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Jubiläum

Sportler formierten sich vor 70 Jahren

Der SV Nittendorf entstand schon kurz nach dem Krieg. In zwölf Abteilungen können Sportbegeisterte heute trainieren.
Von Paul Neuhoff

Die Fußballer wurden unter dem damaligen Vorsitzenden Josef Schilling (rechts) im Jahr 1951 in der B-Klasse Meister. Foto: Vereinschronik
Die Fußballer wurden unter dem damaligen Vorsitzenden Josef Schilling (rechts) im Jahr 1951 in der B-Klasse Meister. Foto: Vereinschronik

Nittendorf.Der Nittendorfer Sportverein besteht schon mehr als 70 Jahre. Zusammen mit der Judoabteilung, die vor 40 Jahren ins Leben gerufen wurde, wollen die Verantwortlichen unter der Führung des Vorsitzenden Bernhard Ferstl am Freitag und Samstag die „Geburtstage“ mit einem Ehrenabend und einer kleinen Feier mit der Bevölkerung am Sportgelände im Penker Tal begehen.

Es ist schon erstaunlich, in welch kurzer Zeit sich die Menschen nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wieder aufgerappelt haben, um das darniederliegende Gemeinschaftsleben wieder zu aktivieren. So taten sich am 15. April 1947, knapp zwei Jahre nach dem Ende des Kriegs, zehn junge Männer zusammen, um den Sportverein Nittendorf zu gründen. Männer der ersten Stunde waren der spätere Bürgermeister Josef Schilling und der Leiter der Volksschule, Gottlieb Huber.

Platz entstand in Eigenregie

Innerhalb weniger Monate stieg die Zahl der Mitglieder auf 30 an. Als Fußballplatz diente eine Fläche auf der „Kühtrift“, dort, wo heute die Grundschule steht. Das bucklige Brachland wurde von der Gemeinschaft in Handarbeit begradigt, um von Anfang an mit einer Mannschaft in der C-Klasse mitspielen zu können. Obwohl die Freizeit in den Nachkriegsjahren rar war, entwickelte sich der Sportbetrieb rasant. Schon 1948 wurde vom damaligen Vorsitzenden Josef Lautenschlager eine Abteilung für Boxen und Ringen gegründet. Bald folgten Tischtennis und eine Schützenabteilung.

Zwei Jahre nach der Gründung zählte der Verein schon 120 Mitglieder und 1951/52 spielte die erste Mannschaft bereits in der A-Klasse. Bemerkenswert ist ein Eintrag in der Vereinschronik aus der damaligen Zeit: „Die Anfahrt zu den Punktspielen in die anderen Dörfer erfolgte mit dem Fahrrad.“ Heute ist das unvorstellbar. Der immer noch bestehende Fußballplatz am Eingang zum Penker Tal wurde zeitgleich mit dem Aufstieg in Betrieb genommen. Ein großer Kraftakt für die Mitglieder war um 2001 der Bau des neuen großen Vereinsheims.

Erfolgreiche Judoabteilung

Im Laufe der Jahre lösten sich Abteilungen, wie die Boxer und die Schützen auf, neue kamen hinzu. Derzeit können Sportbegeisterte in einem Dutzend Disziplinen trainieren. Eine Vorzeigesparte, die der Judoka, wurde am 1. April 1978 von Dieter Gröhn gegründet. Die Aktiven der Abteilung holten im Laufe der Jahre zahlreiche Titel in den verschiedensten Wettkämpfen. Einen Glanzpunkt setzte heuer Raya Mader, die unter der derzeitigen Leiterin Susanne Müller im Mai bei den „Special Olympics“ in Kiel eine Silbermedaille errang.

Dieser Erfolg freut auch den Vorsitzenden Bernhard Ferstl, der aber auch stolz auf den gesamten Verein ist, der seit sieben Jahrzehnten eine feste Größe im Nittendorfer Dorfleben darstellt. Das Ziel des agilen Vorsitzenden für die nächsten Jahre ist es, den Verein erfolgreich weiterzuführen und die zahlreichen anfallenden Arbeiten wieder auf mehr Schultern der Gemeinschaft zu verteilen.

Das Programm: Am Freitag feiert mit einem Ehrenabend die Judoabteilung ihr 40-jähriges Bestehen. Am Samstag warten am Sportgelände am Eichenweg in Nittendorf von 13 Uhr bis 17.30 Uhr ein Lebendkicker, Gladiatorenspiele und verschiedene Spielstationen auf die Besucher. Der Dance Club Regensburg bietet darüber hinaus eine Tanzeinlage. Zum gemütlichen Beisammensein am Sportheim gibt es neben Kaffee und Kuchen allerlei Schmankerl.

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