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Glaube

Alteglofsheim feiert den Neupriester

Pater Michael Sulzenbacher zelebrierte die Festmesse in seinem Heimatort. Die Alteglofsheimer waren begeistert.
Von Petra Schmid

Mit Dekan Anton Schober (links) und Pfarrer Matthias Kienberger zelebrierte Neupriester Michael Sulzenbacher die Festmesse. Fotos: Petra Schmid
Mit Dekan Anton Schober (links) und Pfarrer Matthias Kienberger zelebrierte Neupriester Michael Sulzenbacher die Festmesse. Fotos: Petra Schmid

Alteglofsheim.Wer am Sonntag durch die Straßen Alteglofsheim fuhr oder spazierte, sah auf den ersten Blick, dass ein Fest gefeiert wird. An den Zäunen grüne Girlanden oder Zweige, Fähnchen, Blumen und Bändern in den Farben Weiß und Gelb. Die klassischen Kirchenfarben deshalb, weil die Heimatprimiz von Pater Michael Sulzenbacher gefeiert wurde.

Der junge Alteglofsheimer, der am 15. September von Kardinal Gerhard Ludwig Müller in Rom zum Priester geweiht wurde, feierte nun Festmesse in seiner Heimatgemeinde.

Helfer: Neben vielen Ministranten der Pfarreiengemeinschaf Alteglofsheim/Köfering halfen viele Ehrenamtliche mit die Heimatprimiz-Feier zu gestalten und vorzubereiten. Unter anderem wurden Blumenteppiche gelegt und auch die Kindergartenkinder sangen für die Neupriester.
Helfer: Neben vielen Ministranten der Pfarreiengemeinschaf Alteglofsheim/Köfering halfen viele Ehrenamtliche mit die Heimatprimiz-Feier zu gestalten und vorzubereiten. Unter anderem wurden Blumenteppiche gelegt und auch die Kindergartenkinder sangen für die Neupriester.

Dem Primizianten war die Freude deutlich anzusehen. Die Alteglofsheimer strengten sich gehörig an, um für die Heimatprimiz alles entsprechend vorzubereiten. Ein wenig aufgeregt waren freilich viele, denn es komme ja nicht oft vor, dass man einen Neupriester, der aus der eigenen Pfarrei kommt, feiern könne, hieß es von den Zuschauern, die auf den feierlichen Zug zum „Kirchenzelt“ warteten. Festgottesdienst wurde nämlich nicht in der Pfarrkirche, die für die vielen Besucher niemals ausgereicht hätte, gefeiert. Die Alteglofsheimer hatten dafür extra ein Festzelt beim Sportplatz aufgestellt.

Mit Rosen und Messgewand

Ausstaffiert mit einem prachtvollen Messgewand und einen großen Blumenstrauß aus weißen und gelben Rosen in der Hand zog Pater Michael Sulzbacher mit den weiteren Geistlichen, einer Schar Ministranten der Pfarreiengemeinschaft Alteglofsheim/Köfering, den Ehrengäste und vielen Vereinsabordnungen zum Gottesdienst. Zuvor war an seinem Elternhaus abgeholt worden.

Reporterin Petra Schmid hat mit der Kamera Impressionen von der Primiz gesammelt.

Alteglofsheim feiert Neupriester

Der Neupriester lächelte und grüßte die Zuschauer am Rande der Straße und durchschritt ein Ehrenspalier, das die Vereinsmitglieder für ihn gebildet hatten. Es freue ihn und sei eine Ehre, dass so viele gekommen seien, mit ihm Primiz zu feiern. Er habe im Dorf etliche Banner gesehen mit der Aufschrift „Seht das Lamm Gottes – Pater Michael Sulzenbacher“, er müsse allerdings klarstellen, dass er nicht das Lamm Gottes sei, sondern es sich hierbei um seinen Primiz-Spruch handle, erklärte er augenzwinkernd. Bei der Messe solle nicht nur er gefeiert werden, sondern Christus, der der eigentliche hohe Priester sei. Der Primiziant forderte die Gläubigen, die mit ihm Messe feierten auf, die Gelegenheit zur Beichte, die während des Gottesdienstes angeboten werde, zu nützen. Man brauche keine Angst haben, die Beichtväter seien unkompliziert, außerdem hätten sie gut gefrühstückt und würden keinen fressen, scherzte er.

