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Abschieds-Applaus für Bürgermeister

Franz Kröninger hinterlässt eine „gesunde Gemeinde“.
Von Ralf Strasser

Mit Applaus wurde Bürgermeister Franz Kröninger in Zeitlarn im Gemeinderat verabschiedet.  Foto: msr
Mit Applaus wurde Bürgermeister Franz Kröninger in Zeitlarn im Gemeinderat verabschiedet. Foto: msr

Zeitlarn.Kein Händeschütteln, viel Abstand, kein „Auf Wiedersehen“ bei einem Abschiedsessen. Die Coronakrise hat ihre Auswirkungen auf die sozialen Regularien der Kommunalpolitik. Allenfalls lobende Worte und langen Applaus gab es bei der letzten Gemeinderatssitzung in „alter“ Besetzung vor der konstituierenden Sitzung in Zeitlarn für die ausscheidenden Gemeinderäte und für Bürgermeister Franz Kröninger, der sein Amt an seine Nachfolgerin abgeben wird.

Mit Erwin Bosl (24 Jahre im Gemeinderat), Elisabeth Gerl (zwölf), Johann Kröninger (zwölf), Peter Kröninger (sechs), Andreas Laumbacher (sechs), Gerhard Lautenschlager (zwölf), Johanna Pecs (24), Dr. Matthias Pregler (18), Irmgard Sollich (18), Klaus Sommer (2,5) und Annette Weigert (18) verabschieden sich elf Räte aus dem Gremium.

Man habe in den sechs vergangenen Jahren viel erreicht, betonte Kröninger. Auf der Agenda: Fortschritte in der Kinderbetreuung, neue Geh- und Radwege, Straßenbeleuchtung, Fahrzeuge für die Feuerwehr. Die Umgestaltung der Ortsmitte mit Rathaus schreitet voran, ein Gewerbegebiet entsteht, der Flächennutzungsplan wurde erstellt, neue Wohngebiete entwickeln sich.

Mit den monetären Zahlen, die dahinter stehen, wolle er nicht belasten. Nur soviel: Allein vier Millionen Euro wurden für die Sanierung der Schule ausgegeben und zwei Millionen für die Infrastruktur, „ohne, dass wir die Bürger an den Kosten beteiligt haben““ Auch die Hebesätze seien in den letzten sechs Jahren zweimal gesenkt worden. „Wir sind seit Jahren schuldenfrei und haben zwölf Millionen Euro Rücklagen.“ Man übergebe eine sehr gesunde Gemeinde, so Kröninger, wirtschaftlich und sozial. Kröninger bedankte sich bei allen, die den Weg der letzten sechs Jahre mitgegangen sind.

Vor dem Abschied brachte der Gemeinderat das Baugebiet Mitterfeld III endgültig auf dem Weg. Es seien nur noch wenige Einwände, erklärte Städteplaner Bernhard Bartsch. Etwa vom Netzbetreiber Tennet, der sich nach wie vor gegen das Baugebiet ausspricht. „Obwohl die Vorzugstrasse das Gebiet nicht tangiert“, so Bartsch. Bedenken gibt es seitens des Stadtplanungsamtes der Stadt Regensburg, die die Bebauung als nicht „zeitgemäß“ beurteilt und auf höhere städtebauliche Verdichtung plädiert. Das sorgte für Kopfschütteln und Unverständnis im Zeitlarner Gremium. Hier schieße man über das Ziel hinaus, meinte Bartsch, die gemeindliche Planung orientiere sich am Bedarf in Zeitlarn und an „gesunden Wohnverhältnissen, die gerade in der aktuellen Situation wichtig sind. Wir sind da auf dem richtigen Weg.“

Bedenken der Marktgemeinde Regenstauf, das Sondergebiet mit Lebensmittelversorgung, Drogerie und Getränkemarkt könne Einfluss auf einen Kaufkraftabfluss haben, wurden ebenfalls zurückgewiesen. Der Bebauungsplan wurde zur Satzung erhoben. Ebenfalls genehmigt: Der Flächennutzungsplan für die Gemeinde Zeitlarn.

Das Landratsamt genehmigte die Haushaltssatzung, weist aber auf einen eventuellen Ausfall der Gewerbesteuereinnahmen hin. Für die Jahresbeschaffung zu Schutzausrüstung, Akkus und Atemschutz wurden die Aufträge für die Feuerwehr mit einem Umfang von 14 093 Euro vergeben.

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