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Am Bau wird weiter gearbeitet

Die Gewerkschaft IG BAU Oberpfalz lobt die Beschäftigten der Branche und fordert das Abstandhalten ein.

Bauarbeiter im Landkreis packen auch in Corona-Zeiten zu Foto: Bauer
Bauarbeiter im Landkreis packen auch in Corona-Zeiten zu Foto: Bauer

Regensburg.Die Republik geht ins Home-Office, aber auf Baustellen laufen viele Arbeiten weiter: Trotz drastischer Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie arbeitet die Baubranche im Landkreis Regensburg mit einem Großteil ihrer Kapazität weiter. Darauf weist die Gewerkschaft IG BAU hin – und dankt den 1960 Bau-Beschäftigten im Landkreis für ihren Einsatz.

„Viele haben in den letzten Tagen zugepackt und machen das auch weiterhin. Natürlich trifft Corona auch den Bau hart. Das Abstandhalten macht die Hand-in-Hand-Arbeit nicht leichter, ist aber ein Muss. Trotzdem zeigt sich die Bauwirtschaft bislang deutlich immuner gegen die Krise als viele andere Branchen“, betont Christian Lang von der IG BAU Oberpfalz.

Damit leisteten die Beschäftigten einen entscheidenden Beitrag zur Stützung der regionalen Wirtschaft. „Es sind die Maurer und Zimmerleute, die Landschaftsgärtner, die Dachdecker und Straßenbauer. Und vor allem auch die, die für den Nachschub auf dem Bau sorgen: die Beschäftigten der Baustoff-Industrie. Sie alle halten einen zentralen Wirtschaftszweig im Landkreis Regensburg am Laufen“, sagt Lang. Denn wer auch in der Krise für mehr Wohnraum und funktionierende Straßen sorge, der baue mit seinem Job ein Stück an der Zukunft. Damit leisteten Bauleute einen enorm wichtigen Beitrag für die Gesellschaft. „Es ist Zeit, ihnen dafür einfach auch mal Danke zu sagen“, so Lang.

Zugleich appelliert der Gewerkschafter an die Arbeitgeber, die strikte Einhaltung der Hygieneregeln sicherzustellen. Große Frühstücksrunden im Baucontainer seien aktuell ebenso tabu wie die Fahrt im voll besetzten Bulli zur Baustelle. Jede Baufirma müsse ihren eigenen Pandemie-Plan erstellen.

„Gesundheit steht an oberster Stelle. Der Mindestabstand von 1,5 Metern muss unbedingt eingehalten werden – besser ist eine ganze Meterstab-Länge: also zwei Meter, betont Lang. Das gelte für alle Bürger – und das müsse auch auf dem Bau gelten. Sollte das bei speziellen Arbeiten nicht gehen, müsse der Chef spätestens dann auch Masken und Schutzhandschuhe bereitstellen. „All das heißt, dass sich Gewohnheiten ändern müssen. Es darf nicht alles 08/15 weiterlaufen. Viele Handgriffe, viele Sachen, die ‚schon immer so waren‘, gehen jetzt nicht mehr. Arbeitsabläufe müssen sich ändern.

Der Schutz der Beschäftigten habe oberste Priorität, sagt der Gewerkschafter. Missachte der Chef das, müssten sich die Mitarbeiter zur Wehr setzen. „Dabei hilft die Gewerkschaft.“

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