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Kommentar

Allzufrühe Freude übers Polder-Aus

Ein Kommentar von Walter Schiessl

Da haben sich die Freien Wähler wohl einen Bärendienst erwiesen. Denn unmittelbar nach dem schnellen Koalitionsschluss mit der CSU verkündete ihr Vorsitzender Huber Aiwanger auch gleich das Aus der beiden Polder in Wörthhof und bei Bertoldsheim im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen. Das nahmen die Freien Wähler vor Ort mit Hubert Aiwangers Lebensgefährtin und Landrätin Tanja Schweiger gleich zum Anlass, den vermeintlichen Sieg mit einem Festabend zu feiern. Auch an Festrednern mangelte es dabei nicht.

Doch die Parteispitze ist hier viel zu kurz gesprungen, denn die Deggendorfer, Straubinger und Passauer protestieren heftig gegen das Polder-Aus ausgerechnet in zwei Landkreisen, in denen wiederum Freie Wähler das Sagen haben. Die Folge war ein Umdenken der Staatsregierung, die sich nun entschlossen hat, die ganze Argumentation für einen guten Hochwasserschutz entlang der Donau gründlich zu prüfen. Umweltminister Thorsten Glauber, durchaus als Gegenspieler von Hubert Aiwanger zu sehen, machte gestern auch gleich klar, dass die Polder „nicht einfach so“ gestrichen werden könnten.

Das schmeckt den Bürgern zwischen Barbing und Wörth zwar ganz und gar nicht, aber das „Nein“ der Freien Wähler gegen die Polder wäre wohl zu einfach gewesen...

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