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Dienstag, 19. Juni 2018 26° 3

Brandschutz

„Vier Verletzte“ bei Hausbrand

Die Feuerwehr aus Graßlfing übte in einem abbruchreifen Haus. Der Ernstfall konnte so bestens geprobt werden.
Von Josef Eder

  • „Wasser marsch“ hieß es bei der Übung der Graßlfinger Feuerwehr.FotO: eder
  • Die „Verletzten“ wurden von Atemschutzträgern gerettet.

Pentling.Die Gunst der Stunde nutzte die Feuerwehr Graßlfing für eine außergewöhnliche Übung. Die Ausgangslage war: Brand im Wohnhaus von Michael Hendlmeier. Mit mehr als zwanzig Aktiven, davon viele Atemschutzgeräteträger, konnte die Wehr in der nasskalten Februarnacht üben. Das Anwesen wird in den nächsten Wochen abgebrochen. Dort entsteht in der Dorfmitte zwischen Röschgasse und Kirchenweg ein Achtfamilienhaus.

Kommandant Wolfgang Fröhlich und seine beiden Stellvertreter Wolfgang Wilhelm und Simon Eder erhielten die Erlaubnis, unter realen Bedingungen im Haus zu üben.

Mit der Tragkraftspritze (TS) förderten die Wehrmänner vom nahegelegen Überflurhydranten das Wasser. Zusätzlich wurde in der dunklen Neumondnacht die mobile Beleuchtungseinrichtung aufgebaut. Um sie zu befördern, musste das Tragkraftspritzenfahrzeug zwei Fahrten machen. Es hat als Standartbeladung nur die TS an Bord. Das Aggregat steht auf einer Wechselladereinrichtung im Gerätehaus. Weiter wurden die beiden Scheinwerfer des Fahrzeuglichtmastens eingesetzt.

Mit Steckleiterteilen stiegen die A-Träger im ersten Obergeschoss des Hauses ein. Weitere Kräfte durchsuchten das Erdgeschoss nach vermissten Personen. Mit Strahlrohren wurde der angebaute Stadl gekühlt, damit das angenommene Feuer nicht übergriff. Die im Obergeschoss eingeschlossenen verletzten vier Menschen (Jugendfeuerwehr) retten die Atemschutztrupps. Alle vier Verletzten wurden den Ersthelfern übergeben. Die letzte Kontrolle nach versteckten Glutnestern wurde mit der von der FF Matting zur Verfügung gestellten Wärmebildkamera durchgeführt.

Die Lage wurde laufend vom Einsatz- und den Abschnittsleitern erkundet und beurteilt. Die Hofstelle liegt im Herzen des 900 Seelen zählenden Ortes. Sie ist umgeben von weiteren Scheunen, die in Holzbauweise errichtet sind. Bei der Nachbesprechung wurden die aufgetretenen Fehler angesprochen und die erste Großübung des Jahres. Solche aufwendigen Übungseinsätze wurden in früherer Zeit meist bei der Feuerwehraktionswoche (Brandschutzwoche) inszeniert. Die Schlagkraft der Ortswehr, die mit einem TSF und vier Atemschutzgeräten ausgerüstet ist, wurde allgemein gelobt.

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