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Feierwehr

Sichtschutz war schon oft im Einsatz

Der Alteglofsheimer Kommandant Armin Berr zog Bilanz für 2017. Insgesamt waren 89 Alarmierungen zu bewältigen.

  • Der mobile Sichtschutz der Feuerwehr Alteglofsheim hat schon oft wertvolle Dienste geleistet, berichtet der Kommandant. Fotos: Michael Ullius
  • Festleiter und 1. Vorstand Thomas Limmer, Festwirt Andreas Stöttner, Carlo Stöttner als Betreiber der Festküche und 2. Vorstand und stellvertretender Festleiter Matthias Plattner testeten Festbier und Brotzeit.

Alteglofsheim.Bei der Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Alteglofsheim blickte Vorsitzender Thomas Limmer auf das vergangene Vereinsjahr zurück. Als wichtigste Veranstaltung ging er auf das Maibaumaufstellen ein, welches alle Jahre eines der größten Feste im Ort ist. Weiter berichtete er über Beteiligungen an Gründungsfesten, Oktoberfest, dem Vereinsausflug zur Flughafenfeuerwehr Manching, dem Rorateamt und dem Feuerwehrball mit dem Auftritt der Dancing-Firefighters.

Im Anschluss folgte der Bericht des 1. Kommandanten Armin Berr. Er konnte von 89 Einsätzen im Jahr 2017 berichten, aufgeteilt in vier Brände, 73 technischen Hilfeleistungen und zehn Sicherheitswachen. Dazu kamen noch zwei Fehlalarme. Besonders hervorzuheben waren mehrere schwerere Verkehrsunfälle, teils mit Motorradfahrern, bei denen der mobile Sichtschutz gute Dienste leistete. „Es waren aber auch viele kleinere Einsätze, wie Ölspuren, dabei, die in der Öffentlichkeit fast unbemerkt bleiben, so Berr. Erfreulich sei, dass die Alarmmannschaft mit 77 Einsatzkräften, darunter sieben Jugendliche, stabil geblieben sei. „Mit dieser Mannschaft ist die Wehr sehr gut für die Zukunft gerüstet. Über das Jahr leistete diese Mannschaft rund 6500 Arbeitsstunden ab, was eine beachtliche ehrenamtliche Leistung darstellt“, betonte der Kommandant.

Gemeinde trägt Wartungskosten

An Ausrüstung wurden über die Gemeinde Tabletts für die Einsatzfahrzeuge, Auffangwannen und Powerflare-Blitzer zur Verkehrsabsicherung beschafft. „Besonderer Dank gilt aber der Gemeinde für die Übernahme der vielen Wartungskosten und Ersatzbeschaffungen. Auch die Einführung der neuen Verwaltungssoftware MP-Feuer war mit Arbeit und Kosten verbunden“, berichtete Berr weiter. Für die Zukunft stehe die Generalüberholung des 16 Jahre alten LF16 an. Ziel sei, dieses Fahrzeug noch möglichst lange einsatzbereit zu halten.

Jugendwart Fabian Nußer berichtete von einem sehr erfolgreichen Jahr für die Feuerwehrjugend, da seit längerer Zeit einmal wieder eine Wettkampfgruppe am Bayernentscheid des Bundesjugendwettbewerbs der Feuerwehr teilnehmen konnte. Dies erforderte eine rund dreimonatige Vorbereitung mit vielen Übungsstunden. Mit der Eintragung in das Goldene Buch der Gemeinde wurde den erfolgreichen Teilnehmern auch eine besondere Ehre teil. Aber auch sonst war die Jugend sehr aktiv bei Übungen und in der Ausbildung.

