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Montag, 16. Juli 2018 29° 8

Pläne

Was wird aus dem Kindergarten?

In der Bürgerversammlung in Lappersdorf ging es um Sanierung oder Neubau. Der Markt wartet auf Aussagen der Pfarrei.
Von Josef Dummer

Der in Erwägung gezogene Abriss des Lappersdorfer Kindergartens mit Neubau an anderer Stelle erhitzte die Gemüter in der Bürgerversammlung. Foto: ldk
Der in Erwägung gezogene Abriss des Lappersdorfer Kindergartens mit Neubau an anderer Stelle erhitzte die Gemüter in der Bürgerversammlung. Foto: ldk

Lappersdorf.Die relativ hohe Zahl von fast 100 Besuchern bei der Bürgerversammlung im Aurelium ließ es schon erahnen: Vielen Lappersdorfern brennt ein Problem auf den Nägeln: die Pläne für einen Integrations-Kindergarten in Lappersdorf. Bürgermeister Christian Hauner hatte angesichts vieler junger Eltern im Publikum wohl auch schon etwas geahnt. Am Ende seines knapp einstündigen Rechenschaftsberichts sagte er, der Marktrat und die Verwaltung würden dieses Thema erst wieder aufgreifen, wenn von der Pfarrei eine schriftliche Stellungnahme vorliegt. Darin müsse es um konkrete Pläne in Sachen Sanierung, Umbau oder Neubau des Kindergartens an anderer Stelle und bezüglich eines neuen Pfarrheims gehen.

Willi Dietl war jedoch der Meinung, dass die geäußerten Pläne zu einem neuen Kindergarten sehr wohl die Interessen des Marktes tangieren, weil sich dadurch die Möglichkeit für einen Anbau an das Rathaus auftun würde. Bürgermeister Hauner gab zu, dass im Rathaus Platzprobleme vorherrschen und man für eine geeignete Lösung dankbar wäre. „Dies hätte eine Alternative sein können“, sagte Hauner, doch nach Gesprächen mit der Pfarrei kam die Verwaltung zu der Einsicht, dass hier noch großer Klärungsbedarf herrsche und deshalb Pläne in dieser Richtung erst weiterverfolgt werden, wenn eine konkrete Stellungnahme der Pfarrei schriftlich vorliegt.

Eltern wollen eine Sanierung

Dekan Alexander Huber und Kirchenpfleger Albert Baldauf waren in der Bürgerversammlung nicht anwesend, um sie zu den Absichten der Pfarrei befragen zu können, was allgemein bedauert wurde. Aus den Reihen der Elternschaft kamen zudem weitere Wortmeldungen, die ausschließlich eine Sanierung des Kindergartens am jetzigen Standort befürworteten. Bürgermeister Hauner: „Der Spielball liegt jetzt bei der Pfarrei.“ Eine Anfrage von Reinhold Breuer, ob der geplante Stromtrassenverlauf von „TenneT“ auch den Markt Lappersdorf betreffe, verneinte Bürgermeister Hauner, „und wenn, dann nur im Falle der Alternativtrasse ganz marginal im Norden durch Lappersdorfer Waldgebiet“.

Hildegard Lehner wünschte sich mehr Pflanzen und Sträucher im Markt Lappersdorf und den Verzicht auf Glyphosat, „zum Schutz von Mensch und Tier“. Die Anfrage von Willi Dietl, wann der geplante fußgängerfreundliche Ausbau der Lappersdorfer Ortsdurchfahrt vonstattengehe, beantwortete Hauner mit dem Hinweis, dass diese Maßnahme wegen „derzeit vieler wichtiger anderer Baustellen im Markt erst 2019 zum Zuge kommt“.

Walter Braun setzt seine Hoffnungen in die angekündigte Sanierung der Abwasseranlagen, nachdem der Kanal in der Michael-Bauer-Straße aus Kapazitätsgründen den sich häufenden großen Regenereignissen anscheinend nicht mehr gewachsen sei, wie er vermehrt feststellen müsse. Bauamtsleiter Christian Cesarz erklärte, die Schäden seien in jüngster Zeit durch Kamerauntersuchungen aufgenommen worden. Sie werden jetzt klassifiziert, um dann in die Planung für die Sanierung einsteigen zu können. Ein Ausbau wegen zu geringer Kapazität sei derzeit nicht vorgesehen. Die Lage in der Michael-Bauer-Straße werde jedoch genauer untersucht und bei Bedarf entsprechend gehandelt, sagte Cesarz.

Der RVV soll nachbessern

Anfragen zur Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs in Lappersdorf mit einer zielführenden Vertaktung werden laut Hauner an den RVV weitergeleitet, der im Übrigen demnächst für Lappersdorf neue Pläne vorstellen wird. Auch der morgendliche Stau an der Ampel von der Regensburger Straße kommend zum Lappersdorfer Kreisel bzw. zur Lappersdorfer Straße werde beobachtet und wenn möglich abgestellt, versprach der Bürgermeister. „Wie sieht es mit neuen Baugebieten in Lappersdorf aus?“, fragte ein Versammlungsteilnehmer. Hauner versprach, nach Genehmigung des neuen Flächennutzungsplans in Einklang mit den Infrastrukturmaßnahmen in dieser Sache am Ball zu bleiben.

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