Zuvor hatte Pfarrer Matthias Kienberger, der die Pfarreiengemeinschaft betreut, hervorgehoben, dass es ein schönes Zeichen sei, dass so viele zur Heimatprimiz gekommen seien und dass er allen, die Zeit und Mühe aufwandten die Primiz vorzubereiten, ein großes „Vergelt’s Gott“ aussprechen wolle. Er könne die einzelnen nicht aufzählen, denn dies sprenge dann den zeitlichen Rahmen.

Festprediger: In seiner sehr persönlich gehaltenen Festpredigt ging P. Dr. Martin Linner auf Neupriester Michael Sulzenbacher ein. Als symbolische Geschenke hatte er unter anderem eine Stimmgabel oder Feuerwerkskörper für Pater Sulzenbacher mitgebracht.
Festprediger: In seiner sehr persönlich gehaltenen Festpredigt ging P. Dr. Martin Linner auf Neupriester Michael Sulzenbacher ein. Als symbolische Geschenke hatte er unter anderem eine Stimmgabel oder Feuerwerkskörper für Pater Sulzenbacher mitgebracht.

Mit einer gehörigen Portion Humor würzte Pater Dr. Martin Linner seine Festpredigt. Die kleine Panne, denn es war der falsche Rucksack im Altarbereich bereitgestellt worden und der richtige musste angereicht werden, überbrückte der Festprediger rasch. Auf den ersten Blick wirkten die Geschenke, die er für Pater Sulzenbacher mitgebracht hatte etwas kurios. Eine Packung Feuerwerkskörper, eine Stimmgabel und eine Packung Kinderüberraschungseier forderten so manchen Lacher heraus.

Umrahmung: Bei der Festmesse zur Heimatprimiz sang der Kirchenchor. Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernahmen die „Moosgrab’ntaler Musikanten“. Beim Festzug sorgen zusätzlich die „Pfatterer Buam“ für die richtige Musik zum Marschieren.
Umrahmung: Bei der Festmesse zur Heimatprimiz sang der Kirchenchor. Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernahmen die „Moosgrab’ntaler Musikanten“. Beim Festzug sorgen zusätzlich die „Pfatterer Buam“ für die richtige Musik zum Marschieren.

Dr. Linner lieferte aber rasch Erklärungen dazu. Sulzenbacher habe beispielsweise kein technisches Geschick und beim Aufladen der Batterie eines Rasenmähers ein Feuer verursacht. „Die Alteglofhseimer Feuerwehr kennt Michael als Brandstifter und Feuerwerker“, scherzte er. Die Stimmgabel solle ihm helfen stets den richtigen Ton zu treffen und als Pfarrer wisse man nie, womit man überrascht werde, ähnlich wie bei den Ü-Eiern, erklärte der Festprediger weiter. Er schloss seine Predigt mit den Worten: „Lieber Michael endlich bist Du Priester – Gott sei Dank!“

Viele Festgäste

Unter den Besuchern der Primizfeier war auch Harald Bauer aus Köfering. Gerade ihn, als ehemaliges Mitglied des Pfarrgemeinderats, freue es, dass es wieder in der Pfarreiengemeinschaft einen Neupriester gebe.

Vereine: Die Ortsvereine der Pfarreigengemeinschaft und weitere kirchliche Vereine begleiteten P. Michael Sulzenbacher auf dem Weg zur Festmesse. Ein rund einstündiger Festzug führte nach dem Primiz-Gottesdienst durch Alteglofsheim. Für die Vereine gab es Erinnerungs-Fahnenbänder.
Vereine: Die Ortsvereine der Pfarreigengemeinschaft und weitere kirchliche Vereine begleiteten P. Michael Sulzenbacher auf dem Weg zur Festmesse. Ein rund einstündiger Festzug führte nach dem Primiz-Gottesdienst durch Alteglofsheim. Für die Vereine gab es Erinnerungs-Fahnenbänder.

Für Xaver Lichtenegger, einem Musiker der Pfatterer Buam ist es bereits die zweite Primiz, die er in seinem Leben erlebt. Als Bub mit drei Jahren, sei er vor 60 Jahren schon einmal bei so einer Festlichkeit dabei gewesen. Freilich könne er sich nicht selbst daran erinnern, aber aus den Erzählungen wisse er es.

Den Abschluss der Heimatprimiz-Festlichkeiten bildete die Dankvesper am Nachmittag. Primiziant Pater Michael Sulzenbacher spendete dabei den Einzelprimiz-Segen.

Primiz

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