte Daniela Stadlbauer. Sie verteilten nach jeder Disziplin Punkte. Der Top-Wert war die Zehn – und die gab es häufig für einzelne Teilnehmerinnen.

Eine großartige Unterstützung

Die Stimmung im Publikum war den ganzen Abend über großartig. Teils riesige Fanclubs der Feuerwehren feuerten Kandidatinnen an, auch mithilfe selbstgebastelter Plakate. Vorbildlich in dieser Sache waren zum Beispiel die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Aufhausen, die mit gut 80 Mitgliedern vor Ort waren. Lautstark machten sie sich immer dann bemerkbar, wenn „ihre“ Magdalena die Bühne betrat. „Sie macht ihre Sache super. Wir sind richtig stolz auf sie“, lobte Kommandant Raimund Froschhammer die neue Vize-Miss-Feuerwehr.

Mal gab es die Mädels im Feuerwehranzug, mal im Dirndl zu sehen. Foto: Daniel Steffen
Mal gab es die Mädels im Feuerwehranzug, mal im Dirndl zu sehen. Foto: Daniel Steffen

Noch größer war die Euphorie bei den Steinsbergern und Regenstaufern, die nach der Kür ihre Siegerin Veronika begeistert empfingen. Die 19-jährige angehende Kauffrau für Büromanagement konnte sich vor Umarmungen und Küsschen kaum retten. „Sie hat das Ding gerockt“, sagte ihre Freundin Vanessa Brümmer in bester Laune. Großes Lob gab es auch vom Bruder der Siegerin, Andi: „Die Veronika hat ihre Sache super gemacht. Ihre Teilnahme war ja sehr spontan und sie hat sich auf den Wettbewerb nicht vorbereiten können.“ Sie habe ihre eigene Feuerwehr sehr würdig vertreten. Diese Fähigkeit wird auch künftig gefragt sein, wenn sie alle Landkreis-Wehren repräsentiert.

Viele weitere Bilder vom Mintrachinger Fest sehen Sie hier:

Feuerwehr Mintraching feiert 150. Jubiläum

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