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Samstag, 21. Juli 2018 28° 8

Ausstellung

Vernissage des Kulturkellers

Ab dem 22. Juni zeigen Künstlerinnen ihre Werke im Klosterstadl Pielenhofen. Frauen sollen deutlicher wahrgenommen werden.

Die in Pielenhofen ausgestellten Werke sind mit verschiedenen Techniken und Stilen angefertigt. Foto: lmj
Die in Pielenhofen ausgestellten Werke sind mit verschiedenen Techniken und Stilen angefertigt. Foto: lmj

Pielenhofen.Der pittoreske Ort, das Kloster, das Wasser der Naab, die schroffen Felsen des Jura, all das mutet in Pielenhofen schon sehr künstlerisch an. Die Kunstszene in Pielenhofen erschließt sich trotzdem dem Besucher nicht auf den ersten Blick. Während im Nachbarort Kallmünz einem die Kreativität offen vor Augen geführt wird, muss man in Pielenhofen schon auf die leisen Töne achten. So ist es umso erfreulicher, das der Kulturkeller erstmals, nach einigen erfolgreichen Konzerten und Lesungen, eine eigene Ausstellung zeigt. Ab dem 22. Juni zeigen sechs kreative Frauen aus Pielenhofen, dass es sich lohnt, die Kunstszene in Pielenhofen zu entdecken.

Durch den restaurierten Klosterstadl und den Kulturkeller, der mit ebenso bezaubernden Räumlichkeiten aufwarten kann wie der Klosterstadl und das Kloster selbst, wurde der Kunstszene in Pielenhofen ein neuer Rahmen geschaffen, der es den Künstlerinnen ermöglichen soll, in Zukunft deutlicher wahrgenommen zu werden. In Distelhausen gibt es seit vielen Jahren die Galerie von Caroline Insinger. Etliche Künstlerinnen aus der Region konnten hier ihre Werke ausstellen. Im letzten Jahr wurde der Kulturpreis des Landkreises in Pielenhofen vergeben, der Jugendkulturpreis ging sogar an die in Pielenhofen ansässige Tanzakademie „Dance worxxx company“. Auch die Herderschule im Kloster hat sich der Kunst verschrieben mit Ausbildungsschwerpunkt in Kunst und Gestaltung.

Abwechslungsreiche Ausstellung

Der Herderkulturverein bringt seit 2015 Künstler unterschiedlichster Art zusammen und vermietet auch Ateliers an Künstlerinnen. Und zwei davon werden gemeinsam mit vier weiteren Frauen aus Pielenhofen in den Monaten Juni und Juli eine abwechslungsreiche Ausstellung präsentieren. Am Freitag, den 22. Juni, wird es eine große Eröffnungsvernissage geben. Mit einem kleinen Imbiss, feierlichen Worten des Bürgermeisters und einer stimmungsvollen musikalischen Begleitung von Markus Bögl und Gertie Miller am Klavier wird man sich entspannt auf die Darstellungen einlassen können.

„Die ausgestellten Werke sind mit unterschiedlichen Techniken und Stilen angefertigt, wobei Intuition und Liebe zur Natur aus allen Werken sprechen. Gezeigt werden klein- und großformatige Malerei und Skulpturen, einmal figural, einmal Objekt bezogen“, erklärt Isolde von Reusner, eine der Ausstellerinnen. Sie selbst zeigt unter anderem dreidimensionale Werke, bei denen sie sich vor allem auf Phänomene aus der Natur konzentriert. Die Skulpturen von Manuela Görgen sind in Pielenhofen schon bekannt.

Eine Dreiergruppe, entstanden mit Künstlern aus Frankreich und Italien während eines Aufenthaltes in Pielenhofen, ist als Dauerleihgabe im Klosterstadl zu bestaunen. Ihre stilisierten Figuren strahlen gerade durch die Reduzierung auf das Wesentliche eine intensive Tiefe aus. Evamaria Sterrs Bilder bestechen durch eine eindrückliche Farbgestaltung und beeindruckende Lebendigkeit. Dagegen bilden die Kunstwerke von Beate Weywara mit ihren zarten Farben einen gelungenen Kontrast.

Harmonische Aquaralle

Rita Gäßler arbeitet schon lange in Pielenhofen in ihrem eigenen Atelier. Sie zeigt in der Ausstellung abstrakte Bilder in auffälligen Farben, die die Blicke auf sich ziehen, wie beispielsweise bei ihrem Druck „Lavateufelchen“. Abgerundet wird die Ausstellung letztendlich mit den harmonischen Aquarellen von Martina Donhauser.

Bei aller Unterschiedlichkeit der sechs Frauen ist ihnen doch auch vieles gemeinsam. Die Verbindung zur Natur, das Gefühl, Kunst erschaffen zu müssen wie aus einem inneren Zwang heraus und die Leidenschaft, die man in all ihren Werken erspüren kann.

Die Ausstellung in Pielenhofen geht vom 22. Juni bis zum 15. Juli. Geöffnet ist jeweils von Montag bis Freitag von 10 Uhr bis 18 Uhr, samstags von 10 Uhr bis 13 Uhr und von 14 Uhr bis 16 Uhr sowie sonntags von 11 Uhr bis 15Uhr. Mittwochs ist die Ausstellung geschlossen. An den Wochenende sind die Künstlerinnen selbst zugegen und freuen sich auf Gespräche mit Interessierten. (lmj)

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