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Aus Freundschaft wurde eine tiefe Liebe

Erinnerungen Ingrid Hagen-Zöller schildert ihr Leben mit dem Hemauer Maler Walter Hagen. Sein Todestag jährte sich zum 30. Mal.
Von Reiner Barta, MZ

Ingrid Hagen-Zöller im Wohnzimmer, in dem viele Werke ihres Mannes Walter hängen.

Hemau. Neben der Eingangstür blühen Geranien. Diese Blumen sind auch auf dem Bild zu sehen, das in der Diele hängt. „Das letzte Bild, das Walter vor seinem Tod gemalt hat“, sagt Ingrid Hagen-Zöller. Es ist allerdings nicht das einzige Werk, das im Haus in der Riedenburger Straße hängt. Auch das schmucke Wohnzimmer ist voll mit Hagens Bildern. So hat seine Witwe immer wieder die Gelegenheit, sie zu betrachten und in Erinnerungen zu schwelgen. Das tut sie täglich, ganz besonders aber zu Anlässen wie dem Todestag ihres Gatten, der sich jetzt zum 30. Mal jährte. „So ist der Walter immer noch bei mir“, sagt die Dame mit den grauen Haaren, die nach einer Hüftoperation nicht mehr so aktiv sein kann, wie sie dies früher war. In diesem Wohnzimmer haben sich nicht nur die Hagens, sondern viele Freunde und Künstler wohlgefühlt. Alle hätten ihren Mann geschätzt, weil er so schön erzählen und manchmal auch lustig sein konnte. Das war aber nicht oft der Fall, denn die Last, eine Familie ernähren zu müssen und mit der Malerei kaum Geld zu verdienen, drückten schwer auf sein Gemüt, machten ihn krank. Hagen starb im Alter von 52 Jahren und konnte den späten Erfolg, den er hatte, nicht mehr genießen. Ingrid Hagen-Zöller möchte aber keines der gemeinsamen Jahre missen. „Denn aus einer Freundschaft wurde ein tiefe Liebe“, gesteht sie mit Blick auf ein Selbstporträt ihres Walters.

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