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Feuerwehr

Teamarbeit senkt die Gefahr

Für Atemschutzträger gibt es eine verbesserte Ausbildung. In Neutraubling lernten die Teilnehmer, eigene Grenzen zu erkennen.
Von Theresia Luft

  • Teamarbeit ist für Atemschutzträger das A und O: Diese Erkenntnis vermittelte der Lehrgang in Neutraubling. Fotos: Theresia Luft (2), Karl (1)
  • Die Atemschutzträger rüsten sich aus. Foto Theresia Luft
  • 23 Teilnehmer absolvierten in Neutraubling einen Atemschutzlehrgang. Sie erhielten eine neue, umfangreichere Ausbildung, die erst zu Beginn dieses Jahres eingeführt worden ist.

Neutraubling.Für den südlichen Brandbezirk von Kreisbrandinspektor Wilfried Hausler gibt es 23 neu ausgebildete Atemschutzträger. In 29 Ausbildungseinheiten wurden die Teilnehmer in die Thematik Atemschutz in Theorie und Praxis eingeführt. Seit diesem Jahr gilt ein aktueller Ausbildungsleitfaden, der von 25 auf jetzt eben 29 Ausbildungseinheiten angepasst wurde.

Die Aktualisierungen betreffen die Themenbereiche „Einsatzgrundsätze“, „Persönliche Schutzausrüstung“ sowie „Gefahren an der Einsatzstelle“ und schlagen sich in vier Stunden zusätzlicher Unterweisung nieder. Ebenso wurde im Bereich der Einsatzgrundsätze die „Türöffnung“ angepasst und läuft jetzt nach einem „Ampelschema“ ab, informierte Rainer Stadlbauer, Kreisbrandmeister Atemschutz/Gefahrgut.

Alte Werkhalle war Prüfungsort

Dieses Mal war die Feuerwehr Neutraubling Gastgeber für den Lehrgang. Für die praktische Übung stand der Bürotrakt einer stillgelegten Werkshalle der Firma Krones zur Verfügung. Zuerst wurden die Atemschutzanwärter in die Theorie eingeführt, dann ging es schrittweise zur Praxis über. Ein simulierter Einsatz war der Abschluss, um alles Erlernte in die Tat umsetzen zu können. Als Szenario wurde die Aufgabe gestellt, fünf vermisste Personen aus der verrauchten Werkshalle zu retten. Ausbilder der 23 Teilnehmer waren Rainer Stadlbauer und Thomas Adlhoch, die die Vorgehensweise genau verfolgten. Unterstützt wurden die beiden von Kreisbrandmeister Manuel Odwody und der Feuerwehr Neutraubling. Bei den Einsatzübungen waren die Feuerwehren Barbing und Sarching mit Fahrzeug, Maschinist und Gruppenführer dabei.

Klaus Strohmeier von der Feuerwehr Rosenhof-Wolfskofen fand den Lehrgang interessant. Man merke bei den körperlichen Strapazen, die auf einen Atemschutzträger zukommen, schnell seine eigenen Grenzen. „Ich fand die Erfahrung wichtig, wie sich die Truppe im Einsatz gegenseitig unterstützen muss und die Kameraden aufeinander angewiesen sind“, schilderte Strohmeier seinen persönlichen Eindruck. Patricia Vieweg von der Feuerwehr Neutraubling war dieses Mal die einzige Frau und sah sich voll ins „Männerteam“ integriert. Sie macht in ihrer Freizeit Judo und hält sich damit körperlich fit, um für den Ernstfall gerüstet zu sein.

Atemschutz immer öfter nötig

Kreisbrandrat Wolfgang Scheuerer betonte die Wichtigkeit der Atemschutzausbildung, aber sie sei nicht ganz einfach. Jeder Lehrgangsteilnehmer muss eine Eignungsuntersuchung nachweisen und körperlich fit sein. „Es gibt fast keinen Einsatz mehr, bei dem nicht Atemschutzträger erforderlich sind. Jede Feuerwehr schätzt sich glücklich und ist beruhigt, wenn ihr ausreichend Atemschutzträger zur Verfügung stehen“, betonte Wolfgang Scheuerer, der den Ausbildern des Lehrgangs dankte. Bürgermeister Heinz Kiechle gratulierte den Teilnehmern und zollt ihnen großen Respekt für ihre Leistungsbereitschaft bei der Ausbildung und auch bei den Einsätzen.

Ein Atemschutzträger muss mindestens 18 Jahre alt sein und körperlich fit sein, da die Ausrüstung etwa 20 Kilogramm wiegt. Zu den Voraussetzungen zählen eine ärztliche Eignungsuntersuchung, die Grundausbildung und der Sprechfunklehrgang. Männer dürfen keinen Bart tragen. Beim Einsatz liegt es in der Verantwortung des einzelnen Atemschutzträgers, ob er sich körperlich fit fühlt.

Weitere Informationen zur Atemschutzträger-Ausbildung:

mittelbayerische.de/

neutraubling

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