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Gesellschaft

400. Wanderung führt nach Blaibach

Die Kolpingwanderer feiern ein besonderes Jubiläum.

Die Kolping-Wanderer besichtigen das Blaibacher Konzerthaus. Gesungen wird auch. Foto: Sepp Meilinger
Die Kolping-Wanderer besichtigen das Blaibacher Konzerthaus. Gesungen wird auch. Foto: Sepp Meilinger

Alteglofsheim.2002 regten Johanna und Karl Seidl bei der Kolpingsfamilie an, regelmäßig Wanderungen im Umkreis von Regensburg und den benachbarten Landkreisen zu unternehmen. Die Idee kam gut an, und so strömen alle zwei Wochen um die 15 Frauen und Männer aus und werden somit zu einem „Wirtschaftsfaktor“, wie sie mit einem Augenzwinkern sagen.

Apropos Wirtschaften: Viele der bislang angesteuerten Wirtshäuser haben mittlerweile geschlossen oder nur noch an den Wochenenden geöffnet. Seidl bedauert das als ehemaliger Braumeister ganz besonders, denn damit werden die Planungen immer schwieriger. An einem Marterl oder in einer Kapelle ist immer Zeit für ein Gebet oder ein gemeinsames Lied. Die 400. Wanderung versinnbildlicht das besonders. Eine Führung im Konzerthaus Blaibach beeindruckte schon wegen der ungewöhnlichen Bauform eines schräg aus dem Boden ragenden Quaders, mehr aber noch, dass sich eine 2000-Seelen-Gemeinde ein eigentlich unmögliches Projekt zutraut, und dank einer enormen Eigenleistung auch durchsetzt. Der Bariton und heutige Intendant Eduard Bauer sowie der preisgekrönte Architekt Peter Haimerl, beide mit Bayerwaldwurzeln, schufen die Voraussetzungen, wie der 2. Bürgermeister Josef Speckner stolz berichtete. Er animierte die Kolping-Wanderer zu einem gemeinsamen Lied auf der Konzertbühne: „Froh zu sein, bedarf es wenig, denn wer froh ist, ist ein König!“ Was würde zu der Jubiläumswanderung besser passen als dieser Kanon? Was den Leib betrifft, hatte der Wirt gut vorgesorgt.

Und damit auch die Seele zu ihrem Recht kam, wurde bei tropischen Temperaturen die Wallfahrtskirche Weißenregen mit ihrer berühmten Fischerkanzel angesteuert.

„5000 Kilometer werden in den 400 Wanderungen schon zusammengekommen sein, das tut auch der Gesundheit gut“, versichern die beiden Wanderführer Johanna und Karl Seidl glaubwürdig, denn ebenso wie sie sind die meisten Kolping-Wanderer schon im besten Ruhestandsalter.

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