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Jubiläum

Angelverein Geisling feierte Jubiläum

Seit 25 Jahren am Haken. Dabei hatten die Gründungsmitglieder 1994 noch gar kein Gewässer zum Angeln.
von Hans Biederer

Beim Fischerfest in Geisling gab es neben Steckerlfisch gebackene Forellen und Fischpflanzerl. Foto: Hans Biederer
Beim Fischerfest in Geisling gab es neben Steckerlfisch gebackene Forellen und Fischpflanzerl. Foto: Hans Biederer

Pfatter.Bei herrlichstem Festwetter konnten die Gäste beim Fischerfest der Geislinger Angler, das heuer unter einem ganz besonderen Stern stand, ihre Speisen einnehmen. „Wir feiern dieses Jahr unser 25-jähriges Bestehen. Am 1. Juni 1994 hoben insgesamt 26 Mitglieder den Verein aus der Taufe“, so Vorsitzender Oliver Braun.

Sein Vorgänger Hans Schiller, der von 2005 bis 2014 die Geschicke des Vereins lenkte, erinnert sich noch ganz genau an die Zeit zurück, als der Verein gegründet wurde. „In Geisling gab es damals viele Angler, die verstreut im Umkreis bei den Vereinen in Mintraching, Pfatter oder auch Wörth Mitglieder waren. Sebastian Gierstorfer nahm dann die Organisation der Vereinsgründung in die Hände“, erzählt das Gründungsmitglied. Ihre Heimat fanden die Angler im Gasthaus „Zum Posthorn“.

„Kurios war dabei, dass wir zwar den Anglerverein gegründet hatten, aber wir hatten noch gar kein Gewässer, in dem wir angeln konnten“, sagt Hans Schiller lachend im Rückblick. Um Geld für die Pacht aufbringen zu können, veranstaltete die kleine Schar Petrijünger das Maibaumaufstellen.

Fischpflanzerl sind beliebt

„Mit diesen Einnahmen konnte der Gemeindeweiher gepachtet und auch mit der Jugendarbeit begonnen werden“, ergänzt Oliver Braun. Heute befischen die inzwischen 70 Mitglieder noch den Hochwegweiher und seit kurzem den Weiher bei Altach. Mit der Pacht des ersten Gewässers war es den Verantwortlichen geradezu ein Muss, auch ein Fischerfest zu organisieren. „Viele in der Bevölkerung freuen sich gerade auf die verschiedenen Fischspezialitäten. Neben frittierten Forellen sind vor allem unsere speziellen Fischpflanzerl beliebt“, so der ehemalige Vorsitzende Schiller.

Ursprünglich fand das Fischerfest am Samstagabend statt. Bald schon wurde es auf den Sonntag verlegt. So wurde es zu einem richtigen Familienfest. Oliver Braun, der den Vorsitz im Vorjahr übernommen hat, vergleicht den Angelverein sowieso mit einer großen Familie, in der das Vereinsleben harmonisch wie eh und je abläuft. „Wir halten eben zusammen, so wie es sein soll.“ Ihm liegt vor allem die Jugendarbeit sehr am Herzen. „Wir müssen den jungen Leuten wieder Werte und den richtigen Umgang mit der Natur nahebringen“, meint er. Dazu gehöre die Pflege der Gewässergrundstücke, so Braun. Für heuer sind mit den Jugendlichen ein Donauabenteuer und das jährliche Zeltlager fest eingeplant.

Hochbetrieb herrschte beim Fischerfest den ganzen Tag über in der Fischküche, wo das Team Hand in Hand am Limit arbeitete. Neben Gästen aus dem Gemeindegebiet und den befreundeten Anglerfreunden aus Pfatter fanden sich viele Fischliebhaber aus den Nachbarortschaften ein. „Dies ist eine willkommene Abwechslung zu den normalen Grillspezialitäten“, war von vielen zu hören.

Als idealer Standort stand den Petrijüngern aus Geisling der Garten vor dem Gemeinschaftshaus zur Verfügung, in dem alle aufgestellten Tischgarnituren besetzt waren.

Einsatz hat sich gelohnt

Wer sich eine leckere gebackene oder geräucherte Forelle oder ein Fischpflanzerl sichern wollte, musste sich zur Mittagszeit in eine lange Menschenschlange einreihen. Am Nachmittag fanden die hausgemachten Kuchen und Torten der Fischerfrauen reißenden Absatz und gingen weg wie die „warmen Semmeln“.

Von Seiten des Geislinger Angelvereins gab es am Ende nur strahlende Gesichter, wenn auch alle hart arbeiten mussten, um die zahlreichen Besucher zufrieden zu stellen, wie Vorsitzender Oliver Braun betonte. Aber der Einsatz habe sich gelohnt und das Fischerfest sei wieder einmal sehr gelungen gewesen, lobte er seine schlagkräftige Truppe, die die Veranstaltung seit langem vorbereitet hatte.

Das Fischerfest

  • Familienfest:

    Eine Hüpfburg war der ideale Anziehungspunkt für die jungen Festbesucher, so dass ihre Eltern in Ruhe speisen und sich unterhalten konnten. Jedes Kind erhielt aus den Händen des Vorsitzenden ein Eis.

  • Erfolg:

    Dass das Fischerfest und seine Fischschmankerl inzwischen weit über die Ortsgrenzen hinaus einen guten Ruf besitzen, sah man am Besucheransturm.

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