MyMz
Anzeige

Jubiläum

60 Jahre im Dienst des Sports

Der Schützengau „Jura“ im Bayerischen Sportschützenbund mit seinen 34 Vereinen feierte in Deuerling „60 Jahre Juragau“.
Von Alfons Beil

Preisträger mit Ehrengästen und Gauschützenmeister Thomas Ferstl Foto: Beil
Preisträger mit Ehrengästen und Gauschützenmeister Thomas Ferstl Foto: Beil

Deuerling.Mit einen Festgottesdienst wurden die Jubiläumsfeierlichkeiten in Anwesenheit von über 200 Gästen im Goßsaal eröffnet. Eine besondere Ehre wurde dabei Karl Stauner aus Seubersdorf zuteil, der an jeder Gaumeisterschaft seit Bestehen des Juragaus, insgesamt 60 Mal, teilgenommen hat. Leider war er verhindert, die Ehrung in Empfang zu nehmen.

In Anwesenheit von Landessportleiter Hans Schweiß wurde 1958 in Parsberg der Schützengau Jura gegründet. Aus dem Kreisschützenverband Oberpfalz lösten sich 13 Vereine und schlossen sich zum Juragau zusammen. Als Wappen wählte man das des damaligen Landkreises Parsberg. Zum Gauschützenmeister wurde Gustav Reichenauer aus Hemau gewählt, der 14 Jahre den Gau erfolgreich führte. In dieser Amtszeit hatte der Juragau einen Zuwachs von 21 Vereinen. Somit gehören dem Gau jetzt 34 Vereine aus den damaligen Landkreis Parsberg an. Jetzt sind diese in den Landkreisen Kelheim, Regensburg, Neumarkt verteilt.

3 720 Mitglieder im Gau

Die Ära Reichenauer ging 1972 zu Ende und als Nachfolger wurde Norbert Frühwald gewählt, der bis 2002, 30 Jahre den Gau führte. Zwei Jahre führte dann Werner Maier den Gau bis 2004, wo er dann offiziell die Leitung übernahm. Seit 2013 steht Thomas Ferstl aus Beratzhausen an der Spitze des Gauverbands. Der Gau besteht aus 3 720 Mitgliedern mit 16 Vereinen aus dem Landkreis Neumarkt, zwei Vereinen aus dem Landkreis Kelheim und 16 Vereinen aus dem Landkreis Regensburg. Schützen aus dem Juragau können auf viele sportliche Erfolge zurückblicken. Die Vereine stellen Mannschaften in der Regionalliga, der Bayernliga, der Oberpfalzliga und den Bezirksligen. Der Schützengau Jura war 2007 Ausrichter des 57. Bayerischen Schützentages, der in Hemau und Parsberg abgehalten wurde.

•Böllerschützen bei der Eröffnung der Jubiläumsfeier Foto: Beil
•Böllerschützen bei der Eröffnung der Jubiläumsfeier Foto: Beil

Die Feierlichkeiten wurden durch die Böllerschützen von Ehrenfels Beratzhausen eröffnet. Danach zogen die Fahnenabordnungen, der Gauführung und die Ehrengäste, angeführt von der Jugendblaskapelle Deuerling, zur Pfarrkirche St. Martin, wo Pfarrer Dr. theol. Spyra den Festgottesdienst zelebrierte. Feierlich zogen dann die Fahnen und Standarten in den Goßsaal ein, wo Gauschützenmeister Thomas Ferstl mehr als 200 Ehrengäste, Schützen und Schützinnen begrüßen konnte.

In seiner Rückschau „60 Jahre Juragau“ zeigte der Gauschützenmeister die Entstehung und Entwicklung des Gaus von damals bis heute auf. Hier kommen viele Neuerungen zur Sprache, die beim Gau eingeführt wurden. Höhepunkte aus dem gesellschaftlichen Bereich waren der 57. Bayerische Schützentag und mehrere Bezirksschützentage im Bereich des Gaus. Er ging auch auf die Eröffnung der Geschäftsstelle im alten Rathaus in Hemau ein. Der Rückblick wurde mit Fotos untermalt. Ferstl dankte am Schluss seinen drei Vorgängern, die erfolgreich die Geschicke des Gaus geleitet hätten aber auch seinem Vorstandsteam für die ständige Unterstützung.

Bezirksschützenmeister Harald Frischholz lobte im Grußwort, dass der Juragau in 60 Jahren ein stattliches Gewächs geworden sei. Ob heute noch eine derartige Gründung bei den Schützen möglich wäre, sei fraglich. Die Welt und die Bereitschaft zu ehrenamtlicher Mitarbeit hätten sich stark verändert. Derzeit bekomme man oft die Antwort „Habe keine Zeit“. Früher war eben alles anders.

Die Traditionen fördern

Zweiter Landesschützenmeister Jürgen Sostmeier sinnierte, man habe viele Höhen und Tiefen erlebt und konnte Vieles dabei verbessern und umsetzen. Schützen leben und fördern die Tradition im Freistaat Bayern. Der Juragau habe sich in den 60 Jahren zu einem gut funktionieren Verband entwickelt und stütze auch die Arbeit des BSSB. Er übergab dann eine Porzellanmedaille des BSSB.

Den Patengau „Oberpfälzer Nordgau“ vertrat Gauschützenmeister Wolfgang Weiß. „60 Jahre sind Leben im Gau, Leben zum Dienste des Sports und der Gemeinschaft“, stellte Weiß heraus. Der Schützengau Jura hat es geschafft, die Flamme des Sports an die nächste Generation weiter zu geben. Weitere Grußworte sprachen der stellv. Gauschützenmeister Anton Sterr vom Donaugau und Landrätin Tanja Schweiger.

Gauschützenmeister Thomas Ferstl gab noch eine herausragende Leistung bekannt. Karl Stauner aus Seubersdorf hat seit 1958 an jeder Gaumeisterschaft mit Erfolg teilgenommen. Der Geehrte war aber verhindert, um seinen Ehrenpreis entgegennehmen zu können. Im Vorfeld der Feier „60 Jahre Juragau“ fand ein Schützenmeisterschießen statt, bei dem auch die Jubiläumsscheibe ausgeschossen wurde, die von Werner Wolf gefertigt wurde. Auch Sachpreise konnten gewonnen werden.

Aus der Versammlung

  • Jubiläumsscheibe:

    Gewinnerin Monika Prechtl (Wiesengrund Hamberg) 96,8 Teiler, 2. Rosemarie Sturm (FSG Hemau) 113,7 Teiler, 3. Robert Walter (Von den drei Bergen Hörmannsdorf) 194,3 Teiler.

  • Festpreise:

    1. Mathilde Oettl (Von der Adelsburg Oberweiling) 40,2 Teiler; 2. Bettina Latka (Hubertus Bergstetten) 189,2 Teiler, 3. Wolfgang Eibl (Tannenzweig Endorf) 210,1 Teiler, 4. Peter Wagner (Brüder v. Rauschtal Anger)

  • Diskussion:

    Diskutiert wurde auch die Abschaffung der Munition aus Bleikugeln für die Luftdruckwaffen durch die EU, was viele Nachteile für die Sportschützen in Deutschland bringen würde. Wobei andere Nationen außerhalb der EU wie China, USA usw. diese weiter verwenden dürfen. Dadurch wäre jedoch die Gleichheit bei den Voraussetzungen bei internationalen Wettbewerben nicht mehr vorhanden. (lbt)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht