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Tradition

Theatergruppe Zeitlarn besteht 25 Jahre

Wer vom Virus infiziert wurde, kommt schwer davon los: Ein Vierteljahrhundert wird in Zeitlarn schon Theater gespielt.
Von Martina Neu

Heuer bringt die Theatergruppe „Jedermann“ auf bayrisch auf die Bühne. Foto: Neu
Heuer bringt die Theatergruppe „Jedermann“ auf bayrisch auf die Bühne. Foto: Neu

Zeitlarn. Das Theater Zeitlarn feiert heuer sein 25jähriges Bestehen. Im Jahr 1993 spielte die von Prof. Karl Hausberger ins Leben gerufene Laiengruppe zum ersten Mal ein Stück von Molieré im Pfarrheim Zeitlarn. Der Erfolg war so groß, dass man sich entschloss weiter zu machen. Seither wurden 35 Stücke, davon 14 als Freilichttheater, inszeniert und aufgeführt.

An diese Tradition möchten viele junge und erfahrene ältere Laienspieler sowie Regisseur Franz Hochmuth anknüpfen. Hochmuth führt heuer übrigens bereits zum achten Mal bei einem Freilichtstück die Regie. „Das einzigartige Flair und außergewöhnliche Ambiente an einem sternenklaren Abend, im Scheinwerferlicht eine fast mystische Stimmung auf die Bühne zu zaubern, sind für mich als Regisseur selbst, aber auch für alle Mitwirkenden Beweggründe um immer wieder ein Sommerstück unter freiem Himmel zu inszenieren“, schwärmt er. Seit der Gründung und dem ersten Sommertheater, werden bereits zum 15. Mal die Bretter, die die Welt bedeuten, unter den Sternenhimmel verschoben.

Zwei Männer mit Erfahrung

Heuer bringt die Theatergruppe „Jedermann“ auf bayrisch auf die Bühne. Foto: Neu
Heuer bringt die Theatergruppe „Jedermann“ auf bayrisch auf die Bühne. Foto: Neu

Seit dem ersten Freilichtstück „Der Meier Helmbrecht“ sind Franz Hochmuth und Wolfgang Obletshauser mit dabei. Damals führte der Kallmünzer Bernhard Hübl (Kulturpreisträger des Jahres 2014 des Landkreises Regensburg) Regie und ist seither bei jedem Freilichtstück als Zuschauer mit dabei. Franz Hochmuth hat bereits einige Posten beim Theaterverein ausgeübt. So stand er als Schauspieler selbst auf der Bühne, war in der Vorstandschaft für die Organisation zuständig oder zieht nun als Regisseur hinter den Kulissen die Fäden. Wolfgang Obletshauser ist als Spieler und Mann für die Technik aus dem Ensemble nicht mehr wegzudenken.

„Das Schönste ist es, wenn die Zuschauer glücklich nach Hause gehen.“

Franz Hochmuth, Regisseur

Er stellt auch heuer wieder sein Anwesen für die Aufführungen zur Verfügung. Eines aber haben die beiden gemeinsam: Die Theaterlust hat sie nicht mehr losgelassen. Und so geht es nicht nur ihnen, sondern vielen Schauspielerkollegen, die von Anfang an dabei oder auch mit den Jahren erst dazu gekommen sind. „Wir haben einfach Freude am Theaterspielen und Organisieren“, erzählt Hochmuth.

Jedermann auf bairisch

Heuer bringt die Theatergruppe „Jedermann“ auf bayrisch auf die Bühne. Foto: Neu
Heuer bringt die Theatergruppe „Jedermann“ auf bayrisch auf die Bühne. Foto: Neu

Für das Jubiläumsjahr hat sich die Theatertruppe das Stück „Jedermann“, in bayrischer Mundart, ausgesucht. Hierbei handelt es sich um ein kurzlebiges und unterhaltsames Schauspiel vom Leben und Sterben des reichen Mannes. Ein Stück in dem sich doch die eine oder andere Wahrheit über Macht, Gier und Geld verbirgt. „So ist Jedermann ein echter Lebemann. Er hat es zu Geld gebracht, feiert gerne und ausgiebig und umgibt sich als echter Genussmensch gerne mit schönen Frauen. Gott ist davon wenig begeistert. Er ist sogar verärgert über diesen Kapitalisten, der das Leben genießt und es wagt, ausschließlich an sein Vergnügen zu denken. Jedermann muss bestraft werden und so schickt der Herrgott niemand anderen als den Tod, um Jedermann vor den göttlichen Richterstuhl zu zerren, damit er Rechenschaft für sein Leben ablegt. Doch auch der Teufel möchte sich seiner annehmen“, beschreibt Franz Hochmuth das Stück. Und so nimmt es seinen Lauf um Jedermann. Bei dieser Produktion wird Franz Hochmuth auch viele neue Mitspieler erstmals auf die Zeitlarner Bühne schicken.

Premiere ist am 8. Juni

„Der Tod im Birnbaum“ wurde 2013 aufgeführt.Foto: Archiv Neu
„Der Tod im Birnbaum“ wurde 2013 aufgeführt.Foto: Archiv Neu

Die Proben für das Stück laufen bereits auf Hochtouren. Gespielt wird im Anwesen Obletshauser, Obere Gasse 16 in Zeitlarn. Premiere ist am Freitag, den 8. Juni. Die weiteren Aufführungen sind am 15./16./17./24./29./30. Juni, als Ersatztermin ist der 1. Juli vorgesehen, Freitag und Samstag wird jeweils um 20.30 Uhr und sonntags um 19.30 Uhr gespielt. Gespielt wird bei fast jedem Wetter.

Karten gibt es in Zeitlarn bei der Sparkasse und im Café Zeitlos, unter www.theater-zeitlarn.de/karten beziehungsweise unter (0941) 630 444 25, mit Angabe von Name, Telefonnummer und Anzahl der Karten. Sie kosten im Vorverkauf zwölf und acht (ermäßigt) Euro. An der Abendkasse kosten die Karten 14 und zehn Euro. Einlass ist eine Stunde vor Beginn. „Wer nun Lust und Spaß hat, im Theater mitzumachen, sei es als Mitspieler oder als Helfer hinter der Bühne, ist herzlich willkommen“, resümiert Franz Hochmuth.

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Der Vorverkauf läuft

  • Reservierung:

    Die Karten können online auf der Homepage des Theater (www.theater-zeitlarn.de/karten ), unter der Telefonnummer (0941) 630 444 25, mit Angabe von Name, Telefonnummer und Anzahl der Karten, reserviert werden.

  • Vorverkauf:

    Bestellte Tickets werden beim jeweiligen Aufführungstermin an der Abendkasse zur Abholung hinterlegt. Zusätzlich gibt es in Zeitlarn bei der Sparkasse und im Café Zeitlos Karten, ebenfalls im Vorverkauf,.

  • Preise/Einlass:

    Die Karten kosten im Vorverkauf zwölf Euro, ermäßigt acht Euro. Für Kurzentschlossene sind an der Abendkasse die Karten zu 14 Euro (Zehn Euro ermäßigt) erhältlich. Einlass ist eine Stunde vor Beginn.

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