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Brennberg

300 Besucher bei Open Air Kino auf der Burg

Mit der Idee, den Film „Wackersdorf“ als Open Air Aufführung auf Burg Brennberg zu zeigen, traf der Kulturausschuss der Gemeinde Brennberg den Nerv der Zeit.
Resi Beiderbeck

Den Film
Den Film "Wackersdorf" sahen 300 Besucher, die sich auf dem Burggelände niedergelassen hatten. Foto: lbi

Brennberg.300 Gäste kamen in den Burghof, ließen sich auf Bänken und sogar auf zusätzlich herbei getragenen Tischen nieder. Die Anhöhe vor dem Aussichtsturm wurde zur Picknickwiese, denn es war ausdrücklich erlaubt, Brotzeiten mitzubringen.

Stellvertretender Bürgermeister Franz Löffl freute sich über die große Anzahl von interessierten Zuschauern. Auch heute gelte es, wachsam zu sein, meinte er angesichts der Südostlink-Pläne. Im Film zu sehen, was die Bayerische Staatsregierung in den 80er Jahren ungeniert an Lügen verbreitete, fanden viele Besucher „beklemmend“ und „unglaublich“. Und trotzdem war es so, dass der Freistaat ohne rechtliche Grundlage mit Gewalt gegen Proteste einer Bürgerinitiative vorging, die sich für den Erhalt der Natur in ihrer Heimat einsetzte.

Die Geschichte über den Schwandorfer Landrat, der nachzuforschen begann und sich mit der mächtigen Strauß-Regierung anlegte, die Gründung der Bürgerinitiative und die Spaltung von Befürwortern und Gegnern der WAA ließ bei den Zuschauern automatisch immer wieder Parallelen zu den umstrittenen Stromtrassenplänen unserer Tage aufkommen. Letztlich war es wohl die Katastrophe von Tschernobyl, die das endgültige Aus der WAA nach sich zog.

„Was wird den Südostlink stoppen, der uns als alternativlos verkauft wird wie damals die WAA?“, fragten sich viele Menschen auf dem Heimweg von der Burg. (lbi)

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