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Wirtschaft

Supermarkt geht in Betrieb

Die Kallmünzer mussten vier Jahre auf den Neubau warten. Bei der Planung waren viele Faktoren zu berücksichtigen.
Von Martina Neu

Am Montag nahmen Vertreter aus Politik und Wirtschaft den neuen Netto-Markt in Kallmünz in Augenschein, am Dienstag ging er in Betrieb. Foto: lmn
Am Montag nahmen Vertreter aus Politik und Wirtschaft den neuen Netto-Markt in Kallmünz in Augenschein, am Dienstag ging er in Betrieb. Foto: lmn

KALLMÜNZ.. Die Zeit des Wartens ist vorbei. Nach vier Jahren intensiver Planung ging der neue Nettomarkt am Kallmünzer Ortsausgang am Montag mit Ehrengästen aus Politik und Wirtschaft und am Dienstag mit vielen Kunden in Betrieb.

Seit Februar 2002 ist der Nettomarkt mit einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern und 40 Parkplätzen in der Naabtalgemeinde angesiedelt. Das Einzugsgebiet für den Markt erstreckt sich mit den Orten Kallmünz, Duggendorf, Holzheim, Wolfsegg, Pielenhofen und Hohenfels auf rund 10000 Einwohnern. Für diese Kunden ist es besonders wichtig, sich auf kurzem Wege mit Produkten des täglichen Lebens schnell eindecken zu können.

Errichtet wurde der Markt von der Investorengruppe Küblböck. Die Marktgemeinde Kallmünz hatte es dem Bauherrn nicht leicht gemacht, schließlich sollte das Gebäude ins Landschaftsbild passen, mit Fuß- und Radweg über eine eigene Abbiegespur erschlossen und auch deutlich größer werden. So erhielt das Dach des Supermarkts eine vollständige naturnahe Begrünung. Der Markt konnte in der Dinauer Straße eine Fußgängerüberquerung mit Ampelanlage, die die Anwohner des Dinauer Bergs schon seit vielen Jahren gefordert hatten, mit geringen Kosten realisieren.

Nur acht Monate Bauzeit

Dr. Herbert Küblböck von der Investorengruppe Küblböck bezifferte das Investitionsvolumen mit rund vier Millionen Euro. Anfangs galt es, viele Hürden zu nehmen, und es dauerte fast vier Jahre, bis der Markt realisiert wurde. Die reine Bauzeit betrug dabei nur etwa acht Monate.

Der neue außergewöhnliche Markt fügt sich harmonisch in die Umgebung ein. Die Außenfassade wurde in Holzoptik ausgeführt. Selbstverdunkelnde Scheiben im Bereich der Bäckerei, eine Heizung mit Wärmerückgewinnung und die Beleuchtung in energiesparender LED-Technik mit besserer Ausleuchtung sind ein weiteres Indiz für den modern ausgerichteten Markt.

Hinzu kommen noch zwei Stellplätze für das Laden von Elektro-Autos, eine E-Bike-Ladestation und ein Kunden-WC mit Wickelraum. Die Verkaufsfläche wurde auf 1090 Quadratmeter erweitert, die Zahl der Parkplätze auf 80 erhöht. Die Besonderheit: Diese Parkplätze stehen Besuchern der Naabtalgemeinde am Wochenende kostenlos zur Verfügung und sind eine Bereicherung für den Tourismus in Kallmünz.

Nach Ansicht von Bürgermeister Ulrich Brey profitiert auch der Markt Kallmünz von dem Projekt, was nicht nur an der Personalaufstockung auf 25 Mitarbeiter liege. Schließlich konnte der Verkaufsmarkt für die nächsten 15 Jahre plus einer Verlängerungsoption von dreimal fünf Jahren gesichert werden. Mit dem neuen Standort sei man für die Zukunft gerüstet, das Unternehmen zeige dadurch seine Verbundenheit zur Marktgemeinde, erklärte Brey.

Landrätin Tanja Schweiger erinnerte sich, dass sie das letzte Mal beim Spatenstich vor Ort gewesen sei. Es sei beeindruckend, was hier seitdem passiert sei. Sie dankte den Investoren, die sich für die Nahversorgung der Bürger engagieren. Die Firma Küblböck habe viele Hürden umschifft, aber das Produkt könne sich am Ende zweifelsohne sehen lassen. Sie wünschte dem neuen Markt viel Kundschaft und vor allem viele zufriedene Mitarbeiter.

Mehr Platz, größeres Angebot

Klaus Spanfelner, Regionalleiter Expansion bei Netto, sagte, das, was hier entstanden sei, lasse keine Wünsche offen. 25 Mitarbeiter seien nun für die Kunden da. Die Bäckerei Moser bietet künftig auf einer Fläche von 75 Quadratmetern 15 Sitzplätze zum Verweilen an. Ein weiterer Pluspunkt sei die deutlich größere Obstabteilung. Spanfelner berichtete außerdem, dass wöchentlich rund 21 Millionen Kunden eine der 4170 Netto-Filialen, in denen rund 73000 Mitarbeiter arbeiten, besuchen würden.

Den kirchlichen Segen erteilten Pfarrer Andreas Giehrl und Pfarrer Gottfried Troebs. Am Dienstag stürmten die Kunden schon in aller Früh den Einkaufsmarkt, um die vielen Eröffnungsangebote zu nutzen.

Eröffnung: Der alte Markt ging am 14. Februar 2002 in Betrieb.

Verkaufsfläche: früher 700 Quadratmeter, jetzt 1090 Quadratmeter

Parkplätze: bisher 40, nun 80

Personal: früher ca. 20 Mitarbeiter, jetzt 25

Baubeginn: Ende Juli 2017, Spatenstich 13. September 2017

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