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Dienstag, 22. Mai 2018 25° 2

Volksfest

Weinzelt-Betreiber für Volksfest gesucht

Beratzhausener Garde zieht sich zurück. Arge schaut sich nach neuen Biertischgarnituren um und beantragt ein Parkleitsystem.
Von Ingrid Kroboth

Im Hintergrund ist das Weinzelt zu sehen, das bisher von der Faschingsgarde betrieben wurde. Foto: Archiv/Kroboth

Beratzhausen.Will denn wirklich keiner der örtlichen Vereine beim Volksfest die Bewirtung des Weinzeltes übernehmen? In der Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Beratzhausener Vereine (Arge) machten einige Vereinsvertreter klar, warum sich das Interesse an der öffentlichen Ausschreibung „bei Null“ bewegt.

Arge-Vorsitzender Herbert Liedtke ging kurz auf die Vorgeschichte ein: Die Faschingsgarde der Kolpingsfamilie sei ausgestiegen, „weil es ihnen zu viel geworden ist“. Doch diese Darstellung revidierte Werner Brettner als Vertreter der Garde ganz entschieden. Für ihn sei schon beim Zeltaufstellen im vergangenen Jahr klar gewesen: „Das war das letzte Mal!“ Ausschlaggebend sei das Verhalten der Gemeinde gewesen. Denn erst am Festplatz habe der Verein erfahren, dass die Öffnungszeiten für die Bar im Festzelt erweitert worden seien: „Länger als fürs Weinzelt!“ Damit habe die Gemeinde den Weinzeltbetrieb kaputtgemacht, der bisher von der dreistündigen Stoßzeit nach dem Ausschank-Ende im Bierzelt lebte, so Brettner. Außerdem seien in den zehn Jahren immer mehr Auflagen zu erfüllen gewesen.

Kritik zurückgewiesen

Doch diese Kritik wollte sich Bürgermeister Konrad Meier so nicht anhören. Schließlich sei das Volksfest „immer besser geworden“ – auch der Ausschank. Das Weinzelt sei ein Angebot an die Vereine. Wenn sich bis 30. April kein neuer Betreiber gefunden hat, werde der Festwirt auch das Weinzelt übernehmen. „Ich bin nicht dazu da, mir die Fotzen abzuholen“, schimpfte Meier. Kritik könne ja durchaus auch positiv sein, räumte er ein, „die muss aber nicht immer nur einer oder ein paar abkriegen“. Ein Weinzelt-Betreiber fand sich auch in der Sitzung nicht. Selbst Feuerwehr-Vorsitzender Josef Baldauf bekundete, im Hinblick auf das große Jubiläum im kommenden Jahr wäre das „einfach zu viel“.

Rege Diskussion entfachte die Anschaffung von Biertisch-Garnituren durch die Arge. „Gekauft sind’s gleich, aber die brauchen Verwaltung“, gab Walter Liedtke zu bedenken. Immerhin seien von den ursprünglich 100 Garnituren der Arge noch 17 übrig. Freilich seien auch etliche kaputtgegangen, war sich die Versammlung einig. Bürgermeister Meier bot für die Lagerung einen Platz im gemeindlichen Bauhof an. Herbert Liedtke stellte 40 neue Garnituren in Aussicht.

Auf Vorschlag des Feuerwehrvorsitzenden Josef Baldauf diskutierte die Versammlung über die Anschaffung eines Parkleitsystems für Beratzhausen. Die Idee sei beim Faschingszug entstanden, den die Feuerwehr verkehrstechnisch abgesichert hatte und sich wegen der Sperrung von verschiedenen Seiten böse Beschimpfungen anhören musste. Dem könnten knapp drei auf vier Meter große Hinweistafeln zu aktuellen Sperrungen Abhilfe verschaffen, meint Baldauf.

Schilder werden angeschafft

Die Schilder müssten weit vor den Ortseingängen aufgestellt werden. Kostenpunkt für vier Tafeln: rund 15000 Euro, „eine Anschaffung für die nächsten 20 bis 30 Jahre“. Herbert Liedtke wird einen Antrag an den Marktgemeinderat formulieren – und sagte auch gleich eine finanzielle Beteiligung der Arge zu.

Zunächst mit großer Skepsis nahmen die Vereinsvertreter die von den Markträten Sebastian Liedtke und Andreas Niebler vorgestellte neue Vereinsfördersatzung zur Kenntnis. Letztendlich aber war den Vereinsvertretern doch die Aussicht auf „zielorientierte“ Förderung lieber als das bisherige Gießkannenprinzip.

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