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A3: Grabungen nach Bomben am Wochenende

An der Autobahn wurden möglicherweise Kampfmittel gefunden. In Barbing und Neutraubling könnte es Evakuierungen geben.

Bei Sondierungsarbeiten wurden nahe der A3 drei Stellen gefunden, an denen möglicherweise Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg liegen.
Bei Sondierungsarbeiten wurden nahe der A3 drei Stellen gefunden, an denen möglicherweise Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg liegen. Foto: Armin Weigel/dpa

Barbing.Im Zuge des Autobahnausbaus der A3 bei Regensburg finden immer wieder Sondierungsarbeiten nach Kampfmitteln aus dem Zweiten Weltkrieg statt. Am kommenden Sonntag, 2. August, sollen laut einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Oberpfalz mehrere Verdachtspunkte überprüft werden. Bestätigt sich ein Verdacht, kann es zu Sperrungs- und Evakuierungsmaßnahmen kommen. Auch die A3 wäre von diesen Maßnahmen betroffen.

Drei Stellen auffällig

Vor wenigen Tagen wurden bei Neutraubling erneut Sondierungen durch eine Spezialfirma durchgeführt. Diese erkannte im Erdreich an drei Stellen in unmittelbarer Nähe zur A3 mögliche Kampfmittel. Ob es sich jedoch tatsächlich um Kampfmittel handelt, ist derzeit noch unklar.

Eine genaue Erkundung bzw. Freilegung der Verdachtspunkte ist nach Bewertung der Kampfmittelexperten unumgänglich. Sollte sich der Kampfmittelverdacht bestätigen, könnte es, je nach Sprengmittel, umgehend zu Sperrungen und auch Evakuierungsmaßnahmen kommen. Deren Umfang, insbesondere Radius und Dauer, können jedoch erst nach Bewertung durch den Sprengmeister vor Ort festgelegt werden.

Beginn der Grabungen um 8 Uhr

Um die potenziellen Auswirkungen auf die Allgemeinheit und den Verkehr möglichst gering zu halten, wurden die Grabungsarbeiten auf Sonntagmorgen, 2. August, terminiert. Polizei, Rettungsdienste und die Feuerwehr werden gemeinsam mit der Stadt Neutraubling, der Gemeinde Barbing und der Autobahndirektion Südbayern bereits ab den frühen Morgenstunden für einen möglichen Einsatz bereitstehen. Die Grabungsarbeiten beginnen voraussichtlich gegen 8 Uhr.

Die Bevölkerung wird im Bedarfsfalle über Lautsprecherdurchsagen und die örtlichen Medien entsprechend informiert. Die Polizei bittet Bürger, sich auf eine mögliche Evakuierung am Sonntagmorgen, 2. August, einzustellen. Wichtige Medikamente für mindestens einen Tag sollten ebenso bereitgehalten werden, wie ein Mund-Nasen-Schutz. Bürger sollen außerdem ab 8 Uhr die örtlichen Medien verfolgen.

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Die Stadt Neutraubling und die Gemeinde Barbing betreiben bereits jetzt jeweils ein Bürgertelefon. Dieses wird bis zum Einsatzende am Sonntag täglich von 9 bis 18 Uhr besetzt sein. Am Sonntag ist das Bürgertelefon bereits ab 07.30 Uhr erreichbar. Das Bürgertelefon Neutraubling ist unter Tel. (0175) 6 91 11 23 erreichbar, Barbinger Bürger können unter (09401) 92 29 10 anrufen. Dorthin können sich Bürger mit Fragen rund um die Evakuierung wenden. Insbesondere kranke, bettlägerige oder hilfsbedürftige Menschen sollen sich vorab dort melden.

Auch A3 wäre betroffen

Für den Fall einer Entschärfung werden voraussichtlich Verkehrssperren erforderlich sein. Betroffen sein wird dabei auch die A3, zwischen den Anschlussstellen Regensburg-Ost und Rosenhof, in beiden Fahrtrichtungen. In den nächsten Tagen wird deshalb vorbeugend eine Umfahrungsstrecke durch die Autobahndirektion Südbayern beschildert, die bei Notwendigkeit kurzfristig aktiviert werden kann. Die Polizei wird bei Bedarf verkehrsregelnd eingreifen.

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Im Falle einer Evakuierung stellen die Stadt Neutraubling und die Gemeinde Barbing eine Notunterkunft zur Verfügung. Diese befindet sich in der Josef-Hofmann-Grundschule, Schulstraße 1 in Neutraubling. Die entsprechenden Mindestabstände werden gewährleistet. Personen, die keine alternativen Anlaufpunkte haben oder sich während der möglichen Evakuierungsmaßnahmen dort aufhalten möchten, sollen bitte einen Mund-Nasen-Schutz mitbringen. Die Unterkunft ist ab der Bekanntgabe einer möglichen Evakuierung geöffnet.

Shuttle-Service zur Notunterkunft

Zusätzlich wird ein Shuttle-Service für Betroffene zur Notunterkunft eingerichtet, der über das Bürgertelefon zu erreichen ist. COVID-19 Patienten, Rückkehrer aus Risikogebieten und Personen, die unter häuslicher Quarantäne stehen sollen sich unbedingt vorab an das Bürgertelefon wenden. Hier erfolgt im Einzelfall eine gesonderte Unterbringung.

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