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Freitag, 20. April 2018 26° 1

Energie

Wiesent fördert E-Mobilität

Die Gemeinde will sich am eCarsharing von KERL beteiligen. Das kommunale Ökopaket zum Klimaschutz soll erneuert werden.
VON PETER LUFT

  • Die Gemeinde Wiesent will sich an der Neuauflage eines standortgebundenen eCarsharings beteiligen. Foto: Maria Politzka
  • Auf dem neu sanierten Friedhof in Wiesent sollen künftig unterschiedliche Ruhefristen gelten. Foto: Petra Schmid

Wiesent.Die Gemeinde Wiesent ist bestrebt, am erfolgreich eingeschlagenen Kurs beim Klimawandel und der E-Mobilität festzuhalten. Deshalb will die Kommune Anfang nächsten Jahres an der Neuauflage mit einem standortgebundenen eCarsharing der KERL e. G. durch die kommunale Energie Regensburger Land mit dabei sein. Das beschloss der Gemeinderat am Dienstag mit 11:1 Stimmen.

Manuela Zirngibl aus Kürn vom Arbeitskreis für Klimaschutz in der Gemeinde Wiesent stellte dem Gremium in der Sitzung die Neuauflage vor. Sie ging auch auf die Kostenkalkulation mit Nutzungsgebühren und Buchungsvorgang ein. „Voraussichtlich werden E-Fahrzeuge in den Landkreisgemeinden Schierling, Obertraubling, Pettendorf, Pentling, Regenstauf und Wiesent über zwei Jahre im neuen Förderprojekt zur Verfügung stehen“, sagte die Klimaschutzmanagerin.

Den Förderantrag stellen

„Es ist jetzt ein neues Modell ausgearbeitet, das heute vorgestellt wird. Wir sollten hier schon den Antrag auf Förderung stellen und uns am Fortsetzungsprojekt beteiligen“, sagte Bürgermeisterin Elisabeth Kerscher (CSU). „Die Kostenfrage für das E-Fahrzeug sollte für den Anmieter keine Hürde sein. Wir sollten die Leute ja dazu bewegen“, sagte 2. Bürgermeister Herbert Hanwalter (CSU).

Manuela Zirngibl stellte in der Sitzung auch die Neuauflage des Wiesenter Ökopakets mit den Förderungen zum Klimaschutz unter Berücksichtigung der aktuellen Verordnung zur Energieeinsparung vor. Zum gestaffelten Ökopaket der Kommune gehöre auch ein kommunales Förder- und Bonussystem für den Bestand an Gebäuden sowie für Neubaugebiete. Neu dabei sind Dachbegrünung und Naturteiche. „Die Gemeinde Wiesent fördert seit zehn Jahren nachhaltige und umweltfreundliche Maßnahmen. Viele Bürger haben diesen Ökobonus angenommen. Diese gute Tradition sollten wir weiterentwickeln und anpassen“, sagte Manuela Zirngibl.

Sie beschrieb das neue Programm und die geänderten Rahmenbedingungen. „Die finanziellen Anreize sind gut, aber eigentlich sehr niedrig angesetzt. Diese könnten für Bauherren nur Anregungen und keine Anschubfinanzierung sein. Besonders bei Altbausanierungen sei der Ansatz niedrig. „Altbauförderung sollte uns aber schon wichtig sein. Die Gemeinde honoriert Energiesparer“, sagte 2. Bürgermeister Herbert Hanwalter.

„Die Gemeinde sollte wissen, was in der Gemeinde passiert. Das wissen wir z. B. bei Neubauten. Der Arbeitskreis Klimaschutz in der Gemeinde bringt uns da schon was“, sagte Geschäftsleiter Klaus Eschbach. „Die Gemeinde sollte hier Beratungen anbieten“, sagte Josef Raab (FAW). „Dadurch sollte sich Bereitschaft der Bürger einstellen“, sagte Alois Giehrl (CSU). „Wir haben jetzt viel angesprochen. Wir werden den Beschluss nach reiflicher Überlegung in einer der nächsten Sitzungen fassen“, sagte Bürgermeisterin Kerscher.

Zur Änderung des Bebauungsplans „Galgenberg“ berichtete Kerscher von einem Ortstermin mit Betroffenen am 2. November, wo die Thematik vorgestellt wurde. Rückmeldungen der Beteiligten ergeben das eindeutige Signal, eine Änderung des Bebauungsplans wird abgelehnt. Der Gemeinderat billigte die Entscheidung der Bürger mit 12:0. Geschäftsleiter Klaus Eschbach erläuterte die unterschiedlichen Sichtweisen. Ebenfalls mit 12:0 beschloss der Gemeinderat die Stellungnahme zur siebten Änderung des Flächennutzungsplans Wörth zur Erweiterung des Gewerbeparks Wörth-Wiesent.

Zur Satzung über die gemeindlichen Bestattungseinrichtungen berichtete Klaus Eschbach. „Die Satzung stammt aus dem Jahr 2003, als die Gemeinde den Friedhof von der Pfarrei übernommen hat. Hier sind die Ruhefristen mit zwölf Jahren eingetragen. Untersuchungen des Staatlichen Gesundheitsamts ergaben aber, dieser Zeitraum reiche wegen der Erdbeschaffenheit bei Ruhestätten beim Eingang nicht aus. Für diesen Teilbereich sollte die Ruhefrist 20 Jahre gewählt werden“, sagte der Geschäftsleiter.

Diskussion über Urnengräber

Breiten Raum nahm die Aussprache zur Gestaltung der Urnen-Erd-Gräber und der Urnen-Wand-Gräber ein. Die Vorstellung reichte auch bis zu Grabdenkmälern aus Glas. „Keine Grabsteinherstellung aus Kinderhand“ sollte ebenfalls in die neue Satzung. Was an Urnengräbern abgestellt werde, sei von der Gestaltung nicht optimal. Man könne hier nur auf Verständnis appellieren. Das Thema Pietät sei mit betroffenen Grabbenutzern „nicht einfach zu besprechen“, räumte Elisabeth Kerscher ein. Zu diesem Thema sollten noch weitere Überlegungen angestrebt werden. „Die Änderung der Satzung werden wir in einer der nächsten Sitzungen beschließen.“

Gemeinderatssplitter

  • Finanzen:

    Erfreuliche Nachricht konnte Bürgermeisterin Elisabeth Kerscher im Gemeinderat überbringen: Vom Breitbandausbau mit Netzausbau Glasfaser bekommt die Gemeinde 30 Prozent der Leitungsmiete von R-Kom, das sind 6025 Euro. Ferner bekommt die Gemeinde laut Zuwendungsbescheid für die Sanierung der Grundschule 104 046 Euro. Für die Grundsanierung des Kindergartens liegt ein Förderbescheid über 483 000 Euro vor. FAG-Fördermittel für die Sanierung des Kinderhauses sind 2018 in Höhe von 1, 4 Millionen Euro zu erwarten.

  • Zuschüsse:

    Bewilligt wurden: Förderverein Elternbeirat 250 Euro, Eltern-Kind-Gruppen 300 Euro, Stadtkapelle Wörth 150 Euro, BUND 150 Euro.

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