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„Ära Schwindl“ geht nach 30 Jahren zu Ende

„Qualitativ hochwertiges Trinkwasser ist das wichtigste Lebensmittel überhaupt“, sagt Anton Schwindl, Vorsitzender des Zweckverbands der Viehhausen-Bergmattinger Gruppe.
Gertraud Pilz

30 Jahre war Anton Schwindl Vorsitzender des Wasserzweckverbands. Foto: Gertraud Pilz
30 Jahre war Anton Schwindl Vorsitzender des Wasserzweckverbands. Foto: Gertraud Pilz

Sinzing.Dafür arbeitete Anton Schwindl die letzten 30 Jahre, um die Trinkwasserqualität für die Bevölkerung zu gewährleisten. Dem Zweckverband gehören die Gemeinde Sinzing, die Marktgemeinde Nittendorf, Teile der Stadt Kelheim und der Markt Bad Abbach an. Anton Schwindl, gelernter Bankkaufmann, übernahm 1990 in „schwierigen Zeiten“ als neugewählter und jüngster Verbandsrat den Vorsitz. Alle bis zu diesem Zeitpunkt schon im Verband tätigen Räte und Personen mit politischer Verantwortung lehnten diese Aufgabe ab.

Schwindl sah sich beim Zweckverband mit „Null-Finanzen“ und einer personell unterbesetzten Verwaltung, mit nur einer Person, konfrontiert. Hunderte von Widersprüchen zu Herstellungsbescheiden waren abzuarbeiten. Er selber, so Schwindl, schrieb von Hand Rechnungen, um die Gebühren und weitere Kosten einzufordern. Manche finanziellen Außenstände holte er durch persönliche Vorsprache und „gutes Zureden“ bei den Nutzern ein, so dass dies hier als erster Schritt in eine ordnungsgemäße Buchhaltung mit transparenter Einnahmen- und Ausgabenübersicht getan werden konnte.

Auch die Räumlichkeiten und die Ausstattung für eine effiziente Arbeitsweise fehlten. 1991 wurde dann Rudolf Eisenhut als Geschäftsführer eingestellt, und der Aufbau einer ordnungsgemäßen Verwaltung nahm seinen Lauf. Große Überzeugungsarbeit, so Schwindl, musste er leisten, um 1992 die Verwaltung personell mit zwei Halbtagskräften aufzustocken. Auch der Neubau eines Verwaltungsgebäudes war schwierig. Im Jahre 1995 konnte dieses Vorhaben verwirklicht werden.

Im Laufe der Jahre, so Schwindl, hat sich beim ihm eine große Leidenschaft für das wichtige Grundnahrungsmittel Trinkwasser entwickelt, der er sich mit großem Einsatz stellte. Er hatte seinen Bankkaufmannsberuf an den Nagel gehängt und den elterlichen Bauernhof in Viehhausen übernommen. Dies brachte den Vorteil, dass er „jederzeit“ für seine Arbeit als Zweckverbandsvorsitzender greifbar war und bei Baustellen vor Ort auch „hemdsärmlig“ schnell Entscheidungen getroffen werden konnten. Auch mit technischen Herausforderungen, wie dem Bau des Hochbehälters in Eilsbrunn, sah er sich konfrontiert. Zwanzig Jahre lang fanden im Zweckverband große Investitionen in Bezug auf den Bau neuer Wasserleitungen in den Mitgliedsgemeinden statt. Rund 240 Kilometer Leitungssystem umfasst das Aufgabenfeld. Insgesamt habe der Zweckverband in seiner Amtszeit 15 Millionen investiert. Er hinterlasse im wahrsten Sinne des Wortes „ein gut bestelltes Feld“, so Schwindl, der seinen Posten zur Verfügung stellte und sich mit 63 in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. (lpe)

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