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Musik

„Spirit“ liebt das Gospel-Gefühl

Der besondere Regenstaufer Kirchenchor feiert sein zehnjähriges Bestehen. Am Jubiläumskonzert wirken drei weitere Gruppen mit.
Von Monika Bucher

  • Der Gospelchor „Spirit“ beim „Atemholen“ im Spindlhof in Regenstauf Foto: Bucher
  • Auch 2015 gab es in Regenstauf ein großes Chorkonzert, an dem insgesamt 170 Gesangsbegeisterte mitwirkten Foto: Weidner

REGENSTAUF.. Der Regenstaufer Gospelchor „Spirit“ feiert sein zehnjähriges Bestehen. Dazu ist am 24. Juni in der Jahnhalle ein Jubiläumskonzert unter der Leitung von Andreas Dengler geplant. Der Kartenvorverkauf im Pfarrbüro ist bereits angelaufen. Neben „Spirit“ sind weitere Mitwirkende der Jugendchor Sankt Jakobus und die Bands „Future“ und „Makaber“.

„Spirit‘ ist einer der vielen Chöre der Pfarrei und wie auf der Homepage von St. Jacobus angekündigt „ein dynamischer Chor, der sich um die Pflege des Neu-Geistlichen-Liedes kümmert und verstärkt auch Gospels im Programm hat“. Er gestaltet Gottesdienste wie zu Ostern mit und gibt auch Konzerte. Am Muttertag gestaltete „Spirit“ mit 31 Mitwirkenden in der Albertus-Magnus-Kirche im Schloss Spindlhof, einem Bildungshaus der Diözese Regensburg, die Veranstaltung „Atemholen mit Gebet und Stille“ musikalisch mit.

Der Andrang war groß

Laut Andreas Dengler fehlte vor zehn Jahren in der Pfarrei neben den bestehenden Chören wie Kirchenchor, Jugendchor, zwei Kinderchöre und zwei Bands noch ein spezielles Angebot für Erwachsene. „So kam ich zusammen mit Pfarrer Johann Schottenhammel auf die Idee, noch einen Chor für Gospels zu gründen.“

Von anderen Kollegen wusste er bereits, dass ein derartiges Angebot sehr gut angenommen wird. „So war es dann auch bei uns.“ Die Mitgliederzahl reduzierte sich mit den Jahren zwar von anfangs 60 bis auf 25 Sänger. Derzeit singen aber wieder 45 Aktive in dem Gospelchor.

Der Gospelchor ist eine Form des Kirchenchors. In Europa und insbesondere in Deutschland ist meist die Besetzung mit Sopran, Tenor, Alt und Bass üblich, so auch bei „Spirit“. Ungewöhnlich sei, so Dengler, dass der Tenor in „Spirit“ von Frauen gesungen wird. Dies sei eigentlich eine Männerstimme. Da bei „Spirit“ aber ein deutliches Übergewicht an Frauen herrschte und herrscht, teilte er lieber die Frauen und fasste die Männer in der Bassstimme zusammen.

Die Sprache der Gospels ist eigentlich ausschließlich Englisch, erklärt Dengler. Beim Konzert gibt es drei Arten von Gospels. Die „ursprünglichen“ Gospels wie „When the Saints“ sangen die afroamerikanischen Arbeiter auf dem Feld bei der Arbeit. Eine modernere Art sind die „Whorship Songs“, von denen „Spirit“ beispielsweise „I will sing“ von Don Moen im Programm hat. Dabei geht es um Lobpreis- und Anbetungslieder. Im Lobpreis wird Gott Ehre erwiesen und in der Anbetung Gottes Wesen verehrt. Lobpreismusik hat sich zu einem eigenen Musikstil entwickelt.

Die dritte und moderneste Art der Gospelvertonung sind dann „Hillsongs“, eine australische Bewegung. Sie findet momentan großen Anklang und breitet sich immer mehr aus. Die „Hillsong Church“ ist eine 1983 in Sydney in Australien gegründete Gemeinde der Pfingstbewegung und hat allein in Australien über 21 000 Mitglieder.

Zum Abschluss gibt es Klassiker

Schließlich sind dann am Ende des Konzertes fast schon Schlager wie das „Hallelujah“ und „Hear our Praises“ zu hören, kündigt Dengler an. Abgerundet wird das Ganze durch weltliche Lieder wie „Live is life“ und „Hit the Road Jack“, die der Jugendchor zum Besten gibt.

Der Jugendchor ist ebenfalls ein großer Chor mit etwa 30 Sängerinnen und Sängern. Sie singen dreistimmig, aufgeteilt in Sopran, Alt und Männerstimmen. Auch werden einige Lieder mit dem Gospelchor gemeinsam gesungen. Die Band „Future“ ist als Vorband aktiv und trägt die ersten 30 Minuten ihr weltliches Programm vor. Insgesamt sei es eine absolut bunte Mischung aus traditionellen Gospels über sehr moderne Vertonungen bis hin zu weltlichen Lieder, quer durch den Musikgeschmack.

Bei der Band der Pfarrei spielten Alexander Deml Gitarre, Fabian Deml Synthesizer, Jana Großmann Schlagzeug, Philipp Großmann Klavier und Stephan Zwicknagl Bass. Solosänger sind Veronika Auburger, Michael Wagner, Alicia Cistecky und Luisa Kirschmann. Als Sprecher fungieren Annette Arbeiter-Brück und Sabine Pausch. Für die Technik sind Adam Lemm und Sebastian Pilz zuständig.

Beim Jubiläumskonzert ist Einlass ab 18 Uhr, Beginn ist um 18.30 Uhr. Karten sind auch an der Abendkasse erhältlich. Im Foyer wird ein Infostand „Förderverein Freunde der Kirchenmusik in St. Jakobus Regenstauf e. V.“ aufgebaut. Der Förderverein unterstützt die Arbeit der Kirchenmusik und die Chöre wie beim Kauf von neuen Noten, Instrumenten oder Mikrofonen. In der Pause werden Getränke angeboten.

So kam ich mit Pfarrer Johann Schottenhammel auf die Idee, noch einen Chor für Gospels zu gründen.“

Andreas Dengler

Kirchenmusiker

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