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Ausdauer

427 Sportler beim Kallmünzer Triathlon

Sebastian Neef und Astrid Zunner sind am Ende ganz vorn. Ein schwerer Unfall überschattete das Sportevent.
Von Andrea Leopold

So ruhig war es noch vor dem Start. Foto: Andrea Leopold
So ruhig war es noch vor dem Start. Foto: Andrea Leopold

Kallmünz.Der Wettergott meinte es mal wieder gut mit dem Kallmünzer Triathlon. War der Samstagvormittag noch leicht regnerisch und kühl, so öffneten sich pünktlich zum Start um 14 Uhr die Wolken und die Sonne spitzte hervor. Bei einer durchaus angenehmen Temperatur von 21,5 Grad Celsius in der Naab waren auch die Schwimmbedingungen optimal.

Bei den Herren siegte Sebastian Neef nach den drei Disziplinen 1500 Meter Schwimmen, 35 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen souverän nach nur 1:49:35, gefolgt von Thomas Haibel Thomas und Christoph Klipp. Neef, Vorjahressieger und mehrmaliger Gewinner, hatte sich erst ein paar Tage zuvor zum Start gemeldet.

Ernsthaftere Verletzungen gab es bei einem Radunfall, melden die Veranstalter. Wie Abteilungsleiter Patrick Enders auf Nachfrage mitteilte, sei ein Sportler aus Beilngries ohne Fremdeinwirkung mit dem Rad gegen eine Mauer gefahren. Er wurde von nachfolgenden Radlern versorgt und per Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Der Zustand des Mannes ist kritisch. Das teilte die Polizeiinspektion Regenstauf am Dienstag mit.

Zweikampf bot Spannung

Damit war die Spannung bei den Teilnehmern und Organisatoren gestiegen, da der Triathlon ein vielversprechendes Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Rivalen Marchelo Kunzelmann versprach. Seine kurzfristige Meldung erklärte Neef folgendermaßen: „Ich hatte im Winter Examen gehabt und morgen ist auch noch zweiter Bundesligawettkampf. Deshalb habe ich mich erst vor zwei Wochen mit meinem Trainer zusammengesetzt wegen der Planung.“

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Hochspannung war beim Kallmünzer Triathlon geboten

Nicht nur Profi Neef liebt den Kallmünzer Triathlon. Hans Peter Heldmann zählt zum Urgestein des Wettbewerbs. Sein Trainingspensum liegt zwischen 15 und 25 Stunden in der Woche. Heldmann betont, „das ist mit der schönste Triathlon, den es gibt“. Heiko Asselborn ist gebürtiger Kallmünzer, leidenschaftlicher Triathlet, und die letzten Jahre immer hier gestartet. Normal macht er beim Ironman mit. Er nahm den Kallmünzer Wettkampf als Trainingseinheit. Heuer hat er noch mehrere Ironman geplant, auch in Italien: „Je kürzer die Distanzen sind, desto mehr Geschwindigkeit gibt man. Volle Lotte ist heute angesagt“, sagte der Sportler.

Tristar-Nachwuchsathlet Kunzelmann ging einträchtig mit Neef zusammen in ihren hautengen Neoprenanzügen zum Schwimmstart an die Naab. Kunzelmann hatte einen sehr guten Start und übernahm nach den 1500 Metern Schwimmen gleich die Führung vor Neef. Beim Radfahren hatte er indes Pech. Mit einer Panne musste er vorzeitig ausscheiden und machte den Weg für Neef frei. Sonst wäre es wohl bis zuletzt spannend geblieben, wer sich im Duell durchgesetzt hätte.

Im Wettkampf kam eine der Favoritinnen, Britta Wenske, Deutsche Vizemeisterin, mit einigen blauen Flecken ins Ziel: „Beim Schwimmen hatte ich einen schlechten Start, weil ich zweimal Schläge aufs Auge gekriegt habe, dann musste ich meine Brille richten“, erzählte sie. „Ich bin noch nie so zerschlagen worden. Es war so ein Hauen und Stechen. Ich bin blau an Händen und Füßen.“

Frauen eng beieinander

Das Feld der Frauen lag ganz eng beieinander. Es siegte Astrid Zunner mit einer Zeit von 2:13:03. Obwohl sie schon 45 Jahre alt ist, dominiert sie nach wie vor das Wettkampfgeschehen. Der 2. Platz ging an Clara-Maria Bader mit 2:14:25. Sie startete 2018 zum ersten Mal bei den Ironman World Championship auf Hawaii. Den dritten Platz belegte schließlich Britta Wenske, die frischgebackene Deutsche Vize-Meisterin mit 2:14:39.

In der Jedermann-Distanz – 600 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, 5 Kilometer Laufen – lag Leo Kreuzer mit 0:59:54 vor Sven Pollert mit einer Zeit von 1:01:03. Dritter wurde Alexander Saul mit 1:02:31. Bei der Jedermann-Distanz der Frauen siegte Kerstin Hagerer, die für Amberg startet. Seit zwei Jahren geht sie auf die Langdistanz. Für sie war der Jedermann eine Trainingseinheit. Hagerer: „Im Schnitt mache ich jede zweite Woche einen Wettkampf!“, erklärte sie. Hagerer gewann mit 1:10:41 vor Helena Pretzl mit 1:11.43. Dritte wurde Gabriele Keck mit 1:12:30.

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