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Gemeinderat

3,5 Millionen Euro für Kita

Barbing stellt in Sachen Kinderbetreuung die Weichen für die Zukunft. Die Kita soll 112 Kindern Platz bieten – vorerst.
Von Tino Lex

In Barbing entsteht eine vierzügige Kindertagesstätte. Bei einer Ortsbegehung sahen sich die Räte bereits Anfang Juni den Standort an. ARCHIV-Foto: LEX
In Barbing entsteht eine vierzügige Kindertagesstätte. Bei einer Ortsbegehung sahen sich die Räte bereits Anfang Juni den Standort an. ARCHIV-Foto: LEX

Barbing.Bauen kostet sehr viel Geld. Das haben nicht nur Privatbauherren in jüngster Zeit erfahren müssen, sondern auch Kommunen, die in ihre Infrastruktur investieren wollen. Allein von 2018 auf 2019 betrug die derzeitige Preisentwicklung im Bauwesen eine Kostensteigerung im Schnitt von 8,45 Prozent. Dies sei eine sehr „dynamische Kostensteigerung“ und mit den bislang vorangegangenen nicht zu vergleichen, erklärte Roland Weigl, Architekt bei der Ingenieursgesellschaft EBB. Weigl plant die neue Kindertagesstätte im Baugebiet Barbing Süd.

Am Dienstag präsentierte der Architekt dem Barbinger Gemeinderat nicht nur die geplanten Zahlen, sondern hatte auch einen Querschnitt und den Grundriss für das Gremium parat. Die neue Kindertagesstätte soll sowohl einen Kindergarten als auch eine Kinderkrippe beherbergen und wird viergruppig sein. Interessant ist die Tatsache, dass sich sowohl die Planer als auch die Verwaltung bereits im Vorfeld Gedanken gemacht haben, wie man eine eventuelle Erweiterung in späterer Zeit umsetzen könnte.

Eine Investition in die Zukunft

Weigl legte hier ein schlüssiges Konzept vor: Das Grundstück für eine spätere mögliche Erweiterung wird frei gehalten. Der Kindergarten würde sich nahtlos an den jetzt zu bauenden anschließen. Dass dies mit hohen Kosten einhergeht, ist klar. Veranschlagt sind 3,5 Millionen Euro, die aber zum Teil durch den Freistaat Bayern gefördert werden. Der Neubau eines vierzügigen Kindergartens mit Kinderkrippe und die optionale Erweiterung im Bebauungsplan Barbing Süd werden mit rund 50 Prozent gefördert. „Das Grundstück selbst ist nicht förderfähig“, wie Kämmerer Martin Eicher betonte.

Das gesamte Haus wird barrierefrei errichtet, verfügt über zwei Etagen und soll 112 Kindern genügend Platz bieten. Später einmal soll es 149 Kinder beherbergen, allerdings erst dann, wenn das bestehende Gebäude erweitert würde. Die Kindertagesstätte wird über Gruppenräume, einen Speiseraum, eine Küche, Sanitäranlagen sowie Ruheräume und Büros für die Leitung der Kita verfügen. Das Gebäude soll in Ziegelbauweise entstehen, ein Pultdach haben und den neuesten energetischen Stand vorweisen. Unterkellert wird das Gebäude nicht.

Die Gesamtfläche beträgt knapp 1350 Quadratmeter. Jeder einzelne Quadratmeter wird 1770 Euro kosten. Somit ergibt sich eine Summe von knapp 2,4 Millionen Euro, zu denen sich rund 530 000 Euro Baunebenkosten summieren. Für die Ausstattung und die Möbel sind 140 000 Euro veranschlagt. 262 000 Euro werden die Außenanlagen und Freiflächen kosten. An vorbereitenden Maßnahmen wurden 50 000 Euro eingeplant. Für die Gemeinderäte war dies ein schlüssiges Konzept und eine Investition in die Zukunft. Deshalb wurde der Bauantrag der Gemeinde auf Neubau eines Kindergartens auch einstimmig angenommen.

Umbau der bestehenden Krippe

Zum Thema Erweiterung der bestehenden Kinderkrippe in Barbing um eine Kinderkrippengruppe erklärte Kämmerer Eicher: „Wir haben alles durchgerechnet und es lässt sich sehr sehr günstig realisieren.“ Die Erweiterung werde rund 732 000 Euro kosten. Damit könne man die Behelfsunterkunft in der Alten Schule in Barbing dann endlich verlassen. Zudem ließ sich Bürgermeister Hans Thiel in der Sitzung zur Optimierung der Anlagentechnik-Station Friesheim und Illkofen eine nachträgliche Genehmigung erteilen. Grund hierfür war laut Bürgermeister, dass mehrere an den Kanal angeschlossene Haushalte Wasser im Keller hatten. Das Gebot der Stunde heiße hier daher, schnell zu handeln. Denn die Kostensteigerungen im Bauwesen seien allgegenwärtig.

Weitere Themen:

  • Sportgelände:

    Die Gemeinde und die Verantwortlichen SV Sarching wollen sich zusammensetzen und Strategie und Konzept für die Erweiterung des Geländes entwickeln.

  • Gas- und Fernwärme:

    Die Einführung einer Sperrfrist für Hausanschlüsse in der Frühlings- und Margaretenstraße wurde von den Gemeinderäten abgelehnt.

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