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Jubiläum

Sünchinger Wehr feiert vier Tage lang

97 Vereine kommen zum Fest: Die Sünchinger Feuerwehr bereitet sich auf das 150-Jährige vor. Das Fest beginnt am 22. Juni.
Von Gabriele Thomann

Ein Gruppenfoto von der Fahnenweihe 1986 Foto: Archiv Feuerwehr
Ein Gruppenfoto von der Fahnenweihe 1986 Foto: Archiv Feuerwehr

Sünching.Ob aus Niederbayern oder der Oberpfalz, der Einladung der Sünchinger Feuerwehr zur Feier des 150-jährigen Jubiläums folgen fast 100 Vereine. Ab dem 22. Juni wird vier Tage lang gefeiert. Blättert man im Sünchinger Schlossarchiv, findet man viele Aufzeichnungen von örtlichen Bränden, teils mit verheerenden Auswirkungen. Deshalb war es nicht verwunderlich, dass sich 1868 eine Freiwillige Feuerwehr gründete.

Der Getreidehändler Georg Kattenbeck geht aus der Chronik als erster Vorstand hervor, Apotheker Eduard Dax war der Vizechef. 1863 wurde die erste Feuerlöschmaschine angeschafft. 1864 baute die Feuerwehr das erste Spritzenhaus in der Geiselhöringer Straße. 20 Jahre später gab es eine pferdegezogene Saug- und Druckspritze. Nach und nach wurde die Ausrüstung erweitert. Heute besitzt Sünching einen Fuhrpark, der Einsätze aller Arten bestreiten lässt, sowie ein modernes Gerätehaus.

Erste Fahnenweihe 1871

Neben den Lösch- und Hilfeleistungen wurde in der Vergangenheit auch gerne gefeiert. Die erste Fahnenweihe gab es 1871. 1894 wurde mit 36 Vereinen und ein bisschen Verspätung das 25-Jährige begangen. 1928 folgte das 60-jährige Gründungsfest, 1930 gab es bereits die nächste Fahnenweihe. In den Kriegsjahren ruhte der Verein, die Neugründung folgte 1946. Groß gefeiert wurde 1968 der 100. Geburtstag. 1994 folgte dann das 125-Jährige mit 58 auswärtigen und 13 Sünchinger Vereinen.

Jetzt freuen sich die Feuerwehrmänner- und Frauen auf das 150-jährige Gründungsfest vom 22. bis 25. Juni. Vorsitzender und Festleiter Christian Grundner hält mit dem Festausschuss, dem 13 Personen angehören, die Zügel fest in der Hand. Die Planung läuft bisher reibungslos ab. „Wir haben keine Zeit für Differenzen“, sagt Grundner. Vielmehr heißt es, das anspruchsvolle Ziel, dass sich die Wehr selbst gesteckt hat, auch perfekt umzusetzen. Schriftführer Albert Eßberger berichtet, dass 180 Vereine aus Niederbayern und der Oberpfalz eingeladen wurden.

97 Vereine und neun Musikkapellen werden beim großen Festzug am 24. Juni mit dabei sein. Und die kommen nicht nur aus dem Landkreis Regensburg, sondern auch aus der Straubinger Region. Ittling war bereits vor 25 Jahren vertreten und auch diesmal eine der ersten Wehren, die sich zum großen Fest in Sünching angemeldet hat. Die Sünchinger freut es. Umgekehrt haben die Florianijünger mit ihren feschen Festdamen auch fleißig die Gründungsfeste und Fahnenweihen der anderen Vereine besucht. „Dank unserer starken Jugend haben wir hier keine Probleme“, sagt Vorstand Christian Grundner. 25 junge Damen im Alter zwischen zwölf und 22 Jahren werden die Umzüge in Sünching sicherlich auch optisch bereichern.

Viele freiwillige Helfer

Im Moment befindet sich die Planung des großen Gründungsfestes auf der Zielgeraden. Wichtig für die Verantwortlichen ist es jetzt, sich „nicht drausbringen“ zu lassen, sondern die eigenen Ideen umzusetzen. Als manchmal hinderlich sehen die Verantwortlichen die vielen Vorschriften und den Bürokratismus, der ihre Vorbereitungen begleitet. Große Unterstützung erhält die Sünchinger Feuerwehr von der Gemeinde, von Heimatpfleger Willi Zölch, wenn es um die Festschrift geht, aber auch von der Bevölkerung.

Ob Kuchen backen, Parkplatzdienst regeln oder sonstige Aufgaben – viele Helfer haben sich bereits angetragen, die Wehr beim Fest zu unterstützen. In wenigen Tagen ist auch die Festschrift fertig. Diese wurde federführend von Bernhard Spindler erstellt. Ein bisschen Stolz schwingt bei der Vorstandschaft mit, wenn vorab schon über den Inhalt aus dem Nähkästchen geplaudert wird. Dank eines guten Archivs, das bis zur Gründung zurückreicht, entstanden interessante Beiträge.

Die Sünchinger Wehr ist also gut gerüstet für das Fest. Josef Ostermeier und natürlich Schirmherr Bürgermeister Robert Spindler sind für das letzte wichtige Detail, das schöne Wetter, zuständig, damit die drei Sünchinger Fahnen, die beim Fest mitgetragen werden, nicht nass werden. Die Planungen verliefen harmonisch und waren ein Miteinander von Jung und Alt. Deswegen wird es sicherlich ein Fest für alle Generationen werden.

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