Kassier Martin Fraunhoffer berichtete von einer Zunahme des Vereinsvermögens von rund 1300 Euro. Dies sei größtenteils dem guten Wetter beim Maibaumaufstellen und den damit verbundenen Einnahmen zu verdanken. In Anbetracht des anstehenden Gerätehausneubaus und der kommenden 150-Jahr-Feier schlug er eine Erhöhung des Jahresbeitrags von zehn auf 20 Euro vor, was die erste Erhöhung seit der Euroumstellung wäre. Die Erhöhung wurde nach kurzer Diskussion einstimmig beschlossen.

Nach der Verlesung der Vereinschronik folgte der Bericht von Thomas Limmer aus dem Festausschuss zur 150-Jahr-Feier vom 14. bis 17. Juni 2019. Als Festwirt konnte Andreas Stöttner von der Brauerei Stöttner aus Pfaffenberg gewonnen werden. Die Festküche übernimmt Carlo Stöttner. Am Freitag spielen die Gewekinger Buam und Madl-Partymusik, am Samstag steht bayrische Musik mit D’Spreißler auf dem Programm. Am Sonntag spielt die Blaskapelle Dietldorf und gleich nach dem Umzug gibt die Band ÜberdÜber so richtig Gas. Am Montag erfolgt der Festabschluss mit der bayrischen Partyband Donnaweda.

Als letzter Punkt stand der Bericht von Robert Ettl zum Sachstand Neubau Gerätehaus auf der Tagesordnung. Bei dem größten Projekt in der Geschichte der Feuerwehr geht es um die Zukunft der Wehr. Mit dem Standortbeschluss 2016 und dem Beschluss zum Planungsstart durch die Gemeinde wurden in den letzten beiden Jahren wichtige Weichen gestellt. Durch die Feuerwehr wurde ein Projektteam mit Ettl als Projektleiter, sechs Vertretern des Gemeinderats und 16 Aktiven gegliedert in fünf Fachgruppen gegründet.

Das Team hat mittlerweile schon 600 Stunden für Besprechungen und Besichtigungen von Feuerwehrhäusern an Freizeit investiert. An einem Innovationsworkshop, bei dem alle Aktiven und Jugendlichen ihre Ideen mit einbringen konnten, nahm ein Drittel der Mannschaft teil. Aus den Aktionen entstand ein Eckpunktepapier der Feuerwehr mit Vorschlägen an die Gemeinde. Die nächsten Schritte sind jetzt die Abstimmung mit der Gemeinde und der Beginn der Planungsarbeiten durch die Architekten.

Das Grundstück ist erworben

Vonseiten der Gemeinde wurden das Grundstück für das neue Gerätehaus bereits erworben und die Änderung des Flächennutzungsplans beschlossen, berichtete 2. Bürgermeister Reinhard Lichtenegger. Der Bebauungsplan wurde in Auftrag gegeben. Die Grundlagen sollten möglichst bald im Gemeinderat besprochen werden, um mit der Planung durch die Architekten zu beginnen. Zum Schluss bedankte er sich bei der Feuerwehr für die intensive und kameradschaftliche Zusammenarbeit sowie für die ständige Einsatzbereitschaft und selbstlose Hilfeleistung. „Die Feuerwehr ist ein Aushängeschild für Alteglofsheim.“

Festbier und Brotzeit getestet

  • Besichtigung:

    Im kommenden Jahr findet vom 14. bis 17. Juni das Gründungsfest zum 150-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Alteglofsheim statt. Schon jetzt wurden die Mitglieder vom Festwirt Andreas Stöttner und dem Leiter der Festküche, Carlo Stöttner, nach Pfaffenberg zu einer Bierprobe eingeladen. Rund 50 Mitglieder konnten die Brauerei besichtigen.

  • Kostproben:

    Die verschiedenen Produkte der Brauerei Stöttner konnten dabei auch gleich probiert werden. Anschließend wurde die Wehr zu einer Brotzeit von Carlo Stöttner eingeladen. Zusammen konnte auf ein gutes Gelingen des Gründungsfests angestoßen werden. Am Schluss waren sich alle sicher, mit Festwirt und Festküche eine gute Wahl getroffen zu haben.

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