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Donnerstag, 22. Februar 2018 1

Neujahrsempfang

Verdiente Mitbürger ausgezeichnet

Gemeinde und Pfarrei Wiesent arbeiten Hand in Hand. Bürgermeisterin Elisabeth Kerscher blickte auf „spannendes Jahr“ voraus.
Von Theresia Luft

Die von Gemeinde und Pfarrei geehrten Bürger beim Neujahrsempfang Wiesent mit Pfarrer Franz Matok (links) und Bürgermeisterin Elisabeth Kerscher (rechts) Foto: Theresia Luft

Wiesent..Gemeinde und Pfarrei Wiesent luden zum Neujahrsempfang in den Pfarrsaal. Geladen waren Vereinsabordnungen, kirchlich Engagierte, Neubürger, die jetzt in Wiesent beheimatet sind, die Brautpaare des Jahres 2017, Vertreter von Schule, Kindergarten und Kinderbetreuung sowie die Mitarbeiter der Verwaltung.

Bürgermeisterin Elisabeth Kerscher begann ihre Ausführungen mit einer kleinen Geschichte. Sie erzählte von einem alten Esel, der in einen Brunnen fiel und, als der Brunnen zugeschüttet wurde, sich Stück für Stück mit eigener Kraft nach oben arbeitete, da er die Erde immer wieder von seinen Rücken schüttelte.

Sie verglich den Esel in der Geschichte mit dem ehrenamtlichen Engagement. „So geht es uns des Öfteren, es wird viel auf unseren Rücken abgeladen, es ist nur eine Frage, wie wir damit umgehen. Ob wir uns zuschütten lassen oder den Spieß umdrehen und aus den Situationen Gewinn ziehen“, so Kerscher.

„Das Jahr hat schon volle Fahrt aufgenommen, der Alltag hat uns wieder und es mögen Ihre persönlichen Wünsche im neuen Jahr erfüllt werden“, gab die Bürgermeisterin den Wiesentern auf den Weg. In ihrem Rückblick ging sie auf weltpolitische Themen von 2017, etwa die Amtsführung von US-Präsident Donald Trump oder den geplanten Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union, ein. Sie legte aber auch ein besonderes Augenmerk auf gemeinderelevante Themen wie den Umbau der alten Schule in ein Rathaus, die abgeschlossene Friedhofserweiterung, das mit viel ehrenamtlichem Engagement errichtete FFW Haus in Dietersweg oder den Jubiläumsweihnachtsmarkt. „Auch 2018 erwartet uns ein arbeitsintensives und spannendes Jahr. Ohne das ehrenamtliche Engagement vieler, das wiederum vielen zugutekommt, gäbe es im Dorf vieles nicht“, dankte Kerscher allen, die sich für das Gemeinwohl einsetzen. Anschließend würdigte die Bürgermeisterin drei Bürger der Gemeinde für ihre besonderen Leistungen, im Beruf, im Sport und im Vereinswesen jeweils mit einer Urkunde und einem Geschenk. Pfarrer Franz Matok wünschte zuerst den Segen Gottes für 2018. „Zurückschauen und mitnehmen in Neue gehören zum Jahresanfang. Wenn es der Wirtschaft und dem Staat gut geht, geht es auch der Kirche gut“, so der Geistliche, der aber trotzdem den Rückgang der Kirchgänger in Wiesent bemängelte und auch bedauerte, dass bei den Kollekten immer weniger gegeben würde. Auch dem Aufwand für die Erstkommunion stehe ein „gleich Null-Erfolg gegenüber“, so Matok. Der Pfarrer kritisierte die nachlassende kirchliche Bindung und das fehlende Spirituelle in der Kirche. Es fehlten die Beter, sagte er. Für 2018 kündigte er die Sanierung des in die Jahre gekommenen Pfarrsaals an und kritisierte, dass bei der Planung 18 000 Euro zum Fenster hinausgeworfen worden seien. Insgesamt gehe Matok von etwa gut einer Million an Kosten aus. „Ich scheue mich nicht, bei den Firmen um Spenden zu betteln. Wer gleich spendet, der erspart mir Zeit“, fügte er an. Pfarrer Matok sprach allen seinen Dank aus, die sich das ganze Jahr über in der Kirche einbringen und ehrte die Mesner aus Kruckenberg und Dietersweg mit je einer Regensburger Sonntagsbibel. Ludwig Peutler ist seit 15 Jahren Mesner in Kruckenberg. Er war 19 Jahre Kirchenpfleger und 20 Jahre MMC-Obmann in Kruckenberg. Er hat dazu beigetragen, dass die Kirche eine neue Uhr bekam, eine neue Beleuchtung mit Fernbedienung und ebenso eine Glocke. Das Ehepaar Marianne und Alois Feldbauer ist seit 2007 Mesner sowie Vorbeter bei Rosenkranz, Fußwallfahrt und Bittgang. Es war 2014/15 beim neuen Farbanstrich der Kirche in Dietersweg maßgeblich mitbeteiligt und hat kräftig mit Hand angelegt. Musikalisch umrahmte der Kirchenchor unter Leitung von Elia Caneiro den Neujahrsempfang.

Auszeichnungen der Gemeinde Wiesent:

Martin Rothammer: Absolvierte ab 2014 bei Strabag eine Ausbildung zum Straßenbauer, wurde im Dezember in Berlin als bester Straßenbauer Deutschlands ausgezeichnet und studiert derzeit Bauingenieurswesen an der OTH Regensburg.

Bastian Ederer: Der Justizvollzugsbeamte holte sich in der Sparte Kraftsport zahlreiche Titel und Auszeichnungen. So bei der deutschen Meisterschaft in Kraftdreikampf, bei der Europameisterschaft und qualifizierte sich für die Weltmeisterschaft.

Karl Peutler: Sein Engagement gilt nach wie vor den örtlichen Vereinen. Er hält dem SV, der FFW und dem KRV schon sehr lange die Treue, erhielt zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen und ist zur Stelle, wenn Hilfe benötigt wird.

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