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Protest

SPD macht gegen AfD-Veranstaltung mobil

Widerstand gegen Björn Höcke & Co.: Die Regensburger Sozialdemokraten haben in Lappersdorf eine Kundgebung angemeldet.

Am Wochenende gingen in Berlin Tausende Menschen gegen eine Demonstration der AfD auf die Straße. Auch in Lappersdorf wollen mehrere Gruppierungen gegen die Veranstaltung demonstrieren. Foto: Britta Pedersen/dpa
Am Wochenende gingen in Berlin Tausende Menschen gegen eine Demonstration der AfD auf die Straße. Auch in Lappersdorf wollen mehrere Gruppierungen gegen die Veranstaltung demonstrieren. Foto: Britta Pedersen/dpa

Lappersdorf. Nachdem die Gemeinde Lappersdorf das kulturelle Schmuckstück des Ortes, das Aurelium, an die AfD für eine Veranstaltung vermietet hat, kündigt die SPD-Vorsitzende Katja Stegbauer Widerstand an: „Björn Höcke ist der prominenteste Vertreter des rechtsnationalen Flügels der AfD. Seine menschenverachtenden Parolen haben in unserer Gemeinde keinen Platz. Daher hat die SPD eine Kundgebung angemeldet. Lappersdorf ist weltoffen und tolerant, Nationalismus und Rassismus haben hier keinen Platz - das wollen wir deutlich machen“, heißt es in einer Pressemitteilung des SPD-Unterbezirks Regensburg.

Kundgebung am 2. Juni vor dem Aurelium

Die Kundgebung findet am Samstag, 2. Juni, von 18 bis 21 Uhr vor dem Aurelium statt. In Zusammenarbeit mit anderen Gruppierungen und Initiativen werde man ein buntes Programm auf die Beine stellen, erklärt Stegbauer. „Wir stellen uns dem völkischen Denken klar entgegen und rufen die Bürgerinnen und Bürger der Marktgemeinde auf, sich unserem friedlichen, aber deutlichen Protest anzuschließen“.

„Wir hatten uns als Gemeinderäte schon erhofft, dass wir im Vorfeld über solche Veranstaltung informiert werden.“

SPD-Rätin Barbara Rappl

Besonders enttäuscht zeigt sich die SPD-Rätin Barbara Rappl vom Vorgehen des Bürgermeisters: „Wir hatten uns als Gemeinderäte schon erhofft, dass wir im Vorfeld über solche Veranstaltung informiert werden und bei so zweifelhaften Mietern wie der AfD auch im Gemeinderat über Gegenmaßnahmen diskutieren“. Es hätte sicher Wege und Möglichkeiten gegeben, eine Vermietung an die AfD zu unterbinden, wenn das der Gemeinderat gewünscht hätte.

„Verfassungswidrige Parolen“

Bürgermeister Hauner unter Druck

Die AfD sei zwar eine demokratisch gewählte Partei, die im Bundestag und in Länderparlamenten vertreten sei, ihre Parolen und ihr Rassismus hingegen seien trotzdem verfassungswidrig, sagt Dr. Carolin Wagner. „Björn Höcke fällt seit Jahren mit explizit rassistischen, antisemitischen, chauvinistischen und nationalistischen Reden auf - ich erinnere nur an seine Bezeichnung des Holocaust-Denkmals in Berlin als ‚Denkmal der Schande‘. Das hat nichts mehr mit Meinung und Demokratie zu tun. Das überschreitet die Grenzen unserer Verfassung“, so die stellvertretende Vorsitzende der SPD im Unterbezirk Regensburg.

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