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Mittwoch, 20. Juni 2018 30° 3

Jubiläum

Vier Tage für die Feuerwehr

Noch bis Montag feiert die Feuerwehr Kiefenholz ihr 150-Jähriges. Am Wochenende ließen die Mitglieder den Verein hochleben.
Von Theresia Luft

  • Auf dem Weg zum Gottesdienst. Foto: Theresia Luft
  • Die Fahnenbänder zieren die gesegnete Fahne. Foto: Theresia Luft
  • Pfarrei Baier segnete die Fahnenbänder und die Fahne. Foto: Theresia Luft

Wörth.Vier Tage feiern die Mitglieder der FF Kiefenholz mit einem großen Fest ihren 150. Geburtstag. Als Patenverein stand ihnen die FF Wörth zur Seite, die in zwei Wochen ebenfalls ihre 150-Jähriges feiern wird. Am Sonntag wurden zum Festzug weitere 60 Feuerwehren erwartet.

Höhepunkt war der Festsonntag mit Segnung der restaurierten Fahne und einen stattlichen Festzug durchs Dorf. Pfarrer Johann Baier zelebrierte die Festmesse, die musikalisch vom FF Chor und den Wickies umrahmt wurde. Er ging auf die 150-jährige Tradition der FF Kiefenholz ein. Die Katastrophen, vor allem Hochwasser der nahen Donau und Brände, riefen damals die FF zum Einsatz. Die Einsätze hätten sich heute eher zur technischen Hilfeleistung entwickelt.

Gemeinschaft bleibt wichtig

In den 150 Jahren hat sich in der FF nichts geändert: Einander beizustehen und der Zusammenhalt seien noch genau so wichtig, auch fürs Dorfleben, wie es die Kiefenholzner seit 150 Jahren praktizierten, sagte der Pfarrer. Anschließend segnete er die Fahnenbänder und die Fahne.

Festmutter Anita Kramer und Festbraut Julia Guggenberger sprachen ihre Prologe und hefteten ihre Fahnenbänder an. Für die Patenwehr gab es ein Erinnerungsband, ein Totenband und ein Festdamenband. Grußworte überbrachten stellvertretender Landrat Willi Hogger, Kreisbrandrat Wolfgang Scheuerer und Bürgermeister Anton Rotfischer. Schirmherr Franz Beutl jun. dankte allen, die zum Gelingen des Festes beitrugen und lobte die guten Netzwerke. Am Abend heizten die Wickies so richtig ein. Wie Festleiter und Vorstand Thomas Schweiger bereits zum Festauftakt sagte, freute es die FF und ihn ganz besonders, dass die Höfe sich zum Fest herausgeputzt haben. Am Freitag stand zum Festauftakt der Bieranstich durch Schirmherr Beutl an. Obwohl es am Freitag zu heftigen Regenschauern kam, startete die FF trocken ins Jubelfest. „Ois Easy“ sorgte für Partystimmung und im nu waren alle auf den Bänken. Der Samstag wurde ruhiger. Es wurde der verstorbenen Kameraden der vergangenen 25 Jahre gedacht und Pfarrer Baier erinnerte an die Mitglieder, die den Verein in der Vergangenheit trugen. „Sie sind nicht vergessen, im Gebet sind sie uns nahe“, so Baier. Festleiter und Vorsitzender Thomas Schweiger war dies ein besonderes Anliegen: „Unsere Gründerväter erkannten damals schon, dass sie nur gemeinsam etwas erreichen und aufbauen konnten. Deshalb ist es wichtig, bei unserem Jubiläum auch an die Verstorbenen zu erinnern, auch wenn wir sie nicht mehr gekannt haben. Es ist für uns Ehrensache ihrer zu gedenken“.

Im Bierzelt gab es anschließend bayrisch-böhmische Blasmusik mit den Hirschlinger Musikanten. Landrätin Tanja Schweiger kam zum Totengedenken und gratulierte der Jubelwehr. An das Fest vor 25 Jahren erinnerten sich auch Franz Beutl sen. und seine Frau Helene. Der Senior war beim 125-Jährigen Schirmherr und jetzt wurde diese Ehre seinem Sohn zu teil. Beutl sen., der die Vereinschronik führt, erzählte von damals: „Es war ned ganz so schwungvoll, etwas bescheidener, aber genau so lustig und mit dem Wetter hatten wir halt damals kein Glück.“

Impressionen vom Fest zeigt unsere Bildergalerie:

Impressionen vom Jubiläum

Verantwortung als Schirmherr

Der ehemalige Bürgermeister, dem öfter das Amt als Schirmherr angetragen wurde, sah die Aufgabe immer als große Verpflichtung gegenüber den Vereinen an. Auch seine Frau Helene ist fest mit der FF Kiefenholz verbunden. Vor 50 Jahren war sie Festmutter. „Damals war ich 29 Jahre alt, hatte zwei kleine Kinder und es war einfach bescheidener. Mein Mann sagte, ich sei ned richtig im Takt marschiert. Den Satz werde ich nicht vergessen“, schmunzelte sie und erzählte von ihrem Festkleid: Es war ein kurzes Kleid mit gleichfarbigem Mantel, so wie man es 1968 eben hatte. Auch bei Marita Gestberger, die von 25 Jahren Festmutter war, weckte das 150-Jährige wieder jede Menge Erinnerungen und sie genoss dieses Jubiläum aus einer anderen Perspektive. Alle waren sich jedoch einig, Schirmherr, Festmutter und Festbraut, ob damals oder heute, dass es ist immer eine Ehre sei, für so ein Amt ausgewählt zu werden. Für den Festausklang am Montag sorgen die Rotzlöffl.

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