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Politik

Senioren-Haus in Pfatter kommt später

Wegen eines Gesamtkonzepts verschiebt sich der Bau um ein halbes Jahr. Tagespflege und betreutes Wohnen entstehen.
von Hans Biederer

An die Stelle des Pfatta Morgana soll eine Tagespflege mit betreutem und ambulant betreutem Wohnen kommen. Foto: Biederer

Pfatter.Zahlreiche Anregungen aber auch Kritikpunkte erhielt Bürgermeister Jürgen Koch bei der gut besuchten Bürgerversammlung in Pfatter. Nicht nachvollziehbar ist für Max Danner, was derzeit mit dem Gebäude und dem Gelände des ehemaligen Kulturwirtshauses Pfatta Morgana passiert. „Anstelle eines Hauses für Senioren ist daraus jetzt eine Jugendherberge geworden. Ich habe gehört, dass das Grundstück verkauft werden soll. Es waren doch zwei Konzepte für eine Tagespflege da. Warum hat man sich nicht für eines davon entschieden“, kritisierte er. „Wenn es eine bessere Lösung gibt, wäre das ja in Ordnung, aber ich würde gerne wissen, wie es nun weitergehen soll mit der Seniorenbetreuung im Ort“, fragte er. „Im letzten Jahr wurde eine Ausschreibung wegen einer Tagespflege durchgeführt. Es war jedoch ein erweitertes Angebot dabei, bei dem man sagen konnte: Das ist zukunftsweisend für Pfatter“, informierte der Bürgermeister.

Das Projekt verschiebt sich

Dieses umfasste nicht nur eine Tagespflege, sondern auch ein erweitertes Konzept, das die Gemeinderäte in seiner Gesamtheit überzeugte. „Nach Rücksprache mit den Behörden haben wir deshalb einen Arbeitskreis gegründet. Daraufhin wurde beschlossen, das Grundstück zu veräußern, mit dem Ziel an diese Stelle eine Tagespflege und zusätzlich ein betreutes sowie ein ambulant betreutes Wohnen errichten zu lassen“, führte er aus. „Es ist ein Angebot eingegangen, das bei der nächsten Gemeinderatssitzung am 8. Mai im Gemeinderat besprochen und vorgestellt wird. Dadurch verschiebt sich das Projekt etwa um ein halbes Jahr nach hinten. Wir bekommen dafür aber ein zukunftsweisendes Konzept, das genau auf unseren Ort zugeschnitten ist“, schloss der Bürgermeister.

Max Danner monierte ferner, dass es im Wertstoffhof keinen Wasseranschluss für die Mitarbeiter gibt. „Sie können dort weder auf die Toilette gehen noch ihre Hände waschen.“ Koch erklärte, dass nach Rücksprache mit dem Sachgebietsleiter Abfallwirtschaft im Landratsamt ein Wasseranschluss nicht erforderlich sei. Die Aufstellung eines Dixi-Klos wurde von den Wertstoffhofmitarbeitern bereits abgelehnt. „Im Gemeinderat werden wir in nächster Zeit beratschlagen wegen eines neuen Standorts für den Wertstoffhof, da der Platz sehr beengt ist. Dort wird dann ein Wasseranschluss vorhanden sein“, war sein Vorschlag.

Gabriele Scheibenpflug wollte wissen, wie das Ergebnis des Ortstermins bezüglich des gesperrten Kinderspielplatzes in der Wallnerstraße aussieht. Seit Monaten versperren Bauzäune das Betreten wegen der Einsturzgefahr des daneben befindlichen alten Bruchstein-Lagerhauses. „Muss ich als Mutter noch Angst haben, wenn mein Kind dort spielt?“, fragte sie. „Es ist jetzt lediglich nur noch der linke Bereich direkt neben der einsturzgefährdeten Mauer gesperrt. Bis auf die Wippschaukel können wieder alle Spielgeräte genutzt werden. Ich hoffe, dass beim nächsten Termin im Juni vom Landratsamt und vom Amt für Denkmalpflege mehr zu erfahren ist“, sagte der Rathaus-Chef.

Schulverbandsabgabe kritisiert

Martin Janker kritisierte die hohe Schulverbandsabgabe. „Warum werden wir anders behandelt als andere Orte“, fragte er. Koch erläuerte: „Die Gemeinde Pfatter gehört dem Schulverband Wörth-Wiesent an. Falkenstein, Brennberg und Wiesenfelden gehören dagegen dem Schulverbund an. Diese zahlen einen Gastschulbeitrag, der jedoch viel niedriger ist. Die Verbandsumlage ist um einiges höher. Das Thema wird einer der Tagesordnungspunkte bei der nächsten Schulverbandssitzung sein. Was letztendlich dabei raus kommt, wird sich zeigen.“

Lisa Allmeier kann nicht verstehen, warum die Gemeindearbeiter die Säge beim Zurückschneiden der Sträucher so wild ansetzen. „Im Friedhof, auf dem Schulgelände und im Bereich des Brückls sind diese so radikal zurückgeschnitten worden, dass sie nicht mehr blühen“, kritisierte die OGV-Vorsitzende. Georg Pöllath wünscht sich einen Beamer für den Voglmeier-Saal.

Albert Hierl findet, dass sich der Dammhinterweg in einem äußerst schlechten Zustand befindet und für Radfahrer kaum noch zu nutzen ist. Er schlug vor, anstelle von Schotter Splitt aufzubringen. „Dies hätte neben der besseren Befahrbarkeit für Fahrräder den positiven Nebeneffekt, dass es dann nicht mehr so staubt, wenn Autos fahren“, so der Redner.

Rüdiger Aumer stellte fest, dass die Einfahrt von der Bundesstraße in die neue Tankstelle nicht mehr so übersichtlich ist wie früher. „Man muss seine Geschwindigkeit stark reduzieren, was die Gefahr eines Auffahrunfalls nach sich zieht. MdL Sylvia Stierstorfer stellte in der Diskussion einen Ortstermin mit den Fachbehörden in Aussicht.

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