mz_logo

Landkreis
Sonntag, 22. April 2018 28° 2

Politik

Wörth investiert 500 000 Euro

In der Straubinger Straße entsteht ein moderner Aufgang zum Schloss. Das Areal soll heuer noch fertig werden.
von Walter Schießl

So soll die Anlage in der Straubinger Straße aussehen. Animation: EBB Ingenieurgesellschaft

Wörth¨.Die Arbeiten gehen flott voran. Zum Jahresende werden die Wörther an der Straubinger Straße einen mustergültigen Zugang zum Schloss haben, der mit einem Fahrradstellplatz, einer E-Tankstelle und einer Stahltreppe ausgestattet ist. Dann wird ein Schandfleck, der vielen Besuchern ins Auge gestochen ist, verschwunden sein. Die Stadt wird sich an ihrem östlichen Eingang der Innenstadt dann gefällig und schön präsentieren.

Lange hat es gedauert, bis die Maßnahme in Schwung kam. Bürgermeister Anton Rothfischer musste mit der Regierung mehrere Gespräche führen, um wichtige Details abzuklären. Sämtliche Pläne mussten auf den Tisch der Behörde gelegt werden, um schließlich einen 60-prozentigen Zuschuss der förderfähigen Kosten aus Städtebaumitteln zu sichern. Das ging im vergangenen Jahr über die Bühne, in dem eigentlich – so die ursprüngliche Planung – die Maßnahme schon verwirklicht hätte werden sollen.

Die Touristen profitieren

So wurde 2017 zunächst der Bau, der von der Elektro-Beratung Bayern Ingenieurgesellschaft (EBB) geplant wurde, abgeklärt, ehe es dann im Herbst an die Ausschreibung ging. 500 000 Euro hat die Stadt für das Vorhaben eingeplant. Die Planungen insgesamt, so sagte das Stadtoberhaupt, seien aufwendiger gewesen, weshalb sie auch länger als vorgesehen dauerten. „Aber jetzt ist alles in trockenen Tüchern“, merkte Anton Rothfischer an. Seit einiger Zeit schon liefen die Vorbereitungen der Baumaßnahme, vor vier Wochen rückten die Bauarbeiter an, die zunächst einen provisorischen Aufgang errichteten, ehe dann die richtigen Arbeiten begannen.

Das Kellergewölbe, das von einem alten, längst abgebrochenen Anwesen noch stehenblieb, wurde verkleinert, es wird bald mit einer Metallabdeckung versehen. Eine Stützmauer ist bereits errichtet und die Firma ist damit beschäftigt, nach und nach die Planungen umzusetzen, sagte Siegfried Stadler, der städtische Bauamtsleiter, zur MZ. „Wir werden das alles in diesem Jahr erledigt haben“, merkte er an. Allerdings könne man nicht sagen, wann das Geländer, das sehr aufwendig herzustellen sei, tatsächlich angebracht werde.

Die Arbeiten laufen inzwischen auf Hochtouren. Fotos: Schiessl

Profitieren werden von der Maßnahme auch die Touristen, für die Fahrradboxen erstellt werden. „Sie können dort ihre Räderabstellen und zu Fuß zum Schloss hinaufsteigen“ sagte Bürgermeister Rothfischer dazu. Daneben wird ein alter, acht Meter tiefer Brunnen zu sehen sein, mit dem in dem alten Gebäude, das dort bis vor zwei Jahren stand, Wasser nach oben befördert wurde. Der Wasserspender war in einem Bierkeller, von denen es vor zweihundert Jahren über ein Dutzend in der Wörther Innenstadt gab, integriert. Das Haus als haus hatte die Stadt vor vier Jahren gekauft und abbrechen lassen, um eine Fläche für eine breitere Straße zu erhalten. Für E-Autos wird zudem eine Landestation gebaut, auch für E-Bikes wird eine solch errichtet.

Einer, der sich über die Neuerung an der östlichen Stadteinfahrt freut, ist Ortsheimatpfleger Fritz Jörgl. „Das wird eine Super-Sache“, sagte er, nachdem er sich die Planungen zu Gemüte geführt hatte. Wörth werde sich dann auch von dieser Seite her sehr schön präsentieren, sagte voraus. Auch seitens der Geschäftsleute atmet man auf, dass sich die Stadt dann auch von der östlichen Zufahrt her gefällig präsentieren werde.

Lob für die Eigeninitiative

Auch die privaten Hausbesitzer haben an dieser Stelle einiges getan und ihre Fassaden neu getüncht. „Das kann sich inzwischen schon sehr gut sehen lassen“, sagte Bürgermeister Rothfischer. Die Eigeninitiativen hätten sich schon positiv ausgewirkt, sagte er. Einzig ein großer Teil der alten Schlossmauer bleibt noch nicht so ansehnlich, weil der Stadt im Augenblick das Geld für eine teure Sanierung noch fehlt.

Aber dennoch wurde auch an einem weiter östlich gelegenen Teil der Straubinger Straße im vergangenen Jahr ein 50 Meter breites Stück der mauer saniert und dort ein Treppenaufgang geschaffen, der ebenfalls zum Schloss hinauf führt. Auf der gegenüberliegenden Seite der Straße wurden zwei alte Wohnhäuser von der Stadt gekauft, diese dann abgebrochen und eine kleine Grünanlage errichtet. Durch diese läuft der Stadtbach, der freigelegt wurde, um den Kneipp-Fans eine Möglichkeit zum Wassertreten zu bieten. Zunächst wollte man dort Parkplätze bauen, die Stadt musste dann aber darauf verzichten, denn as Einfahren aus den Parkplätzen in die Staatsstraße wäre für die Wagenlenker noch unter Behinderungen des Verkehrs zu bewerkstelligen gewesen. So wurde darauf verzichtet.

Weitere Nachrichten aus Wörth finden Sie hier.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht