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300 Besucher bei Benefiz-Weinfest

Die Lappersdorfer CSU spendet den Erlös an ein Projekt in Südafrika. Alt-Bürgermeister Erich Dollinger hielt einen Vortrag.
Von Josef Dummer

Pfarrer Markus Lettner stellte den Besuchern das Projekt in Südafrika vor, für das der Erlös aus dem Benefiz-Weinfest verwendet wird. Foto: Josef Dummer
Pfarrer Markus Lettner stellte den Besuchern das Projekt in Südafrika vor, für das der Erlös aus dem Benefiz-Weinfest verwendet wird. Foto: Josef Dummer

Lappersdorf.Viele interessante Programmpunkte machten den Erfolg des Benefiz-Weinfestes der Lappersdorfer CSU-Ortsverbände und der Frauenunion mit rund 300 Besuchern im Aurelium aus. Zum einen wurde „auf den Spuren der Geselligkeit“ gewandert, als der Haupt-Organisator der Veranstaltung, Alt-Bürgermeister Erich Dollinger, über „alte Dorfwirtshäuser, Schänken, Tafern und Wirtsleut‘“ berichtete, zum anderen gab es eine interessante Weinpräsentation und zünftige Blasmusik von der „Bawalatschn-Musi“.

Auch einmalig: Die Besucher wurden von den Marktratskandidaten der CSU-Liste für die Kommunalwahlen im kommenden Jahr bedient. Ebenso hörten sie interessante Ausführungen zu dem Projekt „Inspire - Menschenwürde für Farmarbeiterfamilien in Südafrika“, das von Pfarrer Markus Lettner aus Hainsacker mit seiner Familie unterstützt wird.

Hilfe für Farm in Südafrika

Pfarrer Lettner ist seit über 15 Jahren dort tätig und besucht das Projekt regelmäßig. Zu seiner Familie gehören auch sein Neffe Ben und seine Nichte Franziska, die eigens wieder aus ihrer Heimat zum Benefiz-Weinfest nach Lappersdorf angereist sind.

Sie kennen die Farm „Middlepos“ bestens und waren selbst schon einige Male in Südafrika zu Besuch, denn dort wird neben Gemüseanbau auch Weinbau betrieben, um für die Farmarbeiterfamilien ein Einkommen zu generieren.

Franziska und Ben Lettner sind Önologen, die im elterlichen Betrieb aufgewachsen und mit der Weinkunde bestens vertraut sind. Sie informierten die Besucher über die Weine aus der Kellerei „Hex vom Dasenstein“ und gaben ihnen einen Einblick in die Geheimnisse des badischen Weines vom Schnitt bis zur Lese.

Ben und Franziska Lettner berichteten aus Südafrika

Auffallend war die hohe Aufmerksamkeit der Gäste beim professionellen Vortrag der beiden Önologen, als es im Saal des Aureliums immer ganz still wurde, wenn Ben und Franziska Lettner ans Mikrofon traten. Sie erzählten spannende Geschichten vom südafrikanischen Weinbau und von Ideen auch aus anderen Ländern, was im Weinbau alles möglich ist und wie vielfältig die Methoden sind.

Auf der Farm Middlepos in der Nähe von Malmesbury, rund 80 Kilometer nördlich von Kapstadt, hat nach den Ausführungen von Pfarrer Lettner vor einigen Jahren der Aufbau eines Sozialprojektes begonnen, das inzwischen im ganzen südlichen Afrika Schule macht. Die Helfer praktizieren dort Hilfe zur Selbsthilfe, indem sie Kinder und Jugendlichen eine Ausbildung finanzieren, um dann selbständig vor Ort eine Karriere starten zu können.

Pfarrer Lettner versprach am Schluss seines Vortrags, dass jeder Euro in den durch die Reihen wandernden Spendenkörbchen voll und ganz diesem Projekt zugutekommen wird - und die Besucher zeigten sich sehr großzügig.

Auf den Spuren der Geselligkeit

Ein weiterer Programmpunkt war die Reise mit alten Bildern und Dokumenten von Alt-Bürgermeister Dollinger „auf den Spuren der Geselligkeit“ im Markt Lappersdorf und seinen Ortsteilen. Die Gäste im Aurelium erfuhren interessante Details über alte, bekannte und längste vergessene Wirtshäuser und Wirtsleute. Die älteste Erwähnung stammt aus dem Jahre 1450 und überliefert den Wirt aus Schwaighausen, dem späteren Gasthaus zur Post.

Wissenswertes zum Benefiz-Fest

  • Hilfsprojekt

    Unter dem Titel „Pop“ (path out of poverty = Weg aus der Armut) hat die Projektleiterin Ingrid Lestrade mit Helfern begonnen, Kinder und Jugendliche aus Farmarbeiterfamilien in Südafrika zu unterrichten.

  • Geselligkeit

    „Ohne Wirtshaus stirbt im Dorf die Geselligkeit“, warnte Alt-Bürgermeister Dollinger bei seinem Vortrag, mit dem er eindrucksvoll aufzeigte, wie die Wirtshäuser in Lappersdorf immer weniger werden.

Am Schluss eines „wieder einmal interessanten und gemütlichen Weinabends bei der CSU“, wie mehrere Besucher bestätigten, bedankte sich der CSU-Bürgermeisterkandidat Helmut Altmann bei allen Helfern, die zum Gelingen beigetragen haben.